Forum: Kultur
Premiere an der Staatsoper Hamburg: Ganz große Oper!
Brinkhoff/Mögenburg

Schon Zeitgenossen nannten Giuseppe Verdis Totenmesse ironisch "seine beste Oper". Regisseur Calixto Bieito nahm dies in seiner neuen Inszenierung wörtlich.

profbingo 12.03.2018, 13:28
1. Stimmt

...ich durfte dabei sein...und alles stimmt...

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mugra 12.03.2018, 19:42
2. ... ich durfte dabei sein und alles stimmt ...

... nicht!
Die Aufführung war sicherlich technisch perfekt (die Inszenierung und insbesondere das Bühnenbild waren es auf alle Fälle).
Musikalisch fehlte es aber an Seele! Es wirkte recht sauber ohne Ecken und Kanten. Die in der Einführung beschworene Wahrhaftigkeit habe ich vermisst.
Chor und Orchester wirkten nicht immer ausbalanciert (jedenfalls war der Chor an manchen Stellen nicht zu verstehen).
Ich fand die Besetzung mit ca 110 Sängern und Musikern etwas dünn, Dieses Stück verlangt eine große Besetzung.
Welch Gegensatz zur kürzlichen Aufführung in der Laeiszhalle mit Orchester und Chören der Universität Hamburg, Die ca. 240 (!) Sänger und Musiker waren vielleicht nicht so perfekt, aber die Dramatik und Größe von Verdis Requiem waren in jedem Ton spürbar, dass nicht wenige Zuhörer vor Überwältugung geweint haben.

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helisara 12.03.2018, 22:36
3.

Ein Requiem ist eben kein Tanztheater. Ich finde es sowieso albern, reine Orchesterwerke (wie z.B. auch die Matthäuspassion) "abzutanzen".

Der Schilderung nach ist diese Inszenierung allerdings schon fast konservativ für Bieitos Verhältnisse. Der Mann macht grundsätzlich nur auf Skandal.

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