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"Maischberger" zur Türkei-Krise: "Herr Erdogan hat nichts in der EU zu suchen"
DPA

Sandra Maischberger wollte wissen: Kann die Eskalation zwischen Erdogan und Deutschland gestoppt werden? Dank Aydan Özoguz wurde die Sendung noch interessant - sie stellte die richtige Frage nach Identität und Loyalität.

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axel.rex 07.09.2017, 02:34
1. Hätte man auch Alice Weidel einladen müssen,

das wäre eine echte Diskussionssendung geworden. Schade, dass man nur Özguz ins Scene setzte und dieses Chance zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung links liegen gelassen hat.

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Ambrosicus 07.09.2017, 02:55
2. Solche Experten hab' ich gerne.

Wenn irgendwo in der Welt des Holocausts gedacht wird, denkt niemand darüber nach, ob damit in Deutschland "etwas erreicht" würde, die Frage stellt sich gar nicht. Es geht da zuallererst um die Opfer, nicht um das Land der Täter. Warum sollte es mit dem Gedenken an den Völkermord an den Armeniern anders sein?

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eunegin 07.09.2017, 05:07
3. Erdogan ungleich Türkei

Auch wenn Erdogan in unsäglicher Weise seine eigenen Landleute und jeden, der nicht 100%ig für ihn ist, drangsaliert: es gibt sie immer noch, die andere, die freundliche und westgewandte Türkei. Das sollten wir bei allem Frust über den politischen Geisterfahrer und Falschabbieger nicht vergessen. Hilft in diesem Augenblick wenig, lässt aber einen Funken Hoffnung für die Zukunft.

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akohle 07.09.2017, 05:20
4. Darf man das so schreiben...

Mir ist aufgefallen, das insbesondere Leute, die ihre Wurzeln in der Türkei haben, meist nicht hinter "Präsident" Erdogans (Die Gänsefüßchen... Ich denke, für das Amt eines Präsidenten braucht es mehr) Politik und Verfahrensweise stehen, sobald sie etwas gebildeter und mit emotionaler Intelligenz ausgestattet sind.
Sobald das Sozialverhalten rauer ist, die Aggressionsschwelle niedriger, das Selbstbewusstsein weniger vorhanden ist, sind Leute viel häufiger "Anhänger" bis strikter Verfechter dieses "Präsidenten".
Ein Freund von mir mit marokkanischen Wurzeln hat mal gesagt, dass die türkisch stämmigen Leute doch in die Türkei ziehen sollen, wenn es sich hier so schlecht leben lässt.

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fred-vom-saturn 07.09.2017, 05:34
5. Die Frage des Abend

Hätte lauten müssen: Weshalb jemand der Ausgrenzungserfahrungen gemacht hat sich plötzlich als Türke wähnt und allen ernstes an den schlimmsten Unsinn glaubt, welcher von Erdogan tagtäglich verzapft wird. Der sich in eine Fernsehsendung setzt und bereitwillig erklärt das Erdogan und die Türkei Super seien. Wieso fragt den keiner weshalb er dann nicht in Istanbul oder sonst wo im neuen Sultanat lebt. Das ist keine polemische Frage. Diese Frage muss man Menschen wie ihm stellen.

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pascht 07.09.2017, 05:40
6. "Loyalität" oder "Rechtspopulismus"?

Es gibt keine "Deutschtürken" sondern offenbar nur Türken die in Deutschland leben. Vor allem aber ist die Frage nach der Loyalität die falsche Frage, denn es gibt keine Pflicht zu einer affektiven Loyalität. Loyalität ist nicht einklagbar, sondern nur anerziehbar. Allerdings sollte sich Frau Özuguz entscheiden was sie will, denn in "modernem Neudeutsch" nennt man "Loyalität" gegenüber dem Staat, in gewissen Kreisen, schlichtweg "Nationalismus" oder "Rechtspopulismus".

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mymindisramblin' 07.09.2017, 06:04
7. Bzgl. Armenien-Resolution

Während in Deutschland das leugnen des Holocausts verboten ist, macht sich in der Türkei eher strafbar, wer den Völkermord an den Armeniern auch so benennt. Ich sah Filmaufnahmen von Deutschen, denen, direkt nach Kriegsende, von den Alliierten Aufnahmen aus befreiten Konzentrationslagern gezeigt wurde. Diese Menschen, die direkt daran nicht beteiligt waren, waren entsetzt, haben teilweise geweint und sich ganz offensichtlich geschämt (auch wenn sie während der NS Zeit nichts dagegen unternommen haben). In der Türkei dagegen werden gleichartige Aufnahmen als Fälschungen und Propaganda verunglimpft und der Armenienfeldzug glorifiziert - ich finde das sagt eigentlich genug über die Gegensätze im Rechtsverständnis, nicht nur der Politiker, sondern auch großer Teile der Bevölkerung, aus.

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brathbrandt 07.09.2017, 06:36
8. Man wird sich bald fragen, ...

... was Deutschland noch mit seiner brutalen Einwanderungspolitik in der EU zu suchen hat.

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forky 07.09.2017, 06:39
9. Holschuld

Integration ist keine Bringschuld, sondern eine Holschuld. Das aufnehmende Land kann nur vernünftige Rahmenbedingungen schaffen.

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