Forum: Kultur
Saisonauftakt mit Chris Dercon: Volk begrüßt neuen Volksbühnen-Chef
Barbara Braun

In Berlin luden die neue Volksbühnenbesatzung und ihr umstrittener Chef Chris Dercon zur Eröffnung die Hauptstadtbevölkerung zu einem Tanzfest aufs Tempelhofer Feld - und wurden überraschend freundlich begrüßt.

El pato clavado 11.09.2017, 14:18
1. Aber sicher

wird er freundlich begrüsst. Ein Event mit Remmidemmi, das lieben die Leute,nicht nur die Berliner. Es sei ihnen gegönnt. Der Mann sollte auch nach Hamburg kommen, da sind sie besonders geil auf Events, egal was.

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kurtzac 11.09.2017, 14:28
2. Tanzen geht immer

vor allem wenn es importiert ist. Dazu braucht es kein Konzept, keine Strategie und keine Auseinandersetzung. es finden sich immer welche, die Mittanzen -macht ja auch Spaß. Aber muss man dafür die Volksbühne aufgeben?

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ohnefilter 11.09.2017, 14:31
3. Warum dieser Ausländerhass?

Es kann nur besser werden. Castorff war ein Dilettant, der den Theaterbetrieb gegen die Wand fuhr. Decron ist professioneller, und vor allem kein Berliner. Schon das nimmt ihm das konservative Publikum übel.

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prof.unrat 11.09.2017, 14:47
4. Häh?

Zitat von ohnefilter
Es kann nur besser werden. Castorff war ein Dilettant, der den Theaterbetrieb gegen die Wand fuhr. Decron ist professioneller, und vor allem kein Berliner. Schon das nimmt ihm das konservative Publikum übel.
Können Sie Ihren Eindruck über Herrn Castorf irgendwie belegen? Und sie sind die zahlreichen früheren Volksbühnenbesucher dann alle doof gewesen?
Was ich schlimm finde, ist dass der Verlust der Volksbühne in Berlin nicht kompensiert werden kann. Auch Herr Dercon kann sie nicht ersetzen. Herr Renner hat eine schlechte und ignorante Entscheidung getroffen. Ich glaube, er weiß gar nicht, was er da angerichtet hat.

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iggyp. 11.09.2017, 15:14
5. .

Zitat von ohnefilter
Castorff war ein Dilettant, der den Theaterbetrieb gegen die Wand fuhr.
Das Land braucht unbedingt mehr Leute die 25 Jahre brauchen um gegen die Wand zu fahren! Die meisten schaffen's leider schneller.

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irvington 11.09.2017, 17:03
6. Undifferenzierter Artikel

Es nervt, dass alle Artikel zum Thema Volksbühne sofort und eindeutig Stellung beziehen anstatt ein differenzierteres Bild zu zeichnen. Alle Kritiker von Dercon oder alle Unterzeichner der Petition des Mobbings zu bezichtigen (ähnlich auch von Till Briegleb in der SZ) ist Blödsinn und geht am Thema vorbei. Dercon und sein Team haben tatsächlich bisher ein äußerst schwaches Programm präsentiert - auch wenn Charmatz und Kennedy große vielversprechende Namen sind. Und natürlich ist es durchaus ein gewisses Problem, dass die Volksbühne als Theater mit Ensemble und Gewerken nun zu einer Art Festspielhaus umfunktioniert wird (auch wenn Festspiele in der Regel ein wesentlich spannenderes Programm zu bieten haben als Stadttheater - nur die Volksbühne war eben auch kein gewöhnliches Stadttheater). Ich finde dennoch die Kritik an den Kritikern ebenso gerechtfertigt weil sie eine konservative Haltung zu erkennen gibt, die außer Castorf-Nostalgie wenig Zukunftsweisendes zu bieten hat. Insofern gilt es natürlich, dem neuen Team eine Chance zu geben. Das "Ganz Berlin tanzt auf Tempelhof" wird die Kritiker natürlich nicht beruhigen - der Slogan ist natürlich selten doof und kommt schon nahe an die orangene Facebook-Präsentation ran. Dass hier kein künstlerisches Konzept (geschweige denn ein politisches) zu erkennen ist, lässt sich als berechtigte Kritik auf Programm und Eröffnungsevent ebenso beziehen. Dass das Event dennoch etwas zu bieten hatte (ich war nicht da) glaube ich gern, ich hätte mir allerdings gewünscht, dass in diesem Artikel dann auch ein wenig mehr über die gebotene Kunst gesagt wird und nicht nur darüber, dass die Leute fröhlich waren.

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Lisa_can_do 11.09.2017, 17:42
7. Ehekonflikt

Die Bewertung dieser Causa führt zum ersten Mal in unserer sehr glücklichen Beziehung zum Fast-Streit, das Thema entzweit uns kurz. Für mich war und ist Castorf ein übelstes Ost-Relikt und unerträgliches Testosteron-Bolzen auf Kindergarten-Niveau, der endlich endlich weg ist. Der Neue bringt endlich und hoffentlich internationales Flair in die Provinz Berlin. Diese ganze Diskussion und auch Aggression ist ein weiterer Schluss, endlich mit den Altlasten aufzuräumen.

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