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Merkel bei "Anne Will": Die Kanzlerin kämpft
DPA

Zwist mit US-Präsident Trump, Bamf-Chaos, Fall Susanna F.: Angela Merkel müht sich bei einem TV-Auftritt, aus der vermaledeiten Defensive zu kommen. Die Kanzlerin setzt auf zwei Botschaften.

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micromiller 11.06.2018, 06:04
1. Mehr Europa oder besser viel mehr Europa

ist ein guter Vorsatz. Jedoch muss es ein ganz anders Europa werden, wenn es je klappen soll. Es muss ein demokratisches Europa mit einem mächtigen Parlament, welches die Europäische Regierung bestimmt. Es muss ein Europa mit einer einheitlichen Steuer und Wirtschaftspolitik werden, dann wird Europa auf Augenhöhe mit den Mächtigen dieser Welt umgehen können. Diese Vereinigten Staaten von Europa sollten auch gegen den Widerstand einzelner Glieder der EU gegründet werden, die können assoziiert mitmachen, bis sie sich entschieden haben Vollmitglieder zu werden. Frau Merkel ist zu einer derartigen innovativen Leistung nicht mehr in der Lage wir gebrauchen eine junge neue Generation von Politikern, die das anpacken. Es ist höchste Zeit!

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Egon von Trollingen 11.06.2018, 06:31
2. Erstaunlich

Anstelle einer Talkshow mit manchmal Unterhaltungswert diesmal nur ein Interview bei Anne Will.
Den Auftritt der Kanzlerin hätte Herr Kleber ebenso im ZDF zelebrieren können.
Brennpunkt, Eilmeldung, die Kanzlerin persönlich im Studio, oder so.
Eine Pressekonferenz hätte es wohl auch getan. Vermutlich besser und mit mehr unbequemen Fragen.
Erstaunlich, dass sich Gäste da noch extra hinbemühen, um mit feuchten und leuchtenden Augen der Kanzlerin zuhören zu dürfen.
Wenn das Klatschorchester in Aktion trat, musste ich den Ton leiser stellen.
Erinnerungen werden wach...

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RDetzer 11.06.2018, 06:34
3. Das ist neu

Bisher galt der Konsens, nie mußte jemand für Staatsversagen und Staatsverbrechen je den Kopf hinhalten,
Jeder konnte sich schweigend seiner Pflicht entziehen und seine Pension heiraten. Stets mußte nach Sündenböcken gesucht und andere haftbar gemacht werden. Jetzt übernimmt tatsächlich jemand die Verantwortung, und was ist. Keine Änderung in den Verfahrensfragen, keine Änderung in den personellen Besetzungen, keine Änderung der Zielsetzung. Endlich haben wir jemand, der für den demokratischen Murks Verantwortung übernimmt. Was folgt, nichts. Diese Entscheidungsunfähigkeit ruft jedermanns Willkür auf den Plan. Manche nennen es bereits die Wiederholung der erfolgreichen Weimarer Demokratie, der Schrecken ist abzusehen.

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pit.duerr 11.06.2018, 06:46
4. Bin zwar kein Freund und Wähler

unserer obersten Angestellten, aber gestern Abend war ich schon recht überrascht , über ihre gemachten Äußerungen. Nach 13 Jahren, das erste Interview, das aufschlußreich(zu 80%), spannend und bemerkenswert offen war. Sogar gespickt mit ein wenig Selbstkritik. Aber diese Wandlung in einigen Teilen dieser Dame haben wir komischerweise Trump zu verdanken. Bin gespannt auf den weiteren Verlauf, vor allem in Sachen Rußland. Richtung Osten in Sachen verstärkter Zusammenarbeit ist sie ja schon bereit. (China,Indien,Japan) Bleibt ihr ja auch nichts anderes übrig, nachdem sich die USA immer mehr zum Unzuverlässigkeitsstaat entwickelt. Bleiben Sie dran Frau Merkel und evtl. werde ich doch noch ihr Freund !!!

