Forum: Kultur
Sextourismus-Drama "Paradies: Liebe": Im Bett mit Sugarmama
Neue Visionen Filmverleih

Der Meister des unbarmherzigen Blicks schaut nach Afrika: In "Paradies: Liebe" folgt Regisseur Ulrich Seidl einer Sextouristin nach Kenia. Ein Ausflug in die Welt weißer Sugarmamas, die ihre schwarzen Beachboys nicht nur auf die Matratze legen, sondern auch unterwerfen wollen.

Seite 1 von 15
Zentralabitur 02.01.2013, 13:08
1.

Nichts neues, dass ist mehr als bekannt. Darüber muss man nun wirklich kein Film machen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ra-live 02.01.2013, 13:15
2. wieso nicht?

Zitat von Zentralabitur
Nichts neues, dass ist mehr als bekannt. Darüber muss man nun wirklich kein Film machen.
Gibt auch schon ewig Krimis, ich schau sie immer noch gerne. Seltsame Argumentation.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gg1963 02.01.2013, 13:21
3. ein längst überfälliger Film

was für Vati Thailand ist für Mutti Kenia, bloss darüber gibt es natürlich keine Filme, was würde denn auch Alice dazu sagen, wo sie doch die Prostitution verbieten will.

Sehr schön zu sehen, dass auch die Frauen keine Heiligen sind....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
selbstdenker75 02.01.2013, 13:25
4. optional

Würde der Streifen auch solche Beachtung finden, wenn es um einen Mann im Sexurlaub auf den Philipinen gehen würde? Warscheinlich eher nicht. Denn merke: Männer sind Schweine, Frauen suchen Liebe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
eifelhippe 02.01.2013, 13:27
5. Liebe?

Auch in Ägypten und Sri Lanka konnten wir diese Touristinnen beobachten.

Allerdings läuft das Geschäft nicht knallhart -Bares gegen Sex- sondern subtiler:
Da wird tatsächlich von Liebe gesprochen.
Erstaunlich, wie manche Frauen im Alter von plusminus 40 Jahren an eine Beziehung zu einem 20jährigen Beachboy/Kellner/Tauchlehrer glauben.

Auf der einen Seite der gutaussehende, vor Charme sprühende Einheimische, auf der anderen Seite die etwas dickliche Mitteleuropäerin, verzweifelt bemüht, sich jung zu geben.

Da werden dann Gelder aus der Touristin "herausgeleiert", weil der zukünftige "Schwiegervater" in einem Krankenhaus liegt und die Medikamente nur gegen Bezahlung zu bekommen sind.
Es gibt Frauen, die in solchen "Beziehungen" ein kleines Vermögen bis hin zum finanziellen Ruin gelassen haben.

Was die Frauen bewegt, an die Liebesschwüre ihres Lovers zu glauben?
Keine Ahnung...
Als mir ein Kellner verklickern wollte, dass ich so wunderschön bin, dass er mich unbedingt ausserhalb des Hotels treffen müsse, um mich näher kennen zu lernen, habe ich schallend gelacht.
Zwar sehe ich recht attraktiv aus, bin nun aber mal 50 und der liebesentbrannte Kellner war geschätzte 25.

Ich habe mich oft gefragt, wie es diese Frauen hinbekommen, so an der Realität vorbei zu leben und dieses Geschwurbel wirklich zu glauben.
Es gibt Frauen, die meinen wirklich, eine Beziehung zu führen (oft erlebt in Ägypten) und wollen nicht sehen, dass ihr "Partner" neben ihr noch weitere Frauen hat, die sich in der selben Situtation wähnen.

Schwierig wird es immer dann, wenn plötzlich zwei "Verlobte" des jungen Mannes anreisen und der dies nicht verhindern kann.
Da kann ein Kellner durchaus auch mal abtauchen und erst wieder aus der Deckung kommen, wenn beide wieder weg sind ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mainzelmännchen 1 02.01.2013, 13:29
6. Zur Darstellung der Ausbeutung menschlicher Gefühle...

...braucht´s keine schwarzafrikanischen oder Südseebilder - aber man will ja Strand und Sonne genießen beim Drehen, traumschifflike.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
testthewest 02.01.2013, 13:35
7.

Zitat von sysop
Der Meister des unbarmherzigen Blicks schaut nach Afrika: In "Paradies: Liebe" folgt Regisseur Ulrich Seidl einer Sextouristin nach Kenia. Ein Ausflug in die Welt weißer Sugarmamas, die ihre schwarzen Beachboys nicht nur auf die Matratze legen, sondern auch unterwerfen wollen.
"Erschöpft schläft Teresa (Margarethe Tiesel) im Bett ihres Liebhabers Munga."

Die Bildunterschrift ist schon komisch.
Ist den ein Prostituierter ein Liebhaber?
...oder ist es mehr eine unterschwellige Verharmlosung, weil die Ausbeutung von Frauen durchgeführt wird?
Ich bezweifel, dass männlicher Sextourismus ähnlich milde kommentiert würde...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mischpot 02.01.2013, 13:35
8. Die schönste Situation

als er dann 20000 KES also ca. 175 € für seine Liebesdienste für seine Familie haben will, zeigt sich die überhebliche weiße Arroganz in vollen Zügen.
Und als die Frau Ihren vermeintlichen Liebhaber am Strand dann noch mit seiner wahren Frau trifft, schlägt Sie Ihn. Ist das die Überlegenheit der weißen Frau?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dktgh 02.01.2013, 13:36
9. Sugarmama oder Sugardaddy

die Konstellation bleibt doch immer die gleiche, Afrikaner/in braucht dringend Geld und einige wollen auch nach Europa. Die "Sextouristen" erhoffen sich Anerkennung und Zuneigung, die sie zuhause nicht bekommen. Am Ende verlieren fast immer diejenigen, die glauben mit Geld sich Respekt und Anerkennung kaufen zu können. Käuflichen Sex gibt es ja auch in Europa, kaum eine/r der Konsumenten würde dabei Liebe und Zuneigung erwarten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 15