Forum: Kultur
"Tatort"-Hokuspokus aus Kiel: Schöner wohnen mit Gespenst
NDR/ Christine Schroeder

Dialog mit einer Toten, Tänzchen mit der neuen Kollegin: Borowski ermittelt sich sonderbar salopp durch ein Geisterhaus. Ein "Tatort" über Lug und Spuk, der sich selbst nicht so recht traut.

spiegelklammer 31.08.2018, 19:49
2. Ach Herr Buß ...

4 Punkte, dann weiß ich, dass ich gut unterhalten werde.

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CAFE&WIEN 31.08.2018, 22:13
3. Genre können deutsche Drehbuchautoren und Regisseure nicht

Der Bezug zu dem Geister-Tatort aus Frankfurt ist gut: Nie zuvor hat sein Drehbuch-Redakteurinnen-Regie-Team abtörnender gezeigt, dass das Format „Tatort“ kein Geistergenre verträgt! Da ist es dann also nur folgerichtig, dass der Humbug frühzeitig entlarvt wird. Dass Buß aber nur 4 von 10 Punkten vergibt, hat natürlich primär damit zu tun, dass der neue Borowski-Tatort kein politisch korrekter Flüchtlingsnazitatort ist mit nichtheterosexueller Grunddierung ist – wobei die von Buß aufgeführten Widersprüche, sollten sie tatsächlich so stattfinden, hanebüchen sind (z.B. die Einladung des von Borowski strafrechtlich verfolgten Freundes zu einem opulenten Mahl). Aber Vorsicht: Vielleicht hatte diese Einladung ja einen (dann auch dramaturgischen) Grund, die Buß – mal wieder – übersehen hat. So, wie er ja immer mal wieder sogar Figuren vertauscht, wenn er den Tatort quer sieht. So wird uns auch dieses Mal nichts Anderes übrigbleiben, als den Tatort selbst anzuschauen, auch wenn die neue Assistentin und der sinnlose Tanz auf dem Parkdeck Schlimmstes vermuten lassen.

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