Forum: Kultur
Miet-Talk bei "Maischberger": Kuddelmuddel im Quadrat
WDR/ Dirk Borm

Ein Bauunternehmer, eine Anwältin, eine Mieterin und weitere Experten - eigentlich war die Ausgangslage beim Maischberger-Talk zum Thema Wohnen vielversprechend. Trotzdem lief einiges schief.

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observerlbg 13.09.2018, 08:04
1. Und was ist die Lösung?

Wieder eine Talkshow ohne Erkenntnisgewinn. Aber wir können ja mal etwas in die Zukunft schauen: gestern hatten wir hier noch einen Bericht über die Rentner der Zukunft, dazu eine Drohung, dass die nächste Finanzkrise kommt, früher oder später. Also, die geburtenstarken Jahrgänge werden verstärkt billigen Wohnraum brauchen, den es nicht gibt. Sie sind Viele, sehr Viele. Haben also einen hohen Stimmenanteil bei Wahlen. Nun werden sie unzufrieden sein, nach 40 Jahren harter Arbeit in ein Plattenbauloch am Rande der Stadt abgeschoben zu werden, ohne ausreichende Infrastruktur, asozialem Milieu ausgesetzt und sich allein überlassen. Was macht nun der nicht hinreichend saturierte Deutsche dann? Er wählt rechts, weit rechts. Noch fragen Frau Nahles, Herr Spahn, Herr Lindner? Gratulation, Frau Weidel, Sie werden einer der Gewinner sein.

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spon_3175452 13.09.2018, 09:03
2. Das ist alles in der Zusammenfassung?

Da war gestern von Enteignung die Rede, und davon alle Privatiers aus dem Wohnungsmarkt raushaben zu wollen. Grüne Sozialismus-Träumereien.
Dabei kauft der Grüne Mann selbst mit Steuergeld Wohnungen auf, um dann mit Berlinovo die Mieten zu erhöhen.

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YoRequerrosATorres 13.09.2018, 09:24
3. Exzellente Sendung...

...die zeigte (Stadt gg Bauunternehmer), dass es der einen Seite (Stadt) auf die Ideologie ankommt, der anderen Seite auf die Umsetzung mit dem Gewinn am Ende. Blöderweise zanken sich beide Parteien um dasselbe: ein knappes Gut! Will man also in Berlin wohnen, kann man nur selber kaufen (das kostet aber sehr viel Geld) oder man kann teuer mieten (dann darf man aber nicht schimpfen) oder man bestiehlt andere Eigentümer (als Stadt) und enteignet. Zum eigenen Nutzen. Diebstahl mit Ideologie.
Das ist ja eigentlich lustig, wenn man es mit Steuergeld im von anderen finanzierten Berlin betreibt. Ich dachte mir schon immer, dass es eine blöde Idee ist, wenn mein Steuergeld nach Berlin zu einem Ideologen geschubst wird, der damit dann andere ausraubt. Warum kaufen die in Berlin nicht einfach ein paar km² in der schönen Uckermark und bauen dann da für ihr Volk? Bleibt auch genug grüne Lunge drumherum (siehe den unsäglichen Schwachsinn bezogen auf Tempelhof).

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Außenstehender 13.09.2018, 09:28
4. SPD erhöht doch selbst die Miete über die Grundsteuer !

Wenn es der SPD ein Anliegen wäre die Mieten zu senken, dann könnten sie das sofort in Ihren jeweiligen Kommunen tun. Ich erlebe aber wie die SPD über die Grundsteuer die Nebenkosten und damit die Gesamtmiete erhöht. Etwas verlogeneres als die SPD gibt es wohl kaum. Auch Müllgebühren und Wassergebühren könnten sofort gesenkt werden. Daran hat die SPD aber kein Interesse, weil mit den Geldern parteipolitisch passende Verwaltungsbeamte finanziert werden.

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e.pudles 13.09.2018, 10:05
5. Wegzappen

war das beste dass ich gestern Abend tun konnte. Nachdem ich mir 20 Minuten diesen "Kuddelmuddel" angesehen habe, war ich ein mal mehr davon überzeugt, dass diese Talk Shows, egal ob ARD, oder ZDF, weder Informationen, oder gar vernünftige Lösungsvorschläge zum diskutierten Thema bringen. Es wird im Allgemeinen eine gute Stunde lang hin und her diskutiert und die meisten Teilnehmer versuchen sich ins beste Licht zu rücken. Teilnehmer seitens Politik sind eh immer die gleichen Personen und die machen dann schnell noch nebenbei Wahlpropaganda und Wahlkampf. Fazit: Sendungen, welche man Ersatzlos streichen kann.

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hartmut.hook 13.09.2018, 10:09
6.

typische zudtandsbeschreibung für deutschland 2018. schuld sind die spekulanten. fakt ist: die Rahmenbedingungen setzt alleine die Politik. seit jahren gibt es keine handhabe gegen unberechtigten leerstand, keine besteuerung von ungenutzten baugrundstücken, keine grunderwerbsteuer für verkauf von portfolien als firma etc. es gibt nur die Krokodilstränen der untätigen politik. frau dreier geht zu einer diskussionrunde zur mietenpolitik und weiß, jetzt schon, dass nichts dabei herauskommt. das ist gelebte politik. kein wunder, dass die verdrossenheit der bürger zunimmt. weiter so.

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Harry1 13.09.2018, 10:09
7. Enteignung

Das Mietrecht ist doch schon recht enteignungsnah.
Es gibt einfach zu wenig Wohnraum.
An den Symptomen rumbasteln schafft keinen Wohnraum.
Enteignung der Wonraumbauer/besitzer stellt sicher dass auch keiner seine Kohle in Wohnraumbau steckt.
Staat einfach richtig Geld in die Hand nehmen , Wohnraum bauen und alles wird gut.

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markniss 13.09.2018, 12:01
8. Zwei Dinge

1. Wenn der Staat mehr Wohnraum in großen Städten haben will, dann muss er einfach mehr Flächen zur Bebauung ausweisen -- unbürokratisch! Bei der bestehenden Nachfrage würden Bauunternehmer gerne mehr Wohnungen bauen, die Mieten sinken dann irgendwann von ganz allein.
2. Es darf kein RECHT auf niedrige Mieten in gesuchten Lagen geben. Wer in Berlin günstig wohnen will, der kann halt nicht in den bevorzugten Bezirken wohnen. Wer ein günstiges Auto will, der kann ja auch nicht verlangen, dass der Staat die Preise von Porsche reguliert.
3. Insgesamt ist das eine von den Medien geschaffene Diskussion: Es werden die wenigen Omas, die aus Schwabing wegziehen müssen, als Feigenblatt dafür genutzt, dass Journalisten und ihre Freunde nicht günstig in den bevorzugten Innenstadtlagen mieten können.
4. Die ganze Diskussion ist ein Witz mit Ablaufdatum, denn in spätestens 5 Jahren wird der Markt dafür sorgen (wenn 1. stattfindet), dass die überschüssige Nachfrage bedient worden ist, und dann werden die Preise nicht mehr steigen. -- Die Mieten in Schwabing, Prenzlauer Berg und Elmshorn werden aber trotzdem nicht günstiger werden, sondern aufgrund weiter steigender Nachfrage sogar noch weiter steigen. IPhones werden auch immer teurer -- so lange bis die Nachfrage sinkt. Und so soll es sein, denn so funktioniert eine Marktwirtschaft -- und die funktioniert gut, wenn man nicht mit sozialistischen Mitteln in ihr herumpfuscht!

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c124048 13.09.2018, 12:48
9.

Zitat von markniss
weiter steigen. IPhones werden auch immer teurer -- so lange bis die Nachfrage sinkt. Und so soll es sein, denn so funktioniert eine Marktwirtschaft -- und die funktioniert gut, wenn man nicht mit sozialistischen Mitteln in ihr herumpfuscht!
Ja, generell alles richtig.... ABER:
Wohnraum ist mit NICHTS aus der normalen Marktwirtschaft zu vergleichen!

Wer kein Geld hat, kauft sich halt kein IPhone, einverstanden.
Wer kein Geld hat, kauft sich halt keinen Mercedes, einverstanden
Wer kein Geld hat, kauft sich halt keinen Kaviar, einverstanden.

Wer kein Geld hat, soll dann in einer "Marktwirtschaft" wo genau wohnen? In einem Randgebiet im Ghetto und durch die riesige Entfernung zu den Jobs/Arbeitsplätzen auf ewig Hartz 4? Sorry, so geht das nicht! Marktwirtschaft und dessen Preisentwicklung gut und schön, aber Millionen von Menschen "aufs Land" abzuschieben zu den bezahlbaren Mieten aber ohne Aussicht auf Arbeit ist auf mittlere und lange Sicht der Ruin des ganzen Landes!

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