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Roboter-"Tatort" aus Berlin: Maschinen sind Schweine
rbb/ Conny Klein

Roboter unter Mordverdacht, Wildschweine im Angriffsmodus: Der neue Berliner "Tatort" ist ein Krimi über Kreatur und Computer - facettenreich und fast poetisch.

merapi22 14.09.2018, 15:56
1. Welt der KI-Roboter, Menschen mit bedingungslosen Grundeinkommen

Hier kann man sich in die Zukunftswelt einer vollautomatischen Roboter-Gesellschaft hineinversetzen. Die KI-Roboter übernehmen die Jobs und der Mensch muss sein Leben neu strukturieren. Wie findet man die eigene Berufung und entdeckt seine besonderen Begabungen. Auch wenn die neue Technik in den Film noch nicht perfekt ist, so kann jeder doch für sich versuchen, seinen Platz in dieser Zukunftswelt zu finden.

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nexus32 14.09.2018, 15:58
2. Progressiv

Hört sich gut an. Berlin ist neben Dortmund das progressivste Tatort Revier mit meist intensiven und sehr persönlichen Tätern, Opfern und Ermittlern. Und attraktiv und brilliant gefilmt ist es zudem auch noch.

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Sal.Paradies 14.09.2018, 17:29
3. Den Sonntag Abend

Den Sonntag Abend werde ich mir dann doch frei halten, weil ich Hr.Buß heute vertraue. Ich mag den Berliner Tatort, vermutlich auch ein Stück weit, weil er in meiner Heimatstadt spielt. Die Einstellung von Ritter&Stark fand ich damals schade, weil das Spiel in den eigenen Straße ja doch was besonderes hatte. Rubin und Karow find ich gut, wobei ich Anfangs schon ein Gewöhnungsproblem mit Karow hatte, gegen den eine kalte Hundeschnautze noch viel Wärme ausstrahlt. Da hoffe ich mal, dass Hr.Buß nicht übertrieben hat und werde mir den Sonntag Abend frei halten... ;-)

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fritz__meyer 16.09.2018, 13:34
4. hab ein bisschen Sorge,

SPON findet den Tatort gut

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Brummi 16.09.2018, 22:35
5. Ausgezeichnet!

Der Tatort war ausgezeichnet. Seit einiger Zeit lese ich die Buß-Kritiken nicht mehr. Heute passt es tatsächlich. Kühle Stimmung und Schauspieler in guter Form. Interessante Fälle. Nur Frau Stappenbeck wirkte deplatziert.

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imri.rapaport 17.09.2018, 07:21
6. Roboter

sind von Grundsatz eine tolle Sache. Sämtliche Haushaltsmaschienen sind schon der bescheidene Anfang ohne die ich heute nicht mehr leben möchte. Geschirrspüler Waschmaschine Herde mit automatischen Einstellungen, Rasenmäher, Staubsauger in der Wohnung, die alleine saugen etc. etc. Was mich aber mehr gestört hat und völlig überflüssig war, ist das rüde Verhalten von Waschke gegenüber der Auszubildende. Warum sich der Regisseur ihn zum Macho stilisierte und er auch noch seinen Nacktheit präsentieren muss ist mir schleierhaft. Dieser Exhibitionismus ist völlig überflüssig, zumal wir ihn schon zu genügend aus anderen Filmen nackt kennen. Es reicht schon wenn in jedem Tatort gevögelt wird.

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Aberlour A ' Bunadh 17.09.2018, 08:38
7. Die Robotisierung aller Lebensbereiche?

Normalerweise mag ich es nicht, wenn in Filmen zwei Handlungsstränge parallel verfolgt werden, die nichts miteinander zu tun haben - falltechnisch. Hier haben natürlich die Beziehungsprobleme das gemeinsame Korsett gebildet, so dass in guter alter Herbert-Reinecker-Manier über die Psychologisierung der Figuren von Täter UND Opfer das Interesse nachhaltig hochgehalten wurde. Gutes Drehbuch. Dafür schon mal 9 von 10 Punkten.
Das heikle Thema der Robotisierung aller Lebensbereiche wurde kurz und bündig auf den Punkt gebracht - vom KI-Experten in seiner Firma: Bedingungsloses Grundeinkommen, finanziert aus der Arbeit seiner Roboter.
Dann wurde sequenzartig vorgeführt, was die künstliche Intelligenz heute schon alles zu leisten vermag.
Dabei sind mir als Fußballfan am nachhaltigsten die kleinen, fußballspielenden Roboter in Erinnerung geblieben.
Ob Absicht oder nicht, eines kann man daraus lernen: wenn sich irgendjemand in den nächsten 200 Jahren als Berufszweig KEINE Sorgen machen muss, dass er von Robotern ersetzt wird, dann sind es unsere Fußballspieler. Aufstehen nach Hinfallen ging ja noch, aber von "Ballbehandlung" am Fuß kann nicht wirklich gesprochen werden. Ist doch schön, dass es noch Bereiche gibt, bei denen man sich als Mensch über die Performance von Robotern lustig machen kann. Insgesamt: 8 von 10 Punkten.

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Sal.Paradies 17.09.2018, 11:02
8. Vielleicht ein wenig überzogen?

Gute und interessante Themen wurden hier verarbeitet, wobei andererseits auch die eine oder andere Szene zu aufgebrezelt wirkte. Eine Joggerin die mit Lampe läuft, um dann von einem Eber die Beinschlagader aufgeritzt zu bekommen, während der gen-versaute Mann ihr beim verbluten zuschaut? Und eine extreme Katzen-Tussi die ihrem Kaffee-Roboter völlig unbemerkt beibringt, wie man einen Menschen tötet? Einer der aufgemotzten Morde hätte für einen Tatort völlig ausgereicht, aber gleich zwei auf`s Mal? Gerne kann Karow den Muffel spielen, der eigentlich niemanden (auch sich selbst nicht) leiden kann. Aber müssen wir jetzt noch jahrelang dieses völlig unglaubwürdige Mobbing an den eigenen Kollegen über uns ergehen lassen? Karow würde mit diesem Gehabe selbst in Dresden, wo man Duckmäuser gewöhnt ist, keine Woche überleben. Aber in Berlin? Never..!! Am coolsten war die Szene, als Rubins Laufkollege ihr sagte, sie sollte jetzt den Mund halten oder aussteigen, nachdem diese seinen Fahrstil extremst moderierte. Die Quatsch-Drossel nimmt man ihr ohne weiteres ab, so viel steht fest. Geil war auch die Szene die zeigte, wie in einigen Jahren unser Fussball aussehen wird. Da halten dann programmierte Roboter ihre Knochen hin und Konditionsprobleme gibt`s dann auch nicht mehr, also die Hertha 6.0... ;-)

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karlaschnikow 17.09.2018, 15:59
9. Kindergeburtstag

Vielleicht hab ich den Tatort nicht verstanden aber mir erschien das eher wie ein aus dem Ruder gelaufenener Kindergeburtstag.
Die KI-Klitsche mit Fußball-Robotern. Was soll das und? Und dann noch dieses alberne Robo-Kabinett.
Die Robo-Hand wurde ja schon angesprochen.
Alles überladen und deutlich "drüber".

Und mitten drin dieser massiv unsympathische Karow. Warum lässt der sich nicht krankschreiben und therapieren anstatt seine KollegInnen zu tyrannisieren. Die cholerischen Ausfälle bereiteten mir fast körperliche Schmerzen! Warum schreitet da keiner ein? Da wird ja vermittelt, dass man sich das Arbeitsplatz "normal" sei.

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