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Marseille-Buch: Das Monster am Mittelmeer
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Idylle und Elend: Philippe Pujol rechnet in "Die Erschaffung des Monsters" mit seiner Heimatstadt ab. Mitfühlend und wütend zeigt er, was in Marseille schief läuft. Und was das über Frankreich aussagt.

Cochrane 01.09.2017, 11:22
1. Netter Artikel

Herr Müntefering/Herr Pujol haben das Château d’If vergessen. Vor ca. 32 Jahren hatte ich Marseille als junger Mann besucht, und fand es spannend. Allerdings war ich damals mit mit meinen damaligen Reisefreunden quasi der einzige Weiße auf dem Basar im orientalischen Viertel und die Szenerie war bedrohlich. Gleiches existiert in Venedig nicht. Und diese beiden Städte sind aufgrund der geographischen Lage im Norden des Mittelmeers, bzw. Adria/Golfe du Lion als ehemalige Handelsmetropolen historisch zu vergleichen. Obwohl heute beide Modelle gescheitert sind, siegt Venezia durch KO. Und ich selbst lebe auch hier lieber in einem post-deutschen Venedig als in einem post-deutschen Marseille.

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Stäffelesrutscher 01.09.2017, 13:30
2.

Ich bin beeindruckt. Auf SPON erscheint das Wort »Kapitalismus«, und es wird sogar erläutert, dass er die Wurzel allen Übels ist. Und das vor der Wahl!

Übrigens: nach Marseille gibt es nicht nur billige Flüge, sondern auch billige Bahnfahrkarten. Ab Hamburg für unter 60 Euro, ab Frankfurt für unter 40 Euro pro Strecke.

So, und jetzt lege ich zur Feier des Artikels die DVD von »Gomez et Tavarès« ein (als »Payoff« ins Deutsche übersetzt), und wer einen Teaser gucken will, google nach »Gomez & Dubois - Hotel commissariat«.

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C. V. Neuves 01.09.2017, 15:22
3.

Das Ganze beschreibt ziemlich präzise die Zukunft Westeuropas. Für die Reichen wird es weiterhin Nischen geben und Hauspersonal wird günstiger.

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