Forum: Kultur
Schwuler Neukölln-"Tatort": Fremd im eigenen Kiez
rbb/ Andrea Hansen

Zwei schwule Männer, ein Problemkind - kann diese Quasi-Familienkonstruktion aufgehen? Ein "Tatort" aus Neukölln, der mit Stereotypen und Erwartungshaltungen spielt.

thdenell 02.06.2017, 17:16
1. Danke, lieber ...

... Christian Buß für diese Preview über den nächsten Tatort. Ich freu mich schon auf Meret Becker, die imma sooo schön frotzelt uff Berlinerisch. Und uns teilhaben läßt an ihrem nicht ganz einfachen Privatleben (als Kriminalbeamtin). Den guck ich aber erst um 21.45 Uhr auf "one".

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Rahvin 06.06.2017, 08:40
2.

"'80 Prozent der Schüler Migrationshintergrund, 79 Prozent sind homophob.' Eine bittere Wahrheit; trotzdem hätte man sich bei der Darstellung der Halbwüchsigen, die alle aus dem ehemaligen Jugoslawien stammen, ein bisschen mehr Ambivalenzen gewünscht. Ihr Wüten wird doch sehr plump in Szene gesetzt." Und obwohl es "plump in Szene gesetzt" wurde, entspricht es der Realität: Geht man in Schulen oder sogenannte Problemviertel und hört den jungen Leuten genauer zu, ist Homophobie und offen zur Schau gestellte Frauenverachtung scheinbar Normalität. Da dies im familiären Umfeld praktizierte Lebenswirklichkeit ist, vermag Schule oder öffentliche Aufklärung kaum etwas zu verändern. Die soziale Abkapselung bestimmter Viertel tut da ihr übriges. Ich persönlich sehe da lediglich eine verlorene Generation heranwachsen, die mit Empathie, Toleranz und sozialer Kompetenz wenig bis gar nichts am Hut hat. Leider Futter für Hassprediger auf der einen Seite und nationalistische Volksverhetzer auf der anderen Seite.

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Shulma Shmoller-Shmopp 06.06.2017, 11:15
3. Gute-Nacht-Gschichtn

Die extrem sedierende Qualität der Regie erlaubte einem zumindest im Delirieren das vertraute Gefühl, dass man sich noch in den 00 Jahren aufhalten würde oder gar in der abgeschlossenen Vergangenheit der 90er Yugos. Das Thema selbst wurde so nostalgisch entrückt. Es hat ganz einfach keine Wirklichkeit. Es war einmal.

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