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Leser161 11.06.2018, 07:38
5. Transparenz

Die Kanzlerin soll sich halt mal erklären. Seit Jahren glänzt sie durch wonnige Watteaussagen, die sie nicht angreifbar machen, in die man aber wenn man ein Gegner der Kanzlerin ist ist auch ziemlich Schlechtes reininterpretieren kann.

Das ging in den GroKo-Jahren gut, weil keiner die Kanzlerin wirklich angreifen wollte und die Wattigkeit gereicht hat um den Vorsprung zu halten.

Stichwort assymetrische Demobilisierung. Eine Strategie die ich der Kanzlerin bis ans Grab übelnehmen werde, denn den Wähler mit Absicht von der Politik anöden zu lassen war für mich eine Strategie die die Demokratie unterminiert hat und zum aktuellen Schlamassel geführt hat.

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iasi 11.06.2018, 07:38
6. Die Suche nach Verbündeten wird schwer

Nicht nur gegenüber den USA haben wir einen enormen Handelsbilanzüberschuss. Auch die EU-Partner und -Insitutionen ermahnen Deutschland seit Jahren, etwas gegen den zu hohen und destabilisierend wirkenden Exportüberschuss zu tun. Bisher hatte sich Merkel die Bitten und Mahnungen angehört und dann ihre Politik des Aussitzens fortgesetzt. Nun aber fällt uns ihre Politik auf die Füße: Trump belässt es nicht wie seine Vorgänger beim Reden, mit dem Brexit droht ein wichtiger Markt wegzubrechen und der Partner Frankreich leidet unter einem eigenen Handelsbilanzdefizit gegenüber Deutschland sowie nun eben auch unter den Folgen des vor allem durch D verschuldeten Handelsstreits mit den USA. Weniger Sparpolitik, höhe Löhne und mehr Investitionen in die Infrastruktur hätten uns die heraufziehende Krise erspart und den Handelspartnern bessere Absatzmöglichkeiten auf dem deutschen Markt verschafft.

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merlin 2 11.06.2018, 08:15
7. Warum auch nicht?!

Warum nicht das Spiel mitspielen? Inzwischen bin ich fast der Meinung, Macron hat sich bereits angepaßt: Mit Trump scherzen und hinterher Zölle auf US-Produkte ankündigen. So wird ein Schuh draus, wenn man mit einem Trump zu tun hat. Jemanden, der nur Stunden nach einem Treffen seine Zusagen kippt, braucht man eigentlich nicht mehr ernst zu nehmen. Wir wollen aber mit den AMIs Handel treiben, gut, dann eben zu neuen Regeln. Hier bin ich zwar auch der Meinung, daß Zölle angeglichen werden sollten, evtl. muß hier die EU tatsächlich Zölle auf US-Autos senken, aber damit gefährdet man nichts. Kaum ein Europäer fährt ein US-Auto. Warum auch? Die Qualität ist nicht so gut und zumeist entsprechen die Autos nicht unseren Vorstellungen. Und beim Rest? Ja wenn es hart auf hart kommt, dann wird Microsoft und Co. besteuert und dann wird das Kapital in den USA dem Präsi schon sagen, wo der Hammer hängt.

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Tom H. 11.06.2018, 08:19
8. Jeans aus Amerika?

"Vergeltungszöllen auf US-Produkte wie Jeans" ... Welche Jeans soll das sein, die in den USA hergestellt und von dort nach Europa verschickt wird? In den USA selbst findet man solche Jeans nicht. Ich finde es übrigens unseriös, permanent höhere Einfuhrsteuern als "Strafzölle" zu bezeichnen.

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wardawas? 11.06.2018, 08:20
9. Werbung für Beruhigungspillen

Anne Will scheint zu den ganz großen Merkel-Fans zu gehören, wenn sie ihre Sendung immer wieder nutzt um Merkel Raum für Eigenwerbung zu geben. Wie gewohnt, ein bisschen scheinbare Selbstkritik hier, ein bisschen Eigenlob da .....und schon fängt die Beruhigungspille an zu wir?en.... sogar beim Autor des SPON der Merkel plötzlich "kämpfen" sieht. Ich wische jetzt erstmal meine Lachtränen weg...

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