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Rassismus-Analyse: Sie sind weiß? Dann werden Sie dieses Buch hassen
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In jedem von uns steckt Rassismus: In einer scharfen Analyse beschreibt die Journalistin Reni Eddo-Lodge, wie Ungerechtigkeit strukturell in unserer Gesellschaft verankert ist - und was Sie dagegen tun können.

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Rosenhag 06.02.2019, 11:49
1.

Mir als altem Weißling scheint die Argumentation logisch. Wem das wehtut der belügt sich, um es milde auszudrücken, selbst.

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Leser161 06.02.2019, 11:50
2. Regt mich nicht auf

Warum sollte mich das jetzt aufregen? Ja es gibt Rassisten. Ja es gibt ganz konkrete Fälle in denen Menschen aufgrund ihrer Andersheit grundfalsch behandelt wurden. Ja das ist falsch. Solange nicht alle alten weissen Männer als böse betrachtet werden und somit sachlich diskutiert wird habe ich kein Problem damit.

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stefzeri 06.02.2019, 11:52
3. Vorurteile

... hat jeder. Das alleine finde ich nicht schlimm. Ausschlaggebend ist, ob man die Schublade , die da gerade aufgeht, wieder schließen kann.

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Suffiminis splendor 06.02.2019, 11:53
4. Outside

Das ist ein sehr interessanter Aspekt, der sich strukturell aber nicht nur im Thema der Rasse abzeichnet. Warum reden Krebskranke nicht mit Gesunden? Warum reden Arbeitslose nicht mit Nichtarbeitslosen? Warum reden Verlierer nicht mit Gewinnern? Sie bewahren sich ihre Würde in der Unantastbarkeit. Das, was sie beizutragen hätten, verweigern sie als Hoheit. Ihr Gegenreich komme.

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andere Hobbys 06.02.2019, 11:58
5. Alle geschilderten

Fälle gibt es auch in umgekehrter Farbkonstellation. Ist es dann auch Rassismus oder einfach nur Kriminalität? Es wird beides sein.

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postmaterialist2011 06.02.2019, 12:00
6. Klingt grossartig !

Solange ein schwarzer Freund aus den USA hier regelmässig Sachen wie "Du hast einen tollen Stil - für einen Schwarzen" oder "für einen Schwarzen siehst du verdammt gut aus" , oder ein guter Freund mit somalischen Wurzeln ( nie dort gelebt), perfekt fünfsprachig, mit MBA nachdem er einen deutschen Pass und deutschen Namen angenommen hat plötzlich ohne Probleme Einladungen für Wohnungsbesichtigungen ( zuvor bekam er nicht einmal eine Antwort), oder eine Firma bei der er sich beworben hatte und nicht mal eine Antwort bekommen hatte ihn plötzlich bei Linkedin versucht abzuwerben und ihn mehrfach anschreibt, hat dieses Land ein massives Rassimusproblem. Wenn sich Menschen in der S-Bahn nicht neben dunkelhäutige oder arabisch aussehende Menschen setzen wollen, Dunkelhäutige ohne Vorwarnung an der Bushaltestelle angespuckt werden ( selbst mit Freunden erlebt) dann hat dieses Land ein massives Rassismusproblem. Dies gehört spätestens ab der Grundschule thematisiert und angesprochen, denn unsere Welt wird ( und das ist verdammt gut so) immer "bunter" und da sind Ewiggestrige, die sich hier angeblich nicht mehr wohlfühlen obwohl Deutschland seinen Wohlstand eigentlich fast nur dem Export und dem Verkauf von Waren an die ganze Welt verdankt nicht mehr tragbar.

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Mehrleser 06.02.2019, 12:04
7.

Was will den der SPON-Autor? Auf das Buch aufmerksam machen und den SPON-Leser motivieren, sich mit dem Buch auseinander zu setzen? Dazu hat er aber eine ungeeignete Tonart gewählt. Oder ist seine Motivation, ordentlich Klickrate mit einer künstlichen Kontroverse zu erzeugen? Dann ist es schade um das Anliegen von Frau Eddo-Lodge.
Und ich muss wirklich kein Buch lesen, um zu wissen, daß noch Ungerechtigkeiten vorhanden sind. Ich glaube aber nicht an eine strukturelle Verankerung - obwohl, wenn man daran glaubt, bräuchte man nicht mehr darüber nachzudenken, dann wäre es halt einfach so.

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großwolke 06.02.2019, 12:05
8. Längst widerlegt

Es gibt kein "weißes Privileg", es gibt ein "Reichtums-Privileg". Die Fixierung auf die Hautfarbe der Opfer blendet für die eigentlichen Zusammenhänge und macht auf diese Art die Lösung schwerer. Ausgrenzung, Mobbing, zum Teil gewalttätiges Verhalten gegen Unerwünschte, das habe ich in meiner Kindheit alles gesehen - obwohl es da, wo ich herkomme, zu der Zeit keine andersfarbigen Minderheiten gab. Aber es gab sogenannte "Assis", Menschen, die ihr Leben aus vierschiedenen Gründen nicht gut auf die Reihe bekamen, und deswegen Probleme hatten, mit Alkohol, mit der Körperhygiene, mit Kleidungsstandards undundund und deswegen zum Teil wie Aussätzige behandelt wurden. Ganz schlimm war es für deren Kinder, trotz der im Sozialismus verordneten Toleranz für alles und jeden. Rassismus gegen Minderheiten gibt es überall, und er richtet sich immer gegen die Minderheit, egal welche Hautfarbe die hat. Das Ende der Apartheid hat in manchen afrikanischen Staaten zu massiver Gewalt gegen Weiße (!) geführt. Aber die unterschiedliche Chancenverteilung, speziell in Bezug auf Bildungswege, in unseren westlichen Gesellschaften ergibt sich vollumfänglich durch den finanziellen Background der Eltern. Anstatt die hässlichen Diskussionen über Identitätspolitik zu widerholen, die in den USA zu einer tiefen Spaltung der Gesellschaft geführt haben, anstatt zu einer Verbesserung des gesellschaftlichen Klimas sollten wir hierzulande vielleicht besser weiterhin darauf achten, was zur gesellschaftlichen Teilhabe nötig ist und die Angebote dafür aufrechterhalten und ausbauen, wo nötig.

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holger.heinreich 06.02.2019, 12:09
9. Propaganda und nichts anderes

Es gibt keinen strukturellen Rassismus und kein weißes Privileg. Eddo-Lodge unterscheidet sich nicht von einer Kreatonistin, die meint die Mär vom Kreatonismus verbreiten zu müssen. Und die Kriminalitätsstatistiken sprechen auch eine eindeutige Sprache. In den USA führen Latinos und Afroamerikaner bei schweren Straftaten wie Mord. Weiße dominieren nur das betrunken am Steuer. Und dennoch gibt es Latinos und Afrikaner, die Polizist werden, auf legalen Wege reich werden und nie ein Verbrechen begehen. Proportional bringen mehr Afroamerikaner Euroamerikaner als Euroamerikaner Afroamerikaner um. Afroamerikaner sind für Afroamerikaner um ein vielfaches gefährlicher als Euroamerikaer für Euroamerikaner. Und Asiaamerikaner sind die Ethnie mit den dicksten Geldbeuteln und der geringsten Kriminalität. Das muß man sich mal vorstellen, böse chronisch weiße Rassisten lassen Asiaten besser abschneiden als die Weiße. Ich darf die Hautfarbe anderer ignorieren und andere sollten das auch tun, ich darf meinen ex-türkischen Kumpel wie einen Menschen behandeln und muß nicht vor ihm auf die Knie sinken, um mich für ein imaginäres Privileg zu entschuldigen, und ich darf den albernen Aberglauben dieser Frau ignorieren. Es gibt kein weißes Privileg und keinen strukturellen Rassismus.

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