Forum: Kultur
Manifest von Filmschaffenden: Warum ein feministischer Film nötig ist
rbb/ Reiner Bajo

Macht! Geld! Sex! Bessere "Tatorte"! In einem Katalog formulieren junge weibliche Filmschaffende ihre Forderungen für eine Neuausrichtung des deutschen Kinos.

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scream queen 03.08.2018, 14:15
10.

"Neuausrichtung des deutschen Kinos"
Papas Kino ist tot, oder was? Um Himmels willen, bitte nicht! So ein Unfug hat das deutsche Kino schon einmal, 1962, in die völlige und vollkommene Bedeutungslosigkeit gestürzt. Aus der es sich im Grunde bis heute nicht hat befreien können. Und die wenigen Ausnahmen, sprich die ein, zwei Handvoll akzeptabler Filme, die seither entstanden sind, bestätigen die Regel.

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odenkirchener 03.08.2018, 14:38
11. Kommissarin

Bei den Kommissarinnen/Heldinnen würd' ich mir mal wünschen das die ihre Kompetenz anders dargestellt bekommen. Nicht immer "Kollege/Täter/... stellt sich doof an. Kommissarin erledigt ihn dann mit Links/Rechts, was auch immer". Gerad in der Rolle der TATORT Kommissarin ist Frau Furtwängler ein gutes Beispiel, wie schlecht man das lösen kann.

Wie auch Computer-Nerds immer Dick/Brille/Asiate/Gestört sind. Einfallslos. Von daher, frisches Blut! Her damit. . .

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acitapple 03.08.2018, 15:22
12.

Bezüglich der Nacktheit wäre ich vorsichtig. Die deutschen Filmemacher und -konsumenten halten ihre Werke ja für so tiefgründig eben weil sie nicht so vermeintlich prüde wie die Amis sind. Daher zieht ja auch in jedem deutschen Film eine Frau blank. Ist natürlich künstlerisch von Bedeutung und wichtig für die Dramaturgie. Wenn man nun weniger Haut fordert, könnte man ganz schnell in der spießigen Schublade landen.

Ansonsten, ja immer schön fordern. Wenn es drauf ankommt und die Leistung nicht stimmt waren eben die Männer dran schuld oder die Gesellschaft oder der Vollmond... DAS ist wirklich langweilig. Kreiert interessante Geschichten und Filme, die die Leute auch sehen wollen. Ein besseres Argument wird es nie geben.

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acitapple 03.08.2018, 15:26
13.

Zitat von Nordstadtbewohner
Die Produktion von Kinofilmen erfolgt in Deutschland maßgeblich über staatliche Strukturen und die Finanzierung erfolgt häufig über öffentliche Mittel wie die der "Filmförderung" und öffentlich-rechtliche Sendeanstalten. Im Gegensatz dazu schaue man mal in die USA. Dort ist die Filmwirtschaft privat. Dort werden Filme nach dem Prinzip Angebot und Nachfrage produziert. So gibt es zu den Ocean´s Eleven (nur Männerprotagonisten) einen weiblichen Konterpart: Ocean´s Twelve mit weiblichen Darstellerinnen, die ihren männlichen nichts nachstehen. Die hier im Artikel durch weibliche Filmschaffende postulierten Forderungen stehen aber für genau das Gegenteil von Angebot und Nachfrage. Denn sie wollen eigentlich nur eins und zwar dass noch mehr öffentliche Gelder im deutschen Filmbetrieb versenkt werden und das natürlich mit garantiert weiblichen Protagonisten. Das wird nicht funktionieren, denn dann werden Filme produziert, die sich kaum noch jemand anschaut. Dann wird es eventuell vielen wie mir gehen: ich schaue mir keine/ kaum noch deutsche Produktionen an, dafür amerikanische, britische und französische. Dort schafft man es, Filme zu produzieren (vor allem in den USA), in denen es keine Quoten für schlechte weibliche Filmschaffende gibt und die nicht ständig die Feminismusschiene bedienen müssen, obwohl sie gute Frauenrollen haben.
Sie sprechen mir aus der Seele. Damit wäre eigentlich alles zusammengefasst. Aber ganz ehrlich, was will man von einer Medienindustrie erwarten, die Serien wie Mad Men oder Downton Abbey ins Nachtprogramm der Spartensender legt und gleichzeitig den Tatort als hochwertigen Krimi betrachtet ? Andererseits darf man das deutsche Publikum auch nicht mit allzu komplexen Figuren überfordern....

