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Nach Absage für dieses Jahr: Literaturnobelpreis auch für 2019 unsicher
AFP

Die Schwedische Akademie will erst den Missbrauchsskandal aufarbeiten, bevor der Literaturnobelpreis wieder verliehen wird. Dabei will sie sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen - womöglich gibt es auch 2019 keinen Preis.

Europa! 26.05.2018, 23:34
1. Einerseits - andererseits

Aspekte hat es auf den Punkt gebracht: Nachdem das Nobelpreiskomitee zu borniert war, um Philipp Roth zu Lebzeiten mit dem Preis auszuzeichnen, können die Schweden auch mal eine Runde ganz auf eine Preisvergabe verzichten und sich für dieses und ihr sonstiges Versagen mal ein Jahr lang schämen. Aber so richtig das nach Qualitäts- und moralischen Maßstäben auch sein mag - als weltweites Signal für die Bedeutung der Literatur ist der Nobelpreis doch unersetzlich. Es wäre ein Jammer, wenn er dauerhaft Schaden nähme.

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Dark Agenda 26.05.2018, 00:29
2. Lasst euch Zeit

Ein neuer Preis muss nicht um jeden Preis sein. Findet erstmal ordentliches unpolitisches Personal welches etwas von Literatur versteht und keine unsinnigen Preise vergibt wie die letzten zig Jahre.

Eher noch sollte es einen Preis für entweder Mathematik oder Informatik geben, da gibt es weniger abweichende Meinungen als in der Kunst.

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nantweiner 26.05.2018, 04:05
3. Nabelschau

Wenn die Nabelschau soweit geht, dass eine Akademie, die Weltgeltung haben sollte, die Nabelschau soweit treibt, dass nur noch Nabelschau überbleibt, dann sollte sie einen letzten Rest Würde bewahren und aus dem Gesichtsfeld der Welt verschwinden. Es werden sich doch ein paar Leute finden, die von Literatur etwas verstehen und trotzdem in der Lage sind, sexuelle Nöte dort zu lassen oder dorthin zurückzuweisen, wo sie einer professionellen Arbeit nicht im Wege stehen.

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alternativlos 26.05.2018, 05:45
4. Schweigen der Bücher

Erst einmal ein gutes Zeichen, dass gerade in der Literatur wieder tabufrei diskutiert wird, auch wenn es schwierig ist, gerade in zwischenmenschlichen Beziehungen. Und wo der „weiblichen Stimme“ zu wenig zugehört wurde.

Ich finde es dennoch schade, dass dieser Diskurs nicht zum Gegenstand auch eines oder mehrere Literaturnobelpreises gemacht wird.

Lassen wir doch die Bücher reden anstatt dem Schweigen das Wort zu erteilen. Dafür ist Literatur doch da.

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quark2@mailinator.com 26.05.2018, 06:47
5.

Tja, macht Sinn. Und ich glaube auch nicht, daß das groß was daran ändert, welche Bücher nun geschrieben werden. Diese willkürliche Vergabe dieser wichtigen Preise erschien mir allerdings schon immer zweifelhaft (besonders bei einigen Friedensnobelpreisen, aber z.T. auch bei der Literatur). Man kann sich schon darauf freuen, wie toll das wird, wenn wir da ne Quotenregelung einbauen, damit auch ja immer alles stimmt. Oder man schafft das besser gleich ab, dann erspart man es sich, auf Kosten einiger weniger verdienter Gewinner viele völlig zu Unrecht zu vernachlässigen.

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