Forum: Kultur
Oscars 2019: Ellen DeGeneres bringt Kevin Hart erneut für Moderation ins Spiel
Getty Images

Moderiert Kevin Hart doch die Oscars? Nach seinem Rücktritt wegen Kritik an homophoben Witzen in der Vergangenheit hat Ellen DeGeneres sich für den 39-Jährigen stark gemacht - und bekommt dafür Gegenwind.

Seite 1 von 2
dasfred 05.01.2019, 12:43
1. So geht es nicht Ellen

Er hat sich nun einmal dauerhaft disqualifiziert. Seine gestammelte Entschuldig kam erst, als sein auf Homophobie gegründetes Programm massiv öffentlich kritisiert wurde. Ich weiß nicht was Ellen mit ihm privat verbindet, aber sie kann ihm nicht im Namen der LGBT Community die Absolution erteilen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
m82arcel 05.01.2019, 13:34
2.

Wenn jemand erst sagt, nicht um Entschuldigung bitten zu wollen, es dann aber lediglich aus Angst um die eigene Karriere doch tut, was ist die Entschuldigung dann wirklich wert?
Zudem hatte ihm niemand verboten, die Oscars zu moderieren, sondern er hat sich selbst von der Moderation zurück gezogen. Sich jetzt deshalb als Opfer zu präsentieren, ist auch wieder ziemlich verlogen. Dass Ellen DeGeneres dies nun auch noch unterstützt, ist mir absolut unbegreiflich. Ich habe gerade gestern ihr hervorragendes Special "Relatable" gesehen, in dem sie mehrfach auch auf latente Homophobie anspielt und dazu aufruft, alle Menschen unabhängig von Sexualität und/oder Geschlecht als gleich viel Wert zu betrachten. Wie kann man da jemanden unterstützen, der öffentlich äußert, Angst zu haben, dass sein Sohn homosexuell werden könne? Ganz so "Relatable" ist sie dann wohl doch nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
torren 05.01.2019, 13:40
3. Vorraussetzung?

Ich kann mich ehrlich gesagt nicht erinnern, dass eine Vorraussetzung für den Job als Oscar-Moderator war, dass man sich für die LGBT-"Communiity" (wie auch immer die aussehen soll) einsetzen muss. Kevin Hart ist ein Comedian/Schauspieler, kein Politiker oder Aktivist.

Wo steht in dem Artikel eigentlich, dass DeGeneres Harts Entschuldigung im Namen der Community annimmt? Das "wir lieben dich" bezieht sich allgemein auf die große Gruppe von Menschen, die nicht darauf aus sind, Harts Karriere zu zerstören, nicht auf die LGBT-Community als ganzes. Aber wenn man sich aufregen möchte, muss man es mit der Lesekompetenz eben nicht ganz so genau nehmen.

@ dasfred: Kevin Harts Programm ist also auf Homophobie gegründet. Haben Sie dafür Belege? Kleiner Tip: Ein bis zwei Witze in dieser Richtung pro Special und ein paar Kommentare auf Twitter in der Richtung unterstützen diese Lesart nicht. Ich erwarte, dass Sie belegen können, dass Homophobie der Grundpfeiler von Harts Programmen ist.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Jott 05.01.2019, 14:46
4.

Liebe Vorredner, das ist so nicht richtig: Er hat sich bereits mehrfach, schon vor Jahren, für seine dummen Tweets entschuldigt. Das diese Tweets jetzt, direkt nach der Bekanntgabe seines Engagements bei den Oscars, wieder hervorgekramt wurden, ist natürlich ein Angriff auf ihn. Das komplette Gespräch mit Ellen gibt's btw auf ihrer Homepage zu sehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dasfred 05.01.2019, 14:50
5. Zu Nr. 3 torren

Wenn Kevin Hart gepostet hätte, ich könnte es nicht ertragen, wenn mein Sohn schwarz wird, dann hätte das noch einen Anflug von Humor und Selbstironie. Einfach auf den Schwuppen rumhacken, weil das beim primitiv Publikum gut ankommt, ist unterste Humorschiene und kein Zeichen für einen talentierten Comedian. Was mir richtig auf den Senkel geht, ist seine halbherzig nachgeschobene Entschuldigung. Keine echte Reue für gedankenlose blöde Witze aber auch nicht Manns genug, zu seinen früheren Postings zu stehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
martinm70 05.01.2019, 15:00
6. Die Aufregung erscheint übertrieben

Aber es ist vermutlich doch besser wenn jemand anders die Oskars moderiert, sonst wird man mehr darüber diskutieren ob das nun richtig war das er es trotzdem macht oder nicht anstatt um das was es geht, die Filme.

Ich meine gibt doch wirklich genug andere Schauspieler die das tun könnten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
multi_io 05.01.2019, 15:10
7.

Zitat von dasfred
Er hat sich nun einmal dauerhaft disqualifiziert. Seine gestammelte Entschuldig kam erst, als sein auf Homophobie gegründetes Programm massiv öffentlich kritisiert wurde. Ich weiß nicht was Ellen mit ihm privat verbindet, aber sie kann ihm nicht im Namen der LGBT Community die Absolution erteilen.
Wer hat ihn denn offiziell "im Namen der Community" beschuldigt? Und was für 'ne reale Relevanz würde das haben? Hat "die Community" Vetorechte bei der Bestimmung des Oscars-Moderators? DeGeneres kann "Absolutionen erteilen" wie sie lustig ist und tun und lassen was sie will.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
viceman 05.01.2019, 15:59
8. was hat denn

der comedian schlimmes getan? ein paar miese Witze, das ist doch wohl sein job. die Aufregung der ?besseren? kann ich nicht verstehen, was maßen die sich an? wegen ein paar dummer sprüche, diese überkorrektheit nervt...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
thommy_mulla 05.01.2019, 17:29
9. Ich habe 1987 auch mal was gesagt...

...was ich 2002 bereut habe. Das wird jetzt wieder aufgebauscht und nächste Woche wird eine andere Sau durchs Dorf getrieben. Ist hier in den Kommentaren eigentlich ein einziger Homosexueller Mensch, der den Typen deswegen jetzt abgrundtief hasst? Steht man da nicht drüber? Ist ja nicht so, als dass er vorgestern einen in der U-Bahn angespuckt hätte...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 2