Forum: Kultur
Neues Album "Revival": Eminem und der vergeigte Elfmeter
Brian Kelly/ Shady Records/ Universal

Wer, wenn nicht Rap-Superstar Eminem hätte das Album zur Spaltung der US-Gesellschaft abliefern können? "Revival" ist jedoch leider - ein Desaster.

Seite 1 von 3
start.today 16.12.2017, 12:41
1. naja

"Ein weißer Mann also, der sich, könnte man argumentieren, auf dem Rücken schwarzer Kultur ein komfortables Leben erwirtschaftet hatte - und jetzt auch noch ihren Protest besetzt."
Könnte "man" tatsächlich so argumentieren, oder hat es vielleicht eher nicht so viel mit hautfarbe zu tun, ob man gegen trump sein darf? Ist "man", wenn man so argumentiert, nicht wahrscheinlich eher nur ein fauler schreiber, der meinungen aus leicht erzürnbaren twitter accounts oder vice arikeln kopiert, ohne groß darüber nachzudenken ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
remixbeb 16.12.2017, 13:00
2. start.today

Danke. Dieser Widerspruch ist mir auch aufgefallen. Ich war noch nie ein großer Eminem Fan, auch wenn ich seit meiner Jugend Hip-Hop / Rap höre. Aber dieser Komplett-Verriss des neuen Albums scheint mir auch etwas zu viel des Guten. Mir scheint eher, dass da irgendwelche Hoffnungen beim Schreiberling nicht erfüllt wurden und deshalb die negative Rezension.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
CoraU 16.12.2017, 13:05
3. naja

Da hat das neue Werk einfach irgendwie die Erwartungen des Autors nicht getroffen.
Mehr nicht.
Mir gefällt´s prima.Hat auch lange genug gedauert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
540flair 16.12.2017, 13:05
4. absolute Frechheit eines Reviews

Dennis Pohl,
wo soll ich ansetzen um zu erklären, warum ihr Review eine Frechheit ist ? Zuerst könnte man anführen, dass das Album keinen Titel mit dem Namen "Undefeated" enthält, Sie spielen wahrscheinlich auf "Untouchable" an. Immerhin scheinen Sie den Inhalt dieses Songs noch periphär tangiert zu haben. Respekt. Zur Promotion des Albums per BET Awards : ein "weißer Mann also, der sich, könnte man argumentieren, auf dem Rücken schwarzer Kultur ein komfortables Leben erwirtschaftet hatte" ... auf dem Rücken? Haben Sie eigentlich sich eigentlich in irgendeiner Form damit beschäftigt, was Eminem veranstalten musste, um überhaupt von Dre unter Vertrag genommen zu werden? ... Absolute Falschaussage. "auf dem Rücken". Nächster Absatz: "Framed" ist frauenfeindlich ... JA ACH WAS der Song spielt auf den Relapse-Sound an, der vom Horrorcore lebt, alle Aussagen auf diesem Track sind SARKASTISCH! Meine Güte, soll man am Ende jedes Eminem - Songs erwähnen, dass der Inhalt nicht ernst gemeint ist? Es gibt einen Song namens "FACK" und trotzdem trat Eminem mit Elton John auf, um Stan zu performen. Um den Rest ihres "Reviews" zu zerlegen fehlt mir leider die mentale Durchhaltekraft. Immerhin haben Sie erkannt, dass "Need Me" ein schwacher Song ist.
Als Letztes: "Vielmehr waren seine Texte Lehrstücke darin, auf sehr clevere und talentierte Weise Belangloses zu ventilieren" ... Wenn Ihnen die Themen von Eminem (Beziehungen zu Kim, Hailie, Drogenprobleme, Rassismus, "Frauenfeindlichkeit") nicht zusagen, sollten Sie die nächsten Musikreviews vielleicht einem Ihrer Kollegen überlassen. Um das Ganze mal in Perspektive zu setzen: Ihr Artikel enthält wahrscheinlich weniger Wörter als "Castle" & "Arose" (diese beiden Songs hängen zusammen, falls Ihnen das bei solch einem tiefgründigen Review entgangen sein sollte), welche durch Storytelling und absolute Rap-Oberklasse bestechen. Dafür haben Sie eine gehörige Portion "Belangloses" mehr in diesen Artikel gepackt, als auf Em's gesamtem neuen Album zu hören ist.

PS: Ich habe diesen Account nur erstellt, um diese Frechheit eines Reviews mit angebrachter Kritik zu versehen.

LG

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stranzjoseffrauss 16.12.2017, 13:19
5. Um das Jahr 2002 hat auch SPON noch ordentliche Arbeit geleistet

man erinnert sich noch an reflektierte Reviews wie bspw. für das damalig aktuelle Album von Andrew W.K.
Aber leider stimmt die Tendenz des Revival-Verrisses, und was mich am aktuellen Eminem-Album am meisten ärgert ist Schwerfälligkeit des Gesangs und die teilweise billig klingende Instrumentalisierung, als hätte er sich an Trio anno 1981 orientiert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
MichaelPeter 16.12.2017, 13:24
6. lächerlich

"Ein weißer Mann also, der sich, könnte man argumentieren, auf dem Rücken schwarzer Kultur ein komfortables Leben erwirtschaftet hatte - und jetzt auch noch ihren Protest besetzt."

Wer sich einmal (was man natürlich voraussetzen würde) mit der Biographie und Lebensgeschichte des genannten Künstlers beschäftigt hat schüttelt bei Aussagen wie dieser solange er klar bei Verstand ist nur fassungslos mit dem Kopf. Man sollte bei einer Kritik voraussetzen das sich der Kritiker mit dem worüber er redet auskennt, oder ist das zu viel verlangt? Ich gebe start.today völlig recht, finde die Reaktionen allerdings viel zu sanft. Ich finde in so ziemlich jedem Paragraph mindestens 2 deutliche Hinweise darauf das sich nicht annähernd ausreichend mit Eminem oder dem Album selbst beschäftigt wurde. So wird zum Beispiel an vielen Stellen so etwas wie die provokativen Anstachelungen an Trumps Ehefrau Ivanka kritisiert, unter dem Aufwand das "Protest nicht mithilfe von Bildern misshandelter Frauen ausgedrückt werden müsste", und das obwohl gerade diese provokative Art ihn unter anderem ausmacht und gerade diese Provokationen Reaktionen auslösen die in dieser Situation so wichtig sind. Aber der Frauenrechtler kommt eben gut rüber und überzeugt, hab ich Recht? Selten so eine schlechte Kritik gelesen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
AntiMonetarist 16.12.2017, 13:40
7.

Das letzte Eminem Album, welches bei mir in Heavy Rotation war ohne tracks zu skippen (überspringen) ist "Relapse". Alles was danach herauskam, konnte nicht mehr an seine früheren Platten anknüpfen. Weder "Recovery" noch "Marshal Mathers LP 2".

Beitrag melden Antworten / Zitieren
berryket 16.12.2017, 14:05
8. Lächerlich, haben Sie überhaupt die Songs zu Ende gehört???

Also dieser Kommentar ist beschämend für den Spiegel. Ich stimme dem obigen Kommentar von 540flair in jeder Hinsicht hinzu. Aber was mich besonders ärgert: Haben Sie überhaupt die Lyrics gelesen? Ein paar quotes von Untouchable, (nicht Undefeated...):

"Wait, why is there black neighborhoods?
'Cause America segregated us
Designated us, to an area
Separated us
Section-eight'd us"

"So the whole nation feels like a plantation field
In a country that claims that it was
foundation on based on united states ideals
That had its Natives killed
Got you singing the Star Spangled Banner to a piece of cloth
that represents the land of the free that made people slaves to build"

Diese Aussagen erschüttern den Gründungsmythos der USA und formulieren die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft auf eine Art, die einfach unnacharmlich ist. Und sie gehen nicht mal drauf ein, zitieren dafür aber einen Vers, der im Part 1 von Untouchable in den ersten 2 Minuten gerappt wird und sehen darin eine finale "Einsicht" Ems? Dabei lassen Sie den vierminüting 2. Part einfach komplett außer Acht. Ihre Kritik samt Ihrer oberflächlichen Recherche empfinde ich als eine Frechheit gegenüber ihrer Aufgabe, diesem großen Künstler und seinen echten Fans! Wenn Sie sich nicht mit Hip Hop und Rap auskennen und ebenso wenig mit der Biographie Eminems, dann BITTE schreiben Sie keine Themen mehr darüber. PS: Ich habe den Account nur für diesen Kommentar erstellt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
kuroro_luzifer 16.12.2017, 14:07
9. Veto

Ich habe das Album noch nicht gehört, kann mir aber sehr gut vorstellen, dass der Autor mit seiner Review recht behält. In einem Punkt muss ich aber deutlich widersprechen. Nämlich, dass Eminem seit 2009 nur Ausschussware produziert hätte. Schonmal was von Recovery oder Bad meets Evil 2 gehört? Auch wenn es inhaltlich nicht neuartig war, da hat Eminem Rap auf ein technisches Niveau gehoben, dass nur ganz ganz wenige Künstler bis heute erreicht haben.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3