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Streit um "Die Partei": Dann lieber Netflix abschaffen
AFP

Um die Wählbarkeit der Satire-Partei "Die Partei" ist Streit entbrannt. Selbst ehemalige Sympathisanten finden, dass es mit dem Spaß langsam mal vorbei ist. Doch was taugen die Argumente der Kritiker?

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andraschek 19.09.2017, 17:36
1. Auch ich werde "Die Partei" wählen

und zwar aus Mangel an alternative.

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Raisti 19.09.2017, 17:37
2. Nichtwähler

Das Problem ist doch das Nichtwähler kein Einfluss auf das Wahlergebniss haben bzw das es keine Option auf dem wahlzettel gibt die da heißt "keine der genannten Parteien".

Somit ist für den Bürger die einzige noch verbliebene Protestmöglichkeit gegenüber den Etablierten Parteien die Wahl einer Spasspartei.

Das es funktioniert sieht man doch daran das aktuell viele der Meinung sind über diese nicht mal 1% Partei zu berichten während die 30% Nichtwähler kaum Thema sind außer den üblichen Belehrungen zu dem Thema.

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Graphite 19.09.2017, 17:38
3. nicht mehr als eine Drei!

sehr guter Kommentar mit den richtigen Ansätzen. Aber am Schluss voll daneben! Warum muss jeder Artikel zum Thema Wahlen mit der AfD enden? hat sie doch mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun! und somit wird durch die hintertüre "AfD-Werbung" betrieben. und das muss nicht sein!

"Das Verzweiflungsniveau ist hoch", diese Aussage trifft es auf den Kopf! die Verzweiflung der etablierten Politiker darüber, dass Ihnen die Wähler davonlaufen (egal ob es ein Überlaufen zur anderen Partei ist oder aus portest/Überzeugung zur AfD) und Sie vermeintlich den Grund nicht verstehen!

Interessant wird es dann, wenn DIE PARTEI es über die 5%-Hürde schafft!
und einfallslos sind die Plakate der PARTEI nun auch nicht.

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Echt jetzt 19.09.2017, 17:39
4. Am wenigsten unwählbar

Also ich wähle lieber eine Satire-Partei als eine Bande Krimineller. Ich gebe sicher niemandem meine Stimme, der der NSA dabei hilft, meine Grundrechte zu verletzen, der mit meinem Geld die Korruption in Griechenland alimentiert oder der betrügerische Autokonzerne deckt. Das wäre ja, als würde ich mir selbst ins Gesicht schlagen. Darüber hinaus leistet Sonneborn im EU-Parlament überraschend gute Arbeit.

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B!ld 19.09.2017, 17:39
5. Eigentlich ist dies eine Kolumne gegen die 5% - Hürde

Der letzte Satz tritt es, Zitat: "Wer aber will, dass die AfD möglichst wenig Sitze im Bundestag bekommt, muss eine der Parteien wählen, die es voraussichtlich ebenfalls in den Bundestag schaffen" - aber das liegt an der 5%-Hürde, und an der Tatsache, dass nicht für jedes Prozent Nichtwähler entsprechend Sitze im Bundestag freibleiben.
Diese Tatsache wiederum zeigt, wie die Umsetzung der Demokratie hinkt, was wiederum dazu führt, keine Lust zu haben, überhaupt zu wählen. Dies führte wiederum zur Gründung der Partei "DIe Partei".
Und nun wieder von vorn .....

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galandon.core 19.09.2017, 17:43
6. Sicher lohnt es sich.....

.....DIE PARTEI zu wählen, da wir über 5% bekommen und dann hört der Spaß auf!!
Verarscht wird man doch nur von den regierenden Parteien, die Regierung bestraft die Dieselkäufer und schon wie immer die Industrie, fördert Kriegstreiberei und Pharmaunsinn.
Im Ernst kann man keine der Lobbyisten unterstützen.
Deswegen DIE PARTEI

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olicrom 19.09.2017, 17:44
7. Im Prinzip richtig, bis auf...

... meine Befürchtung, dass "Die Partei" in keinem Fall an Witz gewinnen würde, würde sie mehr Frauen an die Front stellen. Den Beweis dafür hat die Autorin just mit diesem Artikel geliefert. Schlicht unvorstellbar dass die auch mal über sich - respektive Frauen - lachen würde oder könnte. Und allein weil genau dieses urdeutsche "vor sich selbst stramm stehen bis in den Untergang" nun mal unsere Politik dominiert, muss es eine Partei wie "Die Partei" als wählbare Alternative für Garnichts zwingend geben.

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trick66 19.09.2017, 17:46
8. Oder...

...man splittet. Meine Erststimme geht an den Kançler Serdar Sumuncu, Zweitstimme dann an die FDP. Das ist Frau Storkowski natürlich auch nicht Recht, schließlich bewerben sich um die Erststimme hier in Kreuzberg auch einige gaaanz tooollle linke Frauen und die FDP ist in ihrem Biotop eh igittigitt, aber that's life...

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schleusenwart 19.09.2017, 17:48
9. Gegenargumente

Interessant, dass die Frage der Wählbarkeit von "Die Partei" so einen medialen Sturm verursacht. Vermutlich ist der ganze Schmutz, den andere Alternativen über die freie Presse ausschütten noch nicht genug und das grundlegende Inzweifelziehen der Redlichkeit der Berichterstattung nicht ausreichend, um inne zu halten und darüber nachzudenken, dass man (DIE PRESSE) weder einen schmutzabweisenden Anzug trägt, noch seine Verantwortung für diese Demokratie nach Belieben an-und ausschalten kann, je nachdem, wie es die Sensationsgeilheit verlangt. Anstatt sich mit solchen Dingen zu beschäftigen, sollte die Aufgabe des Aufklärers, des Korrektivs und die Verantwortung für unser Zusammenleben stärker fokussiert werden. Die Partei ist Satire. Allerdings nur in ihren Begründungen. Nicht in ihren faktischen Aussagen. Denn diese fordern heraus. Unsere Bereitschaft, das Schmerzhafte und das Falsche unserer Gesellschaft zu hinterfragen und zu überlegen, was der Grund dafür ist, dass wir zwar bspw. die Aussage "nicht mehr Flüchtlinge aufzunehmen als das Mittelmeer" unmöglich und unethisch finden (was sie ist), aber die Tatsache, dass das die lediglich anders formulierten ernsthaften Aussagen einiger PARTEI-Alternativen ist, erstens akzeptieren und zweitens den dahinter liegenden egozentrischen und leider sehr sehr ekelhaften Ansichten über das Recht auf Leben in Frieden anderer Menschen zujubeln oder bestenfalls intellektuell zu erklären. Widerlich ist nicht das, was die PARTEI fordert, sondern dass diese Satire in überzeichneter Form, die Meinung von bis zu 15% der heutigen Deutschen widerspiegelt. Wenn man es genau betrachtet, ist DIE PARTEI aktuell die einzige Partei mit humanem Weltbild. Um sie zu verstehen, braucht es Reflektionsfähigkeit. Der Rest vom Fest, verbirgt hingegen seine Vorurteile hinter scheinbar humanen Weltbildern. So gesehen, ist die Partei ein hässlicher Spiegel. Und auch wenn dieser die Realität verzerrt, zwigt er sie doch. Ich jedenfalls bin dankbar für diese Fingerzeige auf den Wahnsinn, der sich heutzutage wieder breitmacht.

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