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e40 03.08.2018, 15:26
14. Glücklicherweise gibt es US Filmkritik Plattformen,

...die vor erzieherischen Filmen in dieser Richtung warnen. Schliesslich will ich unterhalten und nicht belehrt werden.
Letztlich ist es ein reines GEZ Filterblasenkonzept

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DerZauberer 03.08.2018, 16:35
15.

Einfach gute Filme wären doch mal was. Gute Stories, fix erzählt, keine Filmkunst, sondern einfach "nur" gut gemachtes Unterhaltungs-Kino.

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Radigald 03.08.2018, 16:48
16. Bitte, gerne!

1. Macht! Mehr Frauen in den kreativen, ökonomischen und institutionellen Führungspositionen.
• Von mir aus, gerne. Nur wie entscheiden denn Frauen die sich schon in kreativen, ökonomischen und institutionellen Führungspositionen befinden? Ich kenne keine Frau, (auch Frau Merkel und Frau von der Leihen nicht) die in und aus so einer Position Entscheidungen für Frau trifft.

2. Geld! Transparenz von Gehältern: Wenn es so schwierig ist, Frauen und Männer gleich zu bezahlen, helfen wir gern dabei, die 30 Prozent dazuzurechnen.
• Transparenz von Löhnen, Gehältern und Honoraren fänd ich super! Und das unabhängig ob Mann oder Frau, denn auch bei Männern gibt auf unerklärliche Weise unterschiedliche Entlohnung bei gleicher Arbeit.

3. Sex! Und seine Konsequenzen: Kinderbetreuung in allen Phasen der Produktion.
• Unentgeltlich? Wer bezahlt das? Kostet dann die Kinokarte, die jetzt schon gigantische 12 Euro kostet, 20? Oder zahlt das der GEZ-Beitragszahler? Weshalb denn dann nur in der Film- und Fernsehbranche? Dann doch Kinderbetreung für alle, kostenlos zu jeder Tages- und Nachtzeit und nicht nur für wichtigtuerische Fernsehfuzzis!

4. Männer! Filme mit Frauen sind nicht automatisch "Frauenfilme". Sich mit Frauen zu identifizieren, schadet nicht der Männlichkeit!
• Es bleiben zulassen aber auch nicht. Oder gibt es dann Zwangsgucken?

5. Wahrheit! Die prägenden Geschichten unserer Welt dürfen nicht länger nur von Männern handeln und erzählt werden.
Ja, dann macht doch. Die prägenden Geschichten handeln allerdings, historisch betrachtet, von Männern. Aber bitte, macht.

6. Neue Narrative! Raus aus der Steinzeit der tradierten Rollenzuschreibungen. Diversere Bilder von Frauen im Film und Perspektiven von Frauen auf die Welt.
• Ja, macht, bin gespannt.

7. Neue Heldinnen! Frauen über 50 Jahre und 50 Kilo in Hauptrollen. Diese Frauen müssen weder hysterisch, noch todkrank oder schwanger sein.
• Gerne, wenn ich mir nicht nur noch Iris Berben, Katja Riemann, Veronica Ferres und Martina Gedeck anschauen muss. Schnarch… Und wenn es gute Geschichten sind, gut geschrieben, gut in Szene gesetzt, gut gespielt … dann ist das wohl allemal besser als das dilettantische Genuschel von Nora Tschirna.

