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Özil und Rassismus: Integrierte Mitbürger machen Stress
DPA

Toll! Die aktuelle Debatte um Özil zeigt, dass wir schon viel weiter sind, als wir dachten. Denn die Integrierten sind so integriert, dass sie sogar mitreden, wer zu Deutschland gehören soll und wer nicht.

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Sportzigarette 28.07.2018, 13:07
1. megamultikulti:-)

Ja, das ist doch mal ne gute Nachricht und treibt dem rechtem Wutbürger mal wieder den Schaum vor den Mund! Multikulti ist Realität in diesem Land und das läßt sich nicht rückgängig machen, so viel Ihr auch dagegen ankämpft. Es ist zu spät, der Kampf dagegen verloren. Also reißt Euch endlich am Riemen, hört auf zu jammern und macht das Beste draus für unser Land!

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Alter Falter 28.07.2018, 13:07
2.

Jaja, ist ja gut. Und immer die Vergleiche mit Matthäus, Schröder, Gabriel....wir haben ja begriffen. Was auch dieser Kommentar nicht begreifen will: Mit Ausnahme von Loddar (für den sich niemand mehr interessiert, genauso wenig wie für Poldi) haben alle anderen diplomatische und politische Aufträge erfüllt. Ganz im Gegensatz zu Herrn Özil. Hier wurde völlig ohne Not einem Diktator _gehuldigt_ aber gut. Wer Rassismus will, der kriegt es auch. Aber irgendwann ist dann auch wieder Ende.

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Titanus 28.07.2018, 13:09
3. Pluralismus

Das ist die Sicht der Autorin. Aber viele, viele Deutsche (und andere Menschen in ihren jeweiligen Heimatländern) sehen das eben nicht so. Die Ethnie und die Kultur bestimmen sehr wohl, wer wo "hingehört". Was ist daran verwerflich? Pluralismus ist eine tolle Sache. Wieso streben manche Leute eine Aufhebung dessen an? Böse Stimmen würden hier evtl. sogar wirtschaftliche (oder politische) Gründe anführen, aber soweit will ich gar nicht gehen...

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Lmeter 28.07.2018, 13:11
4. Integration

Bedeutet Angebot und Nachfrage bei dem einleben, die Kultur kennenlernen etc.
Ob und wie man die Angebote wahrnimmt liegt den zu integrierenden Personen.
Wer sich nicht willkommen fühlt wird es auch niemals sein egal wie nett man zu der Person ist. An fehlenden Angeboten vom Staat und der Gesellschaft liegt es nicht.
Interessant das man Özil Foto relativieren will, weil es andere auch gemacht haben. Vor allem Politiker. Das ist ihr Job solche Fotos zu machen. Das gehört in die Aufgabenbereiche eines Ministers.
Matthäus und Co sind ehemalige und deren Verfehlungen interessieren nur klatsch Medien auch aus gutem Grund.

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brux 28.07.2018, 13:13
5. Meine Meinung

Özil ist mit Sicherheit kein brillianter politischer Kopf. Das Foto mit Erdogan hat deshalb nur einen möglichen Inhalt: "Einmal Türke, immer Türke."
Das ist ja auch, was Erdogan öffentlich in Deutschland postuliert hat.
Natürlich sagen das auch fremdenfeindliche Deutsche und dann ist es Rassismus (im erweiterten Sinne).
Nur ist es eben auch eine ganz bewusste Abgremzung von Seiten Özils. Die Deutschenfeindlichkeit mancher Türken ist ja bekannt und wird hier bedient.

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Phil2302 28.07.2018, 13:14
6. Tja

Kann man so sehen. Dann darf man sich aber nicht wundern, warum viele gegen Einwanderung sind. Ich verstehe es nicht. Es gibt eine Kultur A in Land A, und eine Kultur B in Land B. A und B sind zufrieden mit ihrer Kultur. Jetzt kommen Leute aus Land B nach Land A, und anstatt sich anzupassen, sagen sie, nein, hier soll jetzt auch Kultur B stattfinden. Die Menschen aus Land A wollen aber keine Kultur B - und trotzdem ist der Tenor des Artikels, dass sie Pech haben, weil es egal ist, was der Status Quo ist? Was ist eigentlich, wenn die Menschen aus Kultur B diese nervigen Gesetze der Verfassung abschaffen wollen, ist das dann auch deren gutes Recht? Wen interessiert, welche Verfassung zuerst da war, warum führt man nicht die Verfassung eines anderen Landes ein? In Bonn versteht man ja die Aufregung nicht, wenn Schwimmzeiten eingeführt werden, bei denen Männer und Frauen getrennt schwimmen. Warum regt es die Menschen auf, wenn Rechte, für die lange gekämpft wurde (Gleichberechtigung Mann und Frau) wieder geändert werden? Ist doch egal, wer zuerst da war, richtig?

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milpark 28.07.2018, 13:16
7. "Integrierte Mitbürger machen Stress", wenn sie Muslime sind !

"Toll! Die aktuelle Debatte um Özil zeigt, dass wir schon viel weiter sind, als wir dachten. Denn die Integrierten sind so integriert, dass sie sogar mitreden, wer zu Deutschland gehören soll und wer nicht."

Vermutlich ist das ironisch gemeint. Der angeblich integrierte Özil jedenfalls hat für sich entschieden, dass er nicht zu Deutschland gehört. Und das keineswegs erst, seitdem er seinen Präsidenten in der Türkei gefunden hat. Aber es ist Özils freie Entscheidung, und wer wollte ihm diese verwehren? Objektiv betrachtet ist Özil zu danken. Er hat einen guten Teil der Multikulti-Fassade des Potemkinschen Dorfes "Merkel-Deutschland" im Handstreich weggerissen und damit die Heuchler entlarvt. Es muss wohl nicht mehr extra darauf hingewiesen werden, dass es derlei Probleme fast ausschließlich mit Muslimen gibt. Die vielen anderen Menschen mit fremden Wurzeln hier im Land legen statt eines larmoyanten ein loyales Verhalten an den Tag.

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lemke.udo@dd-v.de 28.07.2018, 13:16
8.

Dass Özil Deutschland nichts schuldet, stimmt nicht ganz: Weil er deutsche Fußballschulen durchlaufen hat, ist er Weltmeister geworden. In der Türkei wäre trotz seines Talentes nicht so weit gekommen, so wie die Türkei in den nächsten hundert Jahren nicht Weltmeister werden wird - schon weil sie ihre kurdischen Talente nicht integriert. Nebenbei: Zum Millionär ist Özil ebenfalls in Deutschland geworden.

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aggro_aggro 28.07.2018, 13:18
9. Aber

Was viele Deutsche nicht verstehen ist, weshalb Millionen Türken sich selbst als Türken bezeichnen, Erdogan wählen, türkisch sprechen und ihren Kindern verbieten Deutsche zu heiraten (oder es ihnen zumindest nahe legen Türken zu heiraten). Und das obwohl sie und schon ihre Eltern in Deutschland aufgewachsen sind. Özils Vater war zwei Jahre alt, als Özils Großvater nach Deutschland kam. Ähnlich wie bei Süle (ungarischer Großvater). Aber Özil wird als Deutschtürke bezeichnet oder sogar als Türke - auch von der eigenen Familie, von Erdogan und von sich selbst. Süle ist noch nie als Deutsch-Ungar bezeichnet worden... Und von Verbindungen zu Viktor Orban ist auch nichts bekannt. Die Türken sind schon spezielle Einwanderer so viel über Jahrzehnte konservierten Nationalstolz auf das Land ihrer Vorfahren haben die meisten Einwanderer halt nicht. Albaner vielleicht noch. In Frankreich oder den USA ist das undenkbar, da hat man gefälligst nach sechs Monaten die Trikolore oder das star-spangled-Banner zu schwenken.
Die Debatte ist gut, weil nun gerade Türken der zweiten und dritten Generation über ihre Integration nachdenken und reden. Und Wer Wo noch Handlungsbedarf hat um die Akte zu schließen.

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