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"Maischberger" zur Wahl: Rücktritt, Fehltritt. Fortschritt?
DPA

"Haben die Volksparteien ausgedient?" Das wollte Maischberger wissen, doch ihre Sendung handelte kaum davon. Stattdessen erklärte sich Noch-AfD-Chefin Petry. Und SPD-Urgestein Dohnanyi forderte Schulz zum Rücktritt auf.

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jj2005 28.09.2017, 02:42
1. Gysi

"Merkel kann gut lächeln", sagt Gysi, das dürfe man nicht unterschätzen. "Sie ist nicht eitel und hat keine materiellen Interessen", aber eben "keine Vision für Deutschland".

Da blitzt mal wieder die Intelligenz eines Mannes auf, der den Bundestag wesentlich bereichert hat: Selten hat jemand Merkels Stärken und Schwächen so auf den Punkt gebracht. Und nein, ich habe weder sie noch ihn gewählt ;-)

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Urban Spaceman 28.09.2017, 04:09
2. Köstlich!

Endich mal wieder ein Kommentar beim "Spiegel", der witzig und treffend ist.

Nach der Wahl ist vor der Wahl, war mein Eindruck. Das gleiche Geeiere der üblichen Protagonisten, die vorübergehend etwas Nachdenklichkeit oder neue Denkansätze simulieren.

Da brauchte es schon den erstaunlich fitten Klaus von Dohnanyi, um zu dokumetieren, dass die SPD mal erheblich besseres Personal hatte. Ausdrücke, wie "Pack" oder "auf die Fresse hauen", würden ihm nie über die Lippen kommen. Klare Sprache und offene Worte. Mag sein, dass sich so etwas nur ein "Elder Statesman" leisten kann, der aussprach, was inzwischen selbst den strammesten Parteisoldaten, die Schulz zu den 100% Zustimmung verholfen haben, dämmern müsste: Der Mann ist eine Fehlbesetzung.

Leute wie Glotz, Ehmke, Bölling oder Bahr spielten intellektuell in einer ganz anderen Liga, als Nahles oder Schulz.

Zu glauben, dass sich die SPD mit diesem aktuellen Führungspersonal in der Opposition erneuert, ist absurd.

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RainerSchneider 28.09.2017, 06:25
3. Treffende Analyse

Von den Anwesenden der Runde schien mir Gysi die treffendste Begründung für die Wahlniederlage der ehemals "Grossen" gegeben zu haben: Entfremdung von den Themen der Normalbürger, Beschäftigung miteinander und Auseinandersetzung mit Medien, deren Berichte für Viele am Bedarf vorbeigehen. Schaut man sich die Direktkandidatem zum Bundestag an, sieht man Personen, die ausser der Partei nichts kennen. Von den nicht vom Volk sondern Parteiführern benannten Abgeordneten - immerhin die Hälfte -abgesehen. Woher sollen dann grsellschaftliche Verantwortung, woher Kompetenz, woher Respekt kommen? Eine Frage der Zeit, bis auch hier etwas "Neues" kommt und das Establishment ersetzt. Hoffen wir, dass es nur ein Macron wird und kein Trump...oder wieder Schlimmeres.

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Freidenker10 28.09.2017, 07:12
4. Überschrift

Wenn die Volksparteien auch wieder Politik für den Normalbürger macht haben sie keineswegs ausgedient. Einzelne Personen haben aber ausgedient allen voran die von Macht getriebene Frau Merkel! Schlimm finde ich in diesen Tagen nur das Duckmäusertum gewählter Abgeordneter. Die CDU ist zu einem reinen Kanzlerwahlverein verkommen! Und bei der SPD scheint die obere Garde auch nur noch scharf auf Posten gewesen zu sein. Wasser predigen und Wein saufen passt halt nicht mehr!

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osterbuckel 28.09.2017, 07:33
5. Wie war die Petry schwach

Hat man irgendwas erfahren, warum die Petry aus der Partei ausgeschieden ist? ich kann verstehen, dass Gauland und andere über diesen Austritt sehr froh sind, weil sie völlig konfus argumentiert, nein geplappert . Mir scheint, dass die Frau völlig mit den Nerven fertig ist, denn sie war mal besser,viel besser, sonst hätte sie Lucke nicht beerbt. Ihr überhebliches Grinsen aber wird immer unerträglicher.

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klausbrause 28.09.2017, 07:50
6.

In dieser Redaktion hat jemand eine besondere Vorliebe für alte Herren und deren Eitelkeiten.

Schon in seiner aktiven Zeit war der Herr Dohnany nicht besonders repräsentativ für die spd, viel weniger noch hat er heute etwas von Belang beizutragen.
Es sei denn, daß die ewige Attitüde des Querdenkers mittlerweile eine feste Planstelle im Politikverwurstungsbusiness zwischen Dschungelcamp und Wort zum Sonntag braucht.

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l.augenstein 28.09.2017, 08:06
7. Dohnanyi hat leider recht!

Schulz und auch Merkel sollten eigentlich von sich aus zurücktreten. Aber das sind alles nur noch unsympathische Sesselkleber und Postensammler!

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tekau 28.09.2017, 08:06
8. Was will Dohnanyi eigentlich

in der SPD?. Der ist doch dort völlig fehl am Platz.Rechter gehts doch nicht

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interessierter Laie 28.09.2017, 08:09
9. Ist die Flüchtlingskrise

Der Grund für die gesellschaftliche Spaltung oder macht sie diese nur sichtbar. M. E. ist es eher letzteres. Ich komme aus einem Dorf, lebe inzwischen aber in einer Großstadt. Den wachsenden Graben spüre ich in jeder Diskussion. Unterschiede gab es immer, aber nicht diese harte Ablehnung. Die Leute auf dem Land haben zunehmend das Gefühl, das die Politik von Städtern dominiert und deren Einstellung und Lebensweise zum Gesetz erhoben wird. Die Veränderung der Sprache, die Anonymität, die Erosion jeglicher Tradition, die Ablehnung jeder gesellschaftlichen Regel, außer dem Gesetz. Dafür plötzlich 1000 neue Regeln, die jeden mit traditionellen unvereinbaren Lebensentwurf zum Schutzgut erheben. Sonderlinge sollen bloß keine Benachteiligung erfahren. Aber an die Empfindungen der dort lebenden Mehrheit denkt keiner. So funktioniert kein Dorf und dahin will es sich auch nicht entwickeln.

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