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Premiere an der Staatsoper Hamburg: Passt schon, Parsifal!
DPA

Wie man Wagners "Parsifal" locker nimmt, zeigt Regie-Veteran Achim Freyer an der Staatsoper Hamburg: bunte Lichter, Totenköpfe und salopper Ideenklau bei Kollegen. Nur Dirigent Kent Nagano erweist sich als Spaßmuffel.

lorn order 17.09.2017, 13:40
1. Oh Mann!

Eine weitere völlig absurde Wagner-Inszenierung!
Offensichtlich ist die Handlung von Wagner Opern heute so uninteressant, dass Regisseure etwas vollkommen Anderes inszenieren als ursprünglich vom Autor gedacht. Wenn man bedenkt, dass Wagner selbst größten Wert auf Werktreue legte.
Wenn die Handlung heute nicht zeitgemäß erscheint oder niemanden mehr interessiert, dann sollte man solche Werke nicht mehr aufführen.
Wenn sowieso nur noch die Musik relevant erscheint und die Handlung beliebig, dann sollte man Opern nur noch konzertant aufführen und sich die Mühe einer Inszenierung schenken.
Leider ist die Oper ein totes Genre. Es werden ausschließlich die Zombies vergangener Jahrhunderte am Leben erhalten, deren Handlung keinen Menschen mehr interessiert, am allerwenigsten die Regisseure.
Welche moderne Oper mit einer zeitgemäßen Handlung hat denn in den letzten 50-60 Jahren die weltweiten Bühnen erobert und ist zum Publikumserfolg geworden?
Liegt es etwa daran, dass zeitgenössische Komponisten sich dafür zu schade sind, angenehm hörbare Musik zu komponieren und nur bereit sind, "modern" zu komponieren und dabei Klanggebilde zu erschaffen, die das Opernpublikum einfach nicht schön finden kann?

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germ 17.09.2017, 18:37
2. Pseudointellektuell

Zitat von lorn order
Eine weitere völlig absurde Wagner-Inszenierung! Offensichtlich ist die Handlung von Wagner Opern heute so uninteressant, dass Regisseure etwas vollkommen Anderes inszenieren als ursprünglich vom Autor gedacht. Wenn man bedenkt, dass Wagner selbst größten Wert auf Werktreue legte. Wenn die Handlung heute nicht zeitgemäß erscheint oder niemanden mehr interessiert, dann sollte man solche Werke nicht mehr aufführen. Wenn sowieso nur noch die Musik relevant erscheint und die Handlung beliebig, dann sollte man Opern nur noch konzertant aufführen und sich die Mühe einer Inszenierung schenken. Leider ist die Oper ein totes Genre. Es werden ausschließlich die Zombies vergangener Jahrhunderte am Leben erhalten, deren Handlung keinen Menschen mehr interessiert, am allerwenigsten die Regisseure. Welche moderne Oper mit einer zeitgemäßen Handlung hat denn in den letzten 50-60 Jahren die weltweiten Bühnen erobert und ist zum Publikumserfolg geworden? Liegt es etwa daran, dass zeitgenössische Komponisten sich dafür zu schade sind, angenehm hörbare Musik zu komponieren und nur bereit sind, "modern" zu komponieren und dabei Klanggebilde zu erschaffen, die das Opernpublikum einfach nicht schön finden kann?
Man kann noch so ein auf intellektuell machen, was klassische Musik betrifft, aber speziell Wagner ist so was von unmodern und albern pathetisch, daher nur Musik für echte Fans und Hinterwäldler. Von ganz, ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, empfinde ich bei klassischer Musik überhaupt nichts. Für mich klingt das nur alt und überholt. (Ich bin älter als 18 Jahre, habe studiert und spiele ein Instrument. Dass ich ein ungebildeter Proll bin, kann man mir also kaum vorwerfen).

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helisara 17.09.2017, 22:15
3. @germ

Das ist Ihre persönliche Meinung. Ich persönlich empfinde nur etwas bei sogenannter klassischer Musik. Wagner ist natürlich speziell, eher etwas für die Intelligenteren, nicht für Hinterwäldler die zeitgeistige Unterhaltungsmusik bevorzugen.

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