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Trotz Nervenerkrankung: Phil Collins offen für Genesis-Reunion
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Ihre letzte Tour ist elf Jahre her, und der eigentliche Drummer kann nicht mehr spielen. Trotzdem denkt Phil Collins über eine Neuauflage von Genesis nach - mit einem engen Verwandten am Schlagzeug.

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Aberlour A ' Bunadh 16.08.2018, 22:12
20. Genesis mal wieder

Und wie immer epische Auseinandersetzungen, ob Genesis nun nach Peter Gabriel noch Genesis war oder nicht. Dabei stellt der Ausstieg von Steve Hackett die eigentliche Zäsur dar.
Unter kommerziellen Gesichtspunkte haben Genesis danach sicherlich alles richtig gemacht, als sie sich dem Pop-Markt zuwandten. Schließlich gab's da auch noch den riesigen US-Markt zu gewinnen. Allerdings habe ich nach "Seconds Out" das Interesse verloren. Unter künstlerischen Gesichtspunkten. Als neulich mal Phil Collins beim allabendlichen Markus Lanz zu Gast war, schien für Lanz Genesis erst ab "Abacab" zu existieren, zumal die klatschenden Leute im Publikum offensichtlich ihren ersten Kontakt zu Genesis auch erst im Verlauf der 80er Pop-Jahre hatten. Was mich allerdings gewundert hat, war die Tatsache, dass Phil Collins auf diesen Zug aufgesprungen ist und Lanz' Nachfragen nach den Genesis der "Progressive Era" der 70er Jahre so abschlägig beantwortete, als schämte er sich für die Genesis-Musik aus dieser Zeit. Sehr seltsam. Oder sehr opportunistisch.

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freddykruger 17.08.2018, 00:00
21. @Aberlour A ' Bunadh

Stimmt! Seconds Out war ein sehr sehr gutes Live Album und immer noch gern gehört von mir. Die jetzige Reunion von Genesis halte ich für überflüssig, wie so einige andere Reunions auch. Besser hätte mir, aus nostalgischen Gründen, eine Reunion ohne Collins, dafür mit Chester Thomson oder Bill Bruford an den Drums, Peter Gabriel und natürlich Steve Hackett gefallen. Reines Wunschdenken (schluchz). Auf den Popper Viel Collins (so nannte man Collins, nicht ohne Grund, in den 80ern) kann ich gerne verzichten. Allerdings ist es mehr als bedauerlich das Collins 1982 bei Brand X ausgestiegen ist. Kommerz, sprich Knete, ist Collins wichtiger als Kultur. Muß man wohl so akzeptieren.

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kajoter 17.08.2018, 08:37
22. @ #5

Da ist sie wieder, diese sogenannte Argumentation mit der Geldgier. Als wenn Musiker kein Anrecht hätten, Geld, ja sogar sehr viel Geld zu verdienen, und als sei dieses ein untrügliches Anzeichen dafür, dass ihre Musik quasi minderwertig sei.
Es gibt Bands, Sängerinnen und Rapper, bei denen es ein klares Missverhältnis zwischen einem kaum vorhandenen Können und exorbitanten Kartenpreisen gibt. Ob die Stones oder die Vollplayback-Shows von Britney Spears & Co., wer dafür die geforderten Preise zahlt, dem geht es nicht wirklich um die Qualität der Musik.
Ich fand die letzte Tour von Genesis auch nicht gut, weil sie die einstige Atmosphäre ihrer früheren Konzerte überhaupt nicht mehr entfalten konnten. Aber das lag an der fatalen Entscheidung, Hackett nicht einzubeziehen, und an Gabriels Absage, die übrigens nichts mit dem Umfang der Tour zu tun hatte.
Viele vergessen bei solchen Bands meistens, wie hart die ersten Jahre für sie waren, wie häufig sie für sehr geringe Gagen spielen mussten, bis der sogenannte Durchbruch kam. Insofern könnte man die hohen Kartenpreise durchaus als ausgleichende Gerechtigkeit bezeichnen.
Und auch ich vergesse immer wieder, dass es die Anhänger des 80-er/90-er Genesis-Pop gibt, die die letzte Tour sicherlich ganz hervorragend fanden.
Generell muss man sich heute schon freuen, dass es überhaupt noch Bands gibt, die auf recht hohem Niveau spielen können und ihre Shows nicht mit Tanzeinlagen und überbordenden Lichteffekten zu einem Spektakel machen, bei dem die Musik zu einem Beiwerk verkommen muss, was bei den Damen Spears oder Madonna etc. ja durchaus beabsichtigt ist, da ihre Musik an sich kaum eine eineinhalbstündige Show tragen könnte.
Genesis hat in der Gabriel-Zei und den direkt darauf folgenden Alben jedenfalls so viel Großartiges abgeliefert, dass ich sie nicht nach den Kartenpreisen messen könnte. Und übrigens: Das letzte Konzert ihrer Tour war in Rom und dort wollten sie sich für die "Treue" ihrer italienischen Fans bedanken und verzichteten auf Eintrittspreise. Geldgier sieht anders aus.

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teichenstetter 17.08.2018, 09:34
23. Nun ja

Genesis ist jedenfalls tatsächlich näher an Modern Talking als an Pink Floyd.
Tatsächlich ist Phil Collins als Drummer extrem faszinierend, als Frontman immer eher ein Clown.
Das Gitarrenspiel von Mike Rutherford klingt sehr seelenlos, dafür ist Tony Banks an den Tasten um so bemerkenswerter.
Und nochmal zurück zu Peter Gabriel: Er hat für das was er machen wollte, schlicht das falsche Umfeld. Textlich hat er mich nie überzeugt, auch wenn andere wohl eher einen geringeren Anspruch haben. Musikalisch/Kompositorisch ist Genesis reiner Durchschnitt. Im Grunde gilt: Anspruch runter, Hirn aus, Genesis rein und sich selbst als Experte und zur Avantgarde dazugehörig fühlen. Man hört ja schliesslich Genesis.

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lamblies 17.08.2018, 19:45
24. Mein Titel

Zitat von teichenstetter
Genesis ist jedenfalls tatsächlich näher an Modern Talking als an Pink Floyd. Tatsächlich ist Phil Collins als Drummer extrem faszinierend, als Frontman immer eher ein Clown. Das Gitarrenspiel von Mike Rutherford klingt sehr seelenlos, dafür ist Tony Banks an den Tasten um so bemerkenswerter. Und nochmal zurück zu Peter Gabriel: Er hat für das was er machen wollte, schlicht das falsche Umfeld. Textlich hat er mich nie überzeugt, auch wenn andere wohl eher einen geringeren Anspruch haben. Musikalisch/Kompositorisch ist Genesis reiner Durchschnitt. Im Grunde gilt: Anspruch runter, Hirn aus, Genesis rein und sich selbst als Experte und zur Avantgarde dazugehörig fühlen. Man hört ja schliesslich Genesis.
Wenn Genesis mit Gabriel und Hackett Musikalisch/Kompositorisch reiner Durchschnitt sind, was sind denn die Beatles oder Stones oder Pink Floyd oder Yes?

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bienchen-maja 21.08.2018, 15:05
25. die besten

Zitat von lamblies
Wenn Genesis mit Gabriel und Hackett Musikalisch/Kompositorisch reiner Durchschnitt sind, was sind denn die Beatles (...)?
Die beste und bedeutendste Band der Popmusikgeschichte natürlich, warum fragen Sie?

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