8. Bessere Verführung! Frauen tauchen nie wieder in Putzmittelwerbung, Haarentfernungsvideos oder Champagnergläsern auf.
Kein Problem, ich brauch die da nicht. Aber sagt das doch bitte den Frauen (so ganz von Frau zu Frau), die sich für Putzmittelwerbung oder Haarentfernungsvideos zur Verfügung stellen.

9. Bessere 'Tatorte'! Nur noch nackte männliche Leichen unterm Messer und Kommissarinnen, die mit mehr als ihrer Intuition ermitteln.
Tatort? Was ist das? Vorabendserie?

10. Schluss mit der Unterforderung! Unser Publikum braucht im Kino keine Ladies Night und keinen Prosecco.
Das mag schon sein, das „euer“ Publikum das nicht braucht, aber was ist mit den anderen?

11. Und jetzt alle! Zur Einübung des Umdenkens: Keine nackten Frauen mehr im Film ohne Eigenschaften und Aufgaben.
Mir vollkommen Titte!

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three-horses 03.08.2018, 16:51
17.

Eine De. Filmemacherin gibt es doch. Dore, Dere oder ähnich.
Habe keine lust Google zu bemühen. Eine echte Revolution,
inzwischen abgeflacht. War mir aber etwas wulgar, so wollte
ich die Frauen nicht sehen. Es war etwa wie engl. Humor auf De.
Schwer zu verstehen. Ein Denkmal der von der Zeit aufgefressen
wird. Frauen Macho Filme , Dudikoff, wie heisst den die,
Jully oder ähnlich, solche Streiffen sollte man zu Bestraffung nutzen. Gut sind hier die asiatische action Filme. Da sind die Frauen sehr dominant und auch gut. Als Rache Engel sehr schön die Gemetzel anzuschauen. Bei Scenen Nackt und Bett sollen sich die Frauen
nicht überbewerten. Echt langweillig. Eigentlich betteln das sie
noch dürfen. Da war Alfred Hitchcock um Längen besser.
Ach Judy Foster. Ist die deswegen gut dass sie den Männer nicht nachlaufen muss? Die war nie ein voyer.

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kulmberg 03.08.2018, 17:06
18. Ladies Night

"Wir brauchen keine Ladies Night und keinen Prosecco?"
Die Verachtung für die eigenen, scheinbar oberflächlichen Geschlechtsgenossinen, die anscheinend gerne zur Ladies Night gehen (einer der erfolgreichsten deutschen Kinoreihen) ist ja echt entlarvend. Und das alles von Frauen, deren Filme kein Mensch kennt. Weder im Arthouse noch im Kommerzbereich. Liebe Damen, macht doch einfach! Wenn Ihr Filme macht, die relevant sind, unterhaltsam, spannend, interessant oder sonstwie "gut", dann geht auch Ihr euren Weg in dieser harten Filmbranche.. Aber bitte hört doch auf mit diesem kindischen Gejammer. Ihr müsst Euch halt durchsetzen in einer umkämpften Branche. So wie alle anderen auch.

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schorsch_69 04.08.2018, 16:41
19. Och Joh!

Ich kann es schon seit langem nicht mehr ertragen, dieses permanente Gesabber um irgendwelche fehlende Förderung des weiblichen Geschlechts!

Seit Jahrzehnten existiert in diesem Lande glasklar eine schulische Ausrichtung primär auf die "Bedürfnisse" von Mädchen - und trotzdem nutzt es nichts, erneut ist der Empfänger der Fields-Medaille ein Mann!
Wie wäre es denn mit der Einführung einer Quote, alle 3 Jahre gewinnt zwingend eine Frau, völlig unabhängig von der Qualität ihrer "Arbeit" und ansonsten eben ein Mann, ganz banal im normalen Wettbewerb stehend und heute noch nur am Rande eben von dieser sagenhaften Quote der Dämlichkeit bedroht!

Aktuell werden praktisch überall, ausser bei der tätigen Müllentsorgung, Kanalreinigung o.ä., Quoten für ansonsten meist eher "chancenlose" Frauen gefordert/eingerichtet.

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