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Marvels schwarzer Superheld: Black Power aus Wakanda
Disney

Ist die Zeit reif für einen Superheldenfilm mit fast ausschließlich schwarzen Darstellern? Regisseur Ryan Coogler und seine Hauptdarsteller erklären, wie sie "Black Panther" vorbereitet haben.

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Leser161 12.02.2018, 08:05
1. ?

Die Story verlangt halt nach sehr viele Schwarzen. Warum muss man das erwähnen? Rassismus wird nicht besiegt in dem man erzählt wie toll es ist das der Film nur schwarze Darsteller hat oder in dem man auf Krampf überall Schwarze einbaut, eher bleibt er dadurch haften. Rassismus wird besiegt in dem man solche Selbstverständlichkeiten nicht mehr erwähnt.

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phrasensport 12.02.2018, 08:41
2. "Spawn"...

...ist einer der bestverkauften Comics. Und war der Typ nicht auch schwarz? Die Verfilmung war leider nicht so fett, wie wir das mittlerweile gewohnt sind - aber sollte der nicht jetzt auch neu aufgelegt werden?!?

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Mindyourmanners 12.02.2018, 08:48
3. Es ist eben nicht selbstverständlich

Natürlich muss es das Ziel sein, dass man nicht erwähnen muss, dass der Hauptdarsteller schwarz oder die Hauptperson eine Frau ist. Nur in Zeiten, in denen der Alltagsrassismus es bis in den Bundestag und die amerikanische Regierung geschafft hat, ist es leider weiterhin ungewöhnlich und daher eine Nachricht wert. Ebenso war es Ende der 90er noch besonders, dass in der Serie Buffy eine starke selbstbestimmte Frau die Heldin war und auch Filme wie Wonder Woman gibt es immer noch nicht als Regel, sondern als Ausnahme. Schwarze Darsteller und weibliche Darstellerinnen verdienen auch immer noch deutlich weniger als die weißen männlichen Top-Schauspieler. Man bekämpft Rassismus (oder Sexismus) nicht, in dem man so tut, als gäbe es ihn nicht. Und darum ist es auch gut, über Positiv-Beispiele so ausführlich zu berichten.

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5b- 12.02.2018, 09:18
4. Rassismus

Es gibt nicht nur den hasserfüllten, stark emotionalen Rassismus. Nein es gibt auch den subtilen, gut gemeinten. Wenn man jetzt mediale Inhalte nur auf eine „Rasse“ zuschneidet, so ist das auch Rassismus.
Den stärksten Rassismus, den ich je verspürte, erlebte ich im weltoffenen und toleranten Toronto. Dort leben die Rassen getrennt und selbsterwählt in Inseln. Es ist nicht so, dass es zwingend nach Rasse sortiert wird. Rassen fühlen bei ihresgleichen am besten. Das ist der Anfang des Rassismus. Man denkt man ist multikulti, dabei ist man kultizentrisch.

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adama. 12.02.2018, 09:19
5. Frauen machen tolle Sachen?

Sind die meisten Actionfilme schon naiv, kindisch und verrückt, bleiben sie es auch, wenn Frauen die Hauptrolle spielen. Diese Fantasyfilme können weder das Frauenbild, noch das Männerbild verändern. Nur eines ist positiv hervor zu heben. Es gibt keinen rassistischen Superhelden. Es gibt aber immer Superhelden, die dann doch stärker als Frauen sind und diese letztendlich retten oder erobern. Das ändert sich übrigens nicht, wenn Frauen diese Superhelden entwerfen. Die Frauenrolle bleibt immanent, bildet in den Comics die Wirklichkeit ab, dass Frauen in der großen Mehrheit einen Partner suchen der mindestens gleichen, besser aber einen höheren Status hat als sie selbst. Ausnahmen können das Rollenbild nicht korrigieren.
Ich sehe das Frauenbild immer wieder dort neu definiert, wo sie heranwachsende Mädchen erreicht. In der Musik- und Freizeitindustrie. Aus Musikclips, Werbung und Unterhaltungsindustrie lernen Mädchen wie man mit dem Arsch und Busen wackelt, um Männer zu beeindrucken. Vor allem in den Videos der schwarzen Rapper scheint das das einzige Frauenbild zu sein. Das einzige Selbstbewusstsein das hier vermittel wird, ist möglichst einen hohen Preis zu verlangen.

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vonschnitzler 12.02.2018, 09:36
6. Das beste daran

Es nicht die x-te Auflage der schon bekannten Superhelden. Freue mich darauf.

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phiami 12.02.2018, 09:55
7. Endlich gute Musik!

Eine Marvel-Verfilmung soll unterhalten und es sieht so aus, als tut jene das! Und dazu noch coole Musik!
Welche Hautfarbe der Hauptdarsteller hat, sollte absolut unwichtig sein! Wenn das die großen Filmproduktionen kapieren und es alltäglich ist, das die Hauptdarsteller nicht nur mit „Weißen“ besetzt werden, rücken wir ein gutes Stück vom Rassismus ab!
Diversity rules, wusste auch schon Darwin ;-)

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RealSim 12.02.2018, 12:00
8. Andere Perspektive

Zitat von Mindyourmanners
Man bekämpft Rassismus (oder Sexismus) nicht, in dem man so tut, als gäbe es ihn nicht. Und darum ist es auch gut, über Positiv-Beispiele so ausführlich zu berichten.
Man muss auch respektieren, dass es verschiedene Ansätze gibt. Es wird keinen Tag geben ab dem es heißt "Heute ist Rassismus/Sexismus besiegt und wir können alle aufhören darüber zu reden". Nein es ist ein organischer Prozess. Für manche Leute ist es schon viel eher normal, dass ein Film viele schwarze Schauspieler enthält als für andere Leute. Und diese Leute die nicht darüber reden bilden die Grundlage für andere Leute die nicht darüber mehr reden müssen. Also ist es kontraproduktiv die Leute anzugreifen für die es schon normal ist.

Natürlich weiß man nicht immer aus welchen Gründen Leute nicht darüber reden. Manche reden aus Antirassismus nicht darüber, manche aus Rassismus und die meisten aus Unkenntnis dass es diesen Film überhaupt gibt. Die Gruppe die darüber redet und das feiert sollte jedenfalls aufpassen, dass sie nicht den Moment verpasst, wo man die Dinge auch mal als normal betrachten kann.

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monoman 12.02.2018, 12:08
9.

Rassismus hin, Sexismus her, T'Challa ist einfach nur ein weiterer gelungener Marvel Superheld, den ich gerne im Comic gelesen habe. Von daher ist auch die Filmversion sehr willkommen :-)

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