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Tom Kummer über seine große Liebe: Sex, Lügen und zärtliches Sterben
Christian Werner

Tom Kummer ist berüchtigt für seine Fake-Interviews mit Hollywoodstars. Jetzt hat er mit seinem Roman "Nina & Tom" ein Plädoyer geschrieben für die unbedingte Liebe - die den Tod überdauert. Ein Treffen.

Bondurant 28.03.2017, 17:48
1. Bei allem Respekt

diese Verklärung

"Früher in einem Dorf haben sich die Menschen um das Sterbebett versammelt. Haben den Tod als ein Wunder betrachtet. Auf alten Gemälden sieht man sogar, wie die Leute noch durchs Fenster in die Stube schauen. Wie sie den Tod sehen möchten. Der Tod bleibt ein Mysterium, eine Unglaublichkeit."

sollte man lasssen. "Im Dorf" war es keineswegs unüblich, dem schwer kranken Altenteiler ein Kissen aufs gesicht zu drücken, damit man einen nutzlosen Esser loswurde. Und alle hatten Verständnis. man unterschätzt die Härten des Landlebens. Das meine ich keineswegs ironisch.

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CountZer0 28.03.2017, 18:21
2. Das ist falsch.

Aus welchem Dorf kommen Sie denn? Wann ist denn dieses "früher" von dem sie da sprechen? Ganz früher war das Mord und man kam dafür in die Hölle. Etwas später früher war es dann Mord und man kam dafür ins Gefängnis. Dazwischen gab es eigentlich nichts.

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Newspeak 28.03.2017, 19:41
3. ...

Zitat von CountZer0
Aus welchem Dorf kommen Sie denn? Wann ist denn dieses "früher" von dem sie da sprechen? Ganz früher war das Mord und man kam dafür in die Hölle. Etwas später früher war es dann Mord und man kam dafür ins Gefängnis. Dazwischen gab es eigentlich nichts.
Ja, wissen wir alles. Wussten auch die Leute damals. Und trotzdem war es, da stimme ich dem Foristen zu, auf dem Dorf vielleicht anders. Ihr Standpunkt entspricht eher diesen "Das sowas bei uns moeglich ist" wenn wieder einmal die Fassade zusammenbricht.

Ich glaube die Wahrheit liegt dazwischen, weil die Menschen unterschiedlich sind, auf dem Dorf gibt es genauso Mord und Totschlag, wie in der Stadt und genauso das Andere, das Schoene.

Eine Sache kann man, denke ich, aber allgemein sagen. Frueher war der Tod im Leben praesenter. Einfach weil mehr Leute gestorben sind, schon im Kindes- und Jugendalter, dazu Unfaelle, unbehandelbare Krankheiten, fruehere Vergreisung. Allein der Einfluss der Infektionskrankheiten kann sich heute niemand mehr vorstellen. Dazu die verbreitertere Religiositaet. Damals gab es zumindest eine andere Bestattungskultur. Die Toten wurden zuhause aufgebahrt. Es gab Totenwachen. Alle moeglichen Rituale und Abwehrzauber. Heute kann es gar nicht schnell genug gehen, bis der Tote "entsorgt" wird, wenn die Leute ueberhaupt zuhause sterben.

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Pride & Joy 29.03.2017, 14:37
4. Die Tiefe der Beziehung

In dem Buch Nina & Tom, wird eine außergewöhnlich tiefe und lebendige Beziehung beschrieben, in die zwei Menschen eintauchten und zueinander fanden.
Der Autor schrieb es aus der Motivation heraus, den für ihn schmerzlichen Verlust, besser zu begreifen und für sich dadurch erfahrbar zu machen. Es ist kein Abschied! Die Gedanken an die geliebte Frau ist Teil seiner Persönlichkeit und wird immer in ihm sein. Diese Erzählung der einzelnen Stationen gibt der Geschichte die Lebendigkeit - auch über den Tod hinaus.

Was mir besonders gut gefallen hat ist der Spagat von Jochen Overbeck, der den Leser mitnimmt auf eine fiktive Reise, die ihn am Ende in Toms Realität ankommen lässt. Vielen Dank dafür!

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spon_1205681 09.04.2017, 20:16
5. tolles buch

lasst es wirken

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spon_1205681 11.04.2017, 15:17
6. hallo - ein Roman?

warum frägt sich der Autor dauernd, was oder wann etwas wahr ist in dem Buch? Es ist ein Roman! Jeder kennt die Geschichte von Tom Kummer, aber was hat das mit diesem Buch zu tun?

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