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Mitgefühl und Gier: Wir Zombies des Kapitalismus
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Tausende Jahre Evolution - und was bleibt vom Menschen übrig? Angst vor Statusverlust, Hass auf die Schwachen und der Glaube an das ungebremste Wachstum. Zeit, dass jemand etwas dagegen tut.

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valmel 07.01.2017, 14:26
1. Falscher Film?

"Und der Hass auf Gefallene, auf Schwache und Kranke ist bei vielen die Angst vor dem eigenen Zusammenbruch."

Hass auf Schwache und Kranke? Ah ja...
Die heutige Welt ist böse, alle denken nur an sich. Das war früher ganz anders, in Zeiten von Sklaven, Menschenopfern, Völkermorden, Hexenverbrennungen, Kreuzzügen usw.
Da wurden die mit Gewalt erpressten Steuern der ärmsten Bauern natürlich zur Rettung Kranker, Schwacher und Bettler genutzt...

Meine Güte, noch vor 100 Jahren wurden Arbeitnehmer und Kinder bis aufs Blut ausgebeutet. Heute gibt es den Sozialstaat, Tafeln und unzählige ehrenamtliche Helfer, die sich für die schwachen der Gesellschaft einsetzen. Trotz des in uns allen vorhandenen Urtrieb "Gier". Wann in der Geschichte gab es etwas Vergleichbares, was einen solchen "Shitstorm" auf die ach so egoistische Gesellschaft rechtfertigen würde?

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Nox Harrington 07.01.2017, 14:29
2. Zeit, dass sich was dreht!

Danke, Sybille Berg. Wie immer: schräg, aber wahr. Und alles, was jetzt an angegriffen-besserwisserischen neoliberalen Trollkommentaren kommt: ignorieren!

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helmut.alt 07.01.2017, 14:29
3. Schon in der Bibel

gibt es einen positiven Bezug zum Kapitalismus. Die Sache mit den drei Verwaltern, die das ihnen anvertraute Vermögen (5, 3 und 1 Talent) vermehren sollen wenn der Chef nicht da ist. Am Ende wird derjenige, der sein Talent brach liegen lässt und nichts daraus macht in den Kerker geworfen. Die Botschaft soll sein: jeder von uns hat Fähigkeiten und es wird erwartet diese zum Nutzen der Allgemeinheit einzubringen. Nicht mehr und nicht weniger.

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karljosef 07.01.2017, 14:29
4. Ein hervorragender Beitrag, der vor allem von unseren sogenannten 'Volks'parteien gelesen werden sollte!

Vielleicht fehlt noch ein Kommentar, wieviel Geld im Westen in die Kriegsindustrie und die Aufrüstung gesteckt wird, während in Deutschland nach einem Zeitungskommentar bei Tafeln 5000 Leute auf der Warteliste stehen.

Grüße aus dem sich christlich nennenden Abendland

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erdmann.rs 07.01.2017, 14:29
5. Frau Bergs Kolumne

Liebe Frau Berg,

dass ich einem Ihrer Beiträge einmal so - nahezu uneingeschränkt -
zustimmen könnte, hätte ich wirklich niemals gedacht.
Offensichtlich können Sie doch m e h r als nur "männerfeindlich",
feministisch oder Gender, usw.
Danke für diese wirklich nachdenkenswerte Kolumne.

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nadennmallos 07.01.2017, 14:29
6. Wahre Worte, nur ...

... anfangen muss jeder bei sich selbst. Muss selber entdecken wo er steht, wie er damit umgeht und, das vor allem, er muss allein für sich handeln. Auch wenn die Anderen sagen: "Hey, das bringt nix, allein gegen alle, vergiß es ...!" Gier ist der Motor, der uns antreibt (wurde schon ca. 500 v. Chr erkannt und weitergegeben). Daran hat sich bis heute nichts geändert. Und was den Feind betrifft: Der sind wir uns selbst. Nicht der Kapitalismus, das ist nur ein Ergebnis.

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fuxx_1980 07.01.2017, 14:29
7. Was heißt Erfolg?

Erfolg heißt: Ziele (bzw. Wünsche) definieren, einen Plan (eine Strategie) machen und dann zur Tat schreiten. Wer sich diese grundsätzliche Kenntnis angeeignet hat, kann eigentlich gar nicht fallen.
Ihr Pessimismus und Ihre Überzeugung, die Menschen sind grundsätzlich schlecht und böse ist wirklich faszinierend. Wollen Sie wirklich ihr Leben mit diesem Paradigma ausfüllen?

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RDetzer 07.01.2017, 14:30
8. Liebe Frau Berg,

ich bin sofort Kumpel. Das Problem ist einfach, das eine muß gehen, das andere kommen. Der Fortschritt erledigt das.

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Phil2302 07.01.2017, 14:31
9. Der Mensch ist der Mensch

Und das wird sich so schnell nicht ändern. Es war noch nie anders und es wird lange nicht anders sein. Und das ist ok. Schön erkannt: "Jeder ist seines Glückes Schmied." Genau das ist mein Motto. In Deutschland muss niemand auf der Straße leben, jeder kann beantragen, dass eine kleine Wohnung bezahlt wird. Daher fehlt mir auch das Mitleid. Aber: Es gibt einen himmelweiten Unterschied zwischen jemand ist mir egal und ich schade jemandem aktiv. Und solange ich niemandem direkt schade bin ich mir mit im Reinen.

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