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Neues Album von David Byrne: Wie ein Glas O-Saft am morgen
Jody Rogac/ Warner Music

Tanzen und sich ins Tier hineinversetzen: Post-Punk-Altmeister David Byrne kontert die politisch finsteren Zeiten auf seinem erfrischenden neuen Album "American Utopia" mit Club-Sounds und Naivität.

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thewestisthebest 09.03.2018, 20:55
1. träume

das erstaunliche ist doch, das es dieser amerikanische traum ist an dem man sich abarbeiten kann, den man kritisieren kann, den man lächerlich machen kann, aber es gibt keinen anderen.

es gibt keinen deutschen traum noch gibt es einen chinesischen, es gibt nur diesen amerikanischen traum der besagt jeder kann werden was er will, wenn er denn will.

alle anderen träume lösen sich ganz schnell in albträume auf.

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carinanavis 09.03.2018, 21:07
2. bemerkenswert

das Byrne in diesem Alter noch so frisch/jugendlich klingt und seine Kreativität bewahrt hat. Im Zusammenhang mit den Talking Heads nur das Genre "Post-punk" oder "Kunst/Art-Pop" zu nennen ist aber ziemlich daneben. Die Band und David Byrne gehörten zu DEN wegweisenden New Wave-Musikern der späten 70er und 80er Jahre. Es gibt im Grunde keinerlei Punkelemente in deren Musik, eher noch Funk und Rhythm&Blues und manches andere. Die Nähe zum Punk liegt bestenfalls in frühen Auftritten des Vorprogramms der Ramones.

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albertaugustin 09.03.2018, 22:12
3. Man sollte am Morgen

ohnehin keinen Orangensaft trinken, fast alle diese Säfte sind entweder "gepanscht" oder rückverdünntes Konzentrat.

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carinanavis 09.03.2018, 22:24
4. amerika

Zitat von thewestisthebest
das erstaunliche ist doch, das es dieser amerikanische traum ist an dem man sich abarbeiten kann, den man kritisieren kann, den man lächerlich machen kann, aber es gibt keinen anderen. es gibt keinen deutschen traum noch gibt es einen chinesischen, es gibt nur diesen amerikanischen traum der besagt jeder kann werden was er will, wenn er denn will. alle anderen träume lösen sich ganz schnell in albträume auf.
ist und war ein Alptraum für viele Millionen Menschen, angefangen mit der Ausrottung der Indianer und Jahrhunderte dauernden Versklavung und Entrechtung der Schwarzen. Wenn man die soziale Ungerechtigkeit von heute sieht und die vielen Kriege die die USA führen, ist Deutschland ein Paradies dagegen. Man kann halt auch ganz naiv nur die schöne Seite Amerikas angucken (die es auch gibt). David Byrne let auf der Sonnenseite des Lebens, dennoch ist er kein naiver Propagandist des verlogenen "amerikanischen Traums" wie etwa ein Trump.

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trashschollie 10.03.2018, 23:24
5. Punkvergangenheit? In zehn kalten Wintern nicht.

Recht langweilig was der ehemalige Frontman der Talking Heads da abliefert. Der Schwung ist dahin. Aber gut, das bringt das Alter so mit sich.

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sonic29 10.03.2018, 01:24
6. Post-Punk

Zitat von carinanavis
das Byrne in diesem Alter noch so frisch/jugendlich klingt und seine Kreativität bewahrt hat. Im Zusammenhang mit den Talking Heads nur das Genre "Post-punk" oder "Kunst/Art-Pop" zu nennen ist aber ziemlich daneben. Die Band und David Byrne gehörten zu DEN wegweisenden New Wave-Musikern der späten 70er und 80er Jahre. Es gibt im Grunde keinerlei Punkelemente in deren Musik, eher noch Funk und Rhythm&Blues und manches andere. Die Nähe zum Punk liegt bestenfalls in frühen Auftritten des Vorprogramms der Ramones.
Post-Punk ist - daher auch "post" - eben explizit kein Punk. Und "New Wave" ist ein wesentliches Unter-Genre des Post-Punk. Von daher war der Herr Borcholte zwar etwas unpräzise - aber sicherlich nicht daneben. Davon abgesehen teile ich Ihre Einschätzung, insbesondere was das aktuelle Schaffen betrifft. Spannende Platte!

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Marhaus 10.03.2018, 09:30
7. Der sieht eigentlich nicht aus wie ein tanzender Affe.

"Tanzen und sich ins Tier hineinversetzen"

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Badala 10.03.2018, 09:59
8. Mehr als Überschrift und Tetrapak

Zitat von albertaugustin
ohnehin keinen Orangensaft trinken, fast alle diese Säfte sind entweder "gepanscht" oder rückverdünntes Konzentrat.
Auch wenn Sie wohl nur die Überschrift des Artikels gelesen haben und die Orangensaft-Frage hier ziemlich egal ist: Es soll auch so etwas wie frisch gepressten O-Saft geben.

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rgsf 10.03.2018, 10:05
9. Die Kunst

also die Lebenskunst, besteht doch auch darin zu träumen. Der amerikanische Traum ist da (immer noch) sehr „powerful“, besonders wenn man aus dem engeren Europa kommt. Natürlich träumen meine amerikanischen Freunde zB von erschwinglicher Bildung und Gesundheitswesen für Alle. Immer eine Sache der Perspektive. Wie auch David Byrne‘s Ansatz: warum nicht den Alltag mal ausblenden, warum nicht mal positiv denken, warum nicht mal die Perspektive wechseln? Schlechtmacher, Meckerer und Psychopathen wie Trump gibt’s doch schon genug. Und man lebt nur einmal...

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