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Platz 4 beim ESC: Der Michael nervte nicht
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Endlich gab es wieder viele Punkte für Deutschland: Michael Schulte kam beim ESC überraschend auf Platz vier. Wie konnte das passieren?

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Freifrau von Hase 13.05.2018, 14:05
10. Wird überbewertet

"Der Song war ok, inhaltlich aber sehr empathisch und persönlich, die Leute konnten sich damit identifizieren. Das ist das entscheidende, dass die Leute sich damit identifizieren können."

Na ja, die Hälfte der Leute hat wahrscheinlich gar nicht verstanden, was da gesungen wurde. :-)

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ste.reg 13.05.2018, 14:29
11.

"Na ja, die Hälfte der Leute hat wahrscheinlich gar nicht verstanden, was da gesungen wurde."

Sie unterschätzen das Publikum. Das durchschnittliche ESC Publikum ist ja doch eher weltoffener und toleranter als der Rest. Und zur Völkerverständigung gehören auch erweiterte Sprachkenntnisse - und da ist Englisch ja schon ewig das absolute Mindestmaß.
Nur weil sich unsere politische Elite (Generation 50/60+) regelmäßig blamiert, heißt das nicht, dass die ESC Zielgruppe dem nicht schon längst entschwunden ist und deutlich weiter ist.

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mirage122 13.05.2018, 16:19
12. Nun mal "Butter bei die Fische"

Allein die Aussage von ste-reg ist eine absolute Beleidigung. Ich habe die Generation 50-60 längst überschritten, aber unsere Sprachkenntnisse sind dank einer guten Schulausbildung auf jeden Fall so, dass wir es mit den jungen Leuten um Längen aufnehmen können. In einer Stadt wie Hamburg gibt es nun mal viele Touristen. Da kann ich sehr gut beobachten, wie hilflos sich unsere jungen Leute aufführen, wenn sie "ausländisch" angesprochen werden. Aber die Generation 50 bis 60 meistert sämtliche Kommunikationsprobleme mit links. Und der Michael Schulte hat sich nicht verbiegen lassen und wird das auch nicht tun. Das macht ihn so authentisch und sympathisch. Und wegen der Aussagen über seinen verstorbenen Vater ist ihm vielleicht gerade die ältere Generation sehr nahe.

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cobaea 13.05.2018, 16:53
13. krampfhafte Erklärungsversuche

Diese Erklärungsversuche sind doch für die Katz'. Was in einem Jahr gut abschneidet, hat im nächsten keine Chance. Warum? Weil sich der Publikumsgeschmack ändert und weil die Jurys jedes Mal anders zusammengesetzt sind.

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wallaceby 13.05.2018, 17:02
14. Und sie unterschätzen diejenigen, die mit diesem...

Zitat von ste.reg
"Na ja, die Hälfte der Leute hat wahrscheinlich gar nicht verstanden, was da gesungen wurde." Sie unterschätzen das Publikum. Das durchschnittliche ESC Publikum ist ja doch eher weltoffener und toleranter als der Rest. Und zur Völkerverständigung gehören auch erweiterte Sprachkenntnisse - und da ist Englisch ja schon ewig das absolute Mindestmaß. Nur weil sich unsere politische Elite (Generation 50/60+) regelmäßig blamiert, heißt das nicht, dass die ESC Zielgruppe dem nicht schon längst entschwunden ist und deutlich weiter ist.
...immer schon etwas seltsam daherkommenden "Antimusik-Festival" noch nie etwas anfangen konnten! Weil nämlich die Qualität der musikalischen "Beiträge" dort meistens von einer solchen "Güte" waren, die entweder nur durch 100%iges Fremdschämen bewältigt werden konnte, oder aber man sich daraus einen mehr ironisch gemeinten Jux daraus machte... siehe S. Raab!
Wer sich musikalisch auf diesen Klingklang noch etwas einbildet, muß seinerseits ja nicht unbedingt mit "Stilbewusstsein" gesegnet sein! Ein überwiegend durch eine eher nationalistisch angehauchte Denke bei einigen "Musikfreunden" aller Länder Europas auffallender Wettbewerb ist eigentlich nicht das, was ich unter einer europäischen "Musikveranstaltung" verstehe, und darüber auch noch mit den dieser Tage so unausweichlichen "Statements" hinsichtlich Toleranz oder Multikulti zwangsweise beglückt werde, und bei dem die Musikqualität schon ganz lange total auf der Strecke geblieben ist!
Wer sich wie sie aber hauptsächlich in der Tatsache zu suhlen scheint, zur "viel gebildeteren und toleranteren Zielgruppe" zu gehören, geht einem das Ganze eher nüchtern und sachlich betrachtenden Menschen wie mir aber auch sehr bald ziemlich auf den Keks..., sie sollten sich deshalb auch nicht wirklich viel darauf einbilden!
Sie sind die Bestätigung für mich, daß sich die ach so in den heutigen Debatten wie "Me too" oder anderen zeitgeistig angehauchten Bewegungen schon sehr vernehmlich immer als die "besseren" weil "gebilderen" Zeitgenossen fühlen...! Dabei vergessen sie aber leider das Wichtigste: die musikalische Qualität dieser alljährlichen Veranstaltung ist für etwas anspruchsvollere Ohren einfach immer wieder nur eine völlige Zumutung und deshalb nichts weiter als die übliche alljährlich medial aufgebauschte Schei....e!
Schönen guten Tag noch, von einem in sehr vielen musikalischen Stilrichtungen sich zuhause fühlenden Musikfreund, der den ganzen Diversity- und anderen Kram nicht unbedingt als musikalischen Ausdruck braucht, um sich damit auch noch als der "Intelligentere" zu fühlen!
Ihr Statement geht auch total an der Wirklichkeit vorbei, wenn ich mir nur die unfassbar schlechte Qualität von vielen dieser Nummern alljährlich nur unter größten Zwang selbst "verabreiche", um hier dann mit so Musikexperten wie ihnen "mitreden" zu können!
Musikalisch gesehen sind die scheinbar so viel "gebildeteren Menschen" wie sie leider nur in der "Diaspora" zuhause... Aber sicher nicht in der "Avantgarde"!

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cave68 13.05.2018, 17:19
15.

Zitat von mirage122
Allein die Aussage von ste-reg ist eine absolute Beleidigung. Ich habe die Generation 50-60 längst überschritten, aber unsere Sprachkenntnisse sind dank einer guten Schulausbildung auf jeden Fall so, dass wir es mit den jungen Leuten um Längen aufnehmen können. In einer Stadt wie Hamburg gibt es nun mal viele Touristen. Da kann ich sehr gut beobachten, wie hilflos sich unsere jungen Leute aufführen, wenn sie "ausländisch" angesprochen werden. Aber die Generation 50 bis 60 meistert sämtliche Kommunikationsprobleme mit links. Und der Michael Schulte hat sich nicht verbiegen lassen und wird das auch nicht tun. Das macht ihn so authentisch und sympathisch. Und wegen der Aussagen über seinen verstorbenen Vater ist ihm vielleicht gerade die ältere Generation sehr nahe.
ich würde mir mal wünschen dass solche Dinge wie mit dem verstorbenen Vater nicht bei der Punktevergabe eine Rolle spielen würden (was im Endeffekt ja durch eben diese zusätzlichen Sympathiepunkte geschieht)....sonst kommt womöglich jeder mit einem Schicksalsschlag vor dem ESC.
So tragisch solche Geschichten sind...ich wünschte mir es ginge wirklich nur noch um die Musik und sonst gar nichts.

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colinchapman 13.05.2018, 19:00
16. erfreulich unprätentiös

ich habe mir die ganze ESC-Woche reingezogen - beide Halbfinalsendungen und das Finale bis zum Abspann - und war irgendwann wie stoned. Pyroshow, Lasershow, da wirkte es für mich erholsam, dass ein Sänger ohne Spezialeffekte zu einem Klavier sang.

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max-mustermann 13.05.2018, 19:01
17.

Zitat von daggo
Treffende Analyse der europäischen Befindlichkeit gegenüber Deutschland: wir werden dann gemocht, wenn wir den 'Ball flachhalten' und knapp am Treppchen vorbeirutschen.
Und außerdem vor allem nur solange wie wir weiterhin großzügig unser Geld in ganz Europa verteilen. Das sollte mann dann fairerweise auch noch dazu sagen.

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rjsedv 13.05.2018, 21:10
18. Hat des ESC wirklich schon stattgefunden?

Ist komplett an mir vorbei gegangen. Sollte man abschaffen wie diesen Echo oder Bambi oder wie dieser abgehalfterte Preis von früher doch gleich hieß.

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tendust_remar 13.05.2018, 23:43
19. FC Bayern im Synchronschwimmen?

FC Bayern im Synchronschwimmen? Eher wie Somalia bei den Olympischen Spielen. Bei den vorherigen Auftritten hätte man meinen können, Deutschland wäre musikalisch nur ein Entwicklungsland. Michael Schulte hat bewiesen, dass dem nicht so ist.

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