Forum: Kultur
TV-Meisterwerk über Religion: Wunder gibt es immer wieder. Auf die Fresse aber auch
Arte/ Tine Harden

"Die Wege des Herrn" zeigt, wie der moderne Mensch mit ganzem Leib um seine Seele ringt. Wenn Sie diesen Winter nur eine Serie schauen - dann bitte diese von "Borgen"-Macher Adam Price.

rainerwäscher 29.11.2018, 12:31
1. Parameterwechsel

Wunderbar, was es neuerdings alles so an Meisterwerken in der Serienlandschaft außerhalb Hollywoods gibt:
Von Borgen über Babylon Berlin, 4 Blocks und Boot zu den Wegen des Herrn! Da lohnt sich die Haushaltsabgabe wieder. Ich muss ich mir wohl doch wieder einen Fernseher kaufen.

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marty_gi 29.11.2018, 13:32
2. hmm...

Ich haette sowas ja viel lieber auf DVD, im Originalton (mit dtsch. Untertiteln), da kann man dann neben dem Seriengenuss auch gleich noch seine Sprachkenntnisse aufbessern.

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.patou 29.11.2018, 13:38
3.

Ich glaube, ich werde der gestern vorgestellten Doku-Serie über die Blutwurst-verarbeitenden Bestatter erst mal den Vorzug geben vor 550 Minuten Hardcore-Protestanten, die mit ihrem Glauben ringen. Ich fand aber auch schon Bergman eher anstrengend.

Kann es sein, dass mit dem Attribut "Serien-Meisterwerk" im Moment etwas großzügig umgegangen wird?

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manskyEsel 29.11.2018, 14:05
4. HörenSagen....

Einem ondit zufolge plant man nun auch ein Remake von ' Kolberg ' mit Hallervorden. Auch 'Thälmann' mit Campino ist angedacht.
Biermann soll abgelehnt haben, die Hauptrolle in dem Remake von 'Törless' zu