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Starkes Debüt "Teich": Totaler Bruch, völlige Einsamkeit, komplette Literatur
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Eine junge Frau in einem Steinhaus in der irischen Pampa: In ihrem unvergleichlichen Debüt "Teich" bricht Claire-Louise Bennett mit allem, was wir über Einsamkeit und Literatur zu wissen glaubten.

trancendentalist 23.04.2018, 17:23
1. Thoreau hatte seine Hütte in ...

... Concord, Massachusetts, und nicht in Connecticut! Und was sein Experiment mit einer Enklave (ein Staatsgebiet, das vollständig vom Gebiet eines anderen Staates umschlossen ist) zu tun haben soll, erschließt sich auch nicht. Und Walden Pond ist ein See, kein Teich.

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carinanavis 24.04.2018, 00:24
2. erlesene

Belanglosigkeiten bleiben belanglos und nur weil eine Frau das in der vollkommenen Ich-Bezogenheit fabriziert hat wird es nicht besser. Ich glaube kaum, dass Anne Haeming irgendein positives Wort für dieses Werk gefunden hätte, wenn ein Carl-Lewis Bennett dieses Werk verfasst hätte.

Vielleicht ist dieses Buch wirklich gut, wenn man den Originaltext liest, doch es erscheint mir einfach nur als Werk einer Autorin, die zuviele andere Autoren studiert und gelesen hat. Unter der masse miserabler Literatur, die heute vor allem im englischsprachigen Raum produziert wird, mag sie hervorstechen, doch ob das wirklich gute LIteratur ist? Nur weil ich ein mal ein Pfannengericht in den Müll werfe. Was für ein völlig konformistisches Leben muss die Rezensentin führen, um das AUSSERGEWÖHNLICH zu finden? Wahrscheinlich ist es dann auch ein Weltwunder, wenn ein ehemaliger SPD-Wähler mit dem Gedanken spielt, bei der nächsten Wahl sein Kreuzchen bei der AfD zu machen. Dafür können wir dann eine Roman-Tetralogie von der Tragweite der Mann´schen Josephs-Romane erwarten.

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elblette 24.04.2018, 08:04
3. Klingt furchtbar

Vielleicht liegt es an der Übersetzung oder den ausgewählten Textstellen, aber es klingt, als ob die Zitate schon bei Instagram als tiefgründige Levensweisheiten herumgereicht werden.

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5b- 24.04.2018, 08:41
4. Ganz schön gewagt formuliert

„In ihrem unvergleichlichen Debüt "Teich" bricht Claire-Louise Bennett mit allem, was wir über Einsamkeit und Literatur zu wissen glaubten.“
Das Wörtchen „und“ wird in der Informatik so verstanden dass die damit verknüpften Elemente gemeinsam verstanden werden wobei „oder“ auch einzelne Elemente für sich zulässt.

So gesehen geht es bei „Einsamkeit und Literatur“ um Einsamkeit die in Literatur behandelt wird. Da muss die Autorin aber eine gute Vorstellung dessen haben, was ihre Leserschaft über das Thema zu wissen glaubt. Eigentlich muss die Autorin zuerst eine gute Vorstellung ihrer Leser haben. Sie meint nicht mich. Ich maße mir nicht an genug über Einsamkeit und Literatur zu wissen als dass ich sagen würde, ich wüsste etwas darüber.
Wenn die Autorin nun aber auch mich meinte, läge sie falsch. Da ich keine genauen Erwartungen habe, kann es kein Werk geben dass mit meinem Glauben bricht.
Solange das Stück Literatur aus lesbaren Wörtern mindestens einer Sprache aufgebaut ist, die wenigsten bruchstückhaft Sinn ergeben, kann es nicht mit dem brechen, was ich als Literatur verstehe.
Ich nehme bezüglich der Literatur eine etische (das meine ich sic) Position ein. Daher sehe ich das ganze eher neutral.

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grabenkaempfer 24.04.2018, 09:00
5.

Das zitierte "Kapitel" ist einfach zu lang für Twitter, das bedeutet aber nicht das es Literatur ist.
"Wichtigtuerischer Erwachsenenschwachsinn" das trifft es recht gut.

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olbas 24.04.2018, 09:14
6. Grammatik...

"...eine junge Frau, die sich den wissenschaftlichen Locken-auf-Glatzen-Dreh-Betrieb und die Stadt verlässt."
Um kompetent zu erscheinen, müsste sich Frau Haeming erstmal um ihren eigenen Schreibstil kümmern.
Ansonsten geht der Versuch, mit mehr oder weniger originellen Formulierungen zu glänzen, nach hinten los.

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loewengaenger 24.04.2018, 09:37
7. konfuse Rezension

Mir hat sich die Grandiosität des Buches aus der Rezension ebenfalls nicht erschlossen. Und dass es keinen Sinn macht, dass die Autorin für mehr Preise nominiert war als sie gewonnen hat, verstehe ich ebenso wenig. Mal ganz von der kruden Sinn-machen-Konstruktion abgesehen ...

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NoBrainNoPain 24.04.2018, 09:41
8. Abgesehen von dem Locken-Glatzen-Satz

gefällt mir die Rezension, und das was sie beschreibt. Werd ich wohl lesen...

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BlogBlab 24.04.2018, 10:36
9.

Die Rezension scheint mir der krampfhafte Versuch, einen Sinn und Wert in einem chaotischen, unstrukturierten, pseudo-philosophischen Mischmasch von Belanglosigkeiten und wirren Gedankengängen zu finden, den es gar nicht gibt. Ein Psychiater könnte anhand dieses Schreibstils und Inhalts sicherlich einige Auffälligkeiten erkennen, die bei seinen Patienten häufiger zu finden sind. Im Text wird ja auch schon Suizid erwähnt.

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