Forum: Kultur
Neuer Roman von Martin Walser : Schwer erträglich
DPA

Mit fast 90 Jahren hat Martin Walser ein neues Buch geschrieben. "Statt etwas oder Der letzte Rank" handelt von persönlichen Verletzungen und sexuellen Andeutungen. Kurz: Kokett-narzisstische Walser-Prosa.

Seite 1 von 5
devcom 05.01.2017, 17:05
1. Reich-Ranicki hatte Recht

mit seiner Kritik an Walser. Er ist kein Schriftsteller von Format. Jetzt äusserst er sich auch noch politisch und jubelt Merkel zu. Nun ja, er lag schon immer total daneben mit seinen Analysen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
santoku03 05.01.2017, 17:08
2.

Hmm, Walser war ja immer schon ein bisschen klebrig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Chefredakteur 05.01.2017, 17:23
3. Selber Schuld!

Über den Kopf von Martin Walser schwingt der Holocaustskeule. Das hat er selbst zu verantworten. Walser ist ein verlorener Schriftsteller der nie ankommt!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
julia-s12345 05.01.2017, 17:27
4. meine Meinung: nicht lesen

Der Herr war für mich immer das unterste, was es in der Literaturschublade gab. Da bevorzuge ich lieber eine Charlotte Roche. Seine sexuelle Unzufriedenheit hat mich genauso wenig interessiert wie alles andere!
Einfach überflüssig! Wenn das der wichtigste Intellektuelle Deutschlands sein soll, dann gute Nacht Deutschland!
Er ist der überflüssigste!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
unky 05.01.2017, 17:41
5. Fehlendes Literaturverständnis?

Kann es sein, Herr Lohr, dass Sie noch zu jung sind, um diese Gedanken und Empfindungen eines 90-Jährigen verstehen zu können? Ich finde in Ihrer "Literaturkritik" keinen wirklichen Beleg dafür, dass dieses Büchlein nichts taugt. Jedoch empfinde ich Ihren Text so, als hätten Sie keinerlei Verständnis für das, was Walser am Ende seines Lebens noch mitteilen möchte.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stefan.albrecht@virgilio. 05.01.2017, 18:27
6. Dichterlesung wäre köstlich

Na da kann man ja nur hoffen, das Walser auch mit Dichterlesungen das kulturell hochentwickelte Volk beglücken wird. Das wird dann so ähnlich, wie bei Loriot, als dieser mit Lederjacke "gerüstet" einen vollkommen zusammenhanglosen Unsinn vorgetragen hat. Nur wird Walser das ganze vermutlich ernst meinen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Stephan C.Daniel 05.01.2017, 18:29
7. OH JA! Schwer erträglich!

Sehr geehrter Herr Lohr,
durch Zufall bin ich auf Ihren Artikel gestoßen. Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, diese Buch für uns zu lesen. Eines gleich vorweg: Ich kenne kein einziges Buch von Herrn Walser und bin somit vollkommen unvoreingenommen und neutral.
Bei Ihrer Überschrift ("Schwer erträglich") habe ich mir schon die Frage gestellt: Was möchten Sie mir damit sagen? Also haben Sie mich neugierig gemacht. Was treibt eigentlich einen Journalisten dazu an, der Welt zu verkünden was er doof findet? Ich habe kürzlich mal ein paar Leute in ein er Buchhandlung beobachtet... auch ein paar Gespräche gelauscht. Ganz im Ernst: Niemand hat die Verkäufer gefragt: "Welches Buch können Sie mir nicht empfehlen?" Im dritten Absatz habe ich dann abgebrochen, weil zu erkennen war, dass Sie scheinbar keine Freude mit dem Buch hatten. Der Text klingt beinahe so, als sei Ihnen dabei übel geworden. So kommt es zumindest bei mir an. Am Ende stelle ich mir dann schon die Frage, was Ihnen eigentlich einfällt, mir meine Zeit zu rauben. Und wer so schreibt, sollte lieber nicht über andere Schreiber urteilen. Mit "wer so schreibt" meine ich nicht die Rechtschreibung, den Style oder ähnliches. Nein! Damit meine ich Ihre offensichtliche Unfähigkeit konstruktiv zu kritisieren. Hey Mann! Wenn Ihnen das Buch keinen Spaß macht, dann legen Sie es verdammt nochmal zur Seite und schnappen Sie sich ein anderes Buch oder suchen Sie wenigstens die Punkte heraus, über die es lohnt zu sprechen. Kein Mensch will so einen Unsinn lesen. Warum kommt ein Buch in die Spiegel-Bestsellerliste? Sicher nicht auf Grund der realen Nachfrage. Doch wohl eher auf Grund der Strukturen im Buchhandel, oder besser gesagt auf Grund eines entsprechenden Marketingbudgets. Mich würde mal interessieren, wie Sie auf dieses Buch aufmerksam wurden. Hat der Verlag bei Ihnen angerufen? Sind sie in der Buchhandlung darüber gestolpert? Mal im Ernst: Wie läuft das eigentlich ab bei Ihnen in der Redaktion. Wann bekommen Sie Wind von dem Buch und nach welchen Kriterien entscheiden Sie, sich letztlich die Zeit dafür zu nehmen, es zu lesen? Kurz: Schwer erträglich fand ich vor allem Ihre Einleitung. Was dann gleichzeitig die Amazon/Thalia Werbeverlinkungen auf dieses Buch, welches Sie gar nicht empfehlen, dabei sollen, ist mir ein Rätsel?! Sehen Sie es mal so: Ein Koch bietet mir ja auch nicht die Rezepturen seiner Speisen an, die er zuvor zeitintensivst durchprobiert hat, aber letztlich nicht schmecken. Er wird mir vermutich das Rezept präsentieren, von dem er überzeugt ist. Denken Sie bitte beim nächsten Buch mal darüber nach.
Viele Grüße
Stephan C. Daniel

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peter.herm44 05.01.2017, 18:40
8. Ach, der Herr Walser...

Nein, Herr oder Frau unky: Der Autor dieser hellsichtigen Kritik ist nicht zu jung.
Nur ist was Herr Walser uns mitteilen will, mal wieder so verschwurbelt und binsenweis,
wie eben das meiste von diesem völlig überschätzten Autor schon immer war. Seine Art, immer haarscharf am richtigen Ausdruck, an der richtigen Formulierung vorbeizuschrammen, ist in der Tat einfach unerträglich und
hat ihm ja auch anläßlich seiner Pauls-Kirchen-Rede (wo er selbstverständlich nur "mißverstanden" wurde)
entsprechende Kritik und Häme eingetragen. Irgendwie kommt er einem inzwischen fast wie
Thomas Gottschalk vor: jemand, der nicht weiß, wann es Zeit ist, von den Tantiemen zu leben und die Mitmenschen nicht mehr zu behelligen. Es gibt allerdings einen ganz außergewöhnlich guten deutschsprachigen Autor namens Walser. Der ist freilich schon tot und heißt mit Vornamen Robert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
adal_ 05.01.2017, 18:47
9. Greisenliteratur?

Zitat von unky
Kann es sein, Herr Lohr, dass Sie noch zu jung sind, um diese Gedanken und Empfindungen eines 90-Jährigen verstehen zu können?
Kann es sein, dass Sie der Meinung sind, man muss vergreist sein, um Greisenliteratur zu verstehen? :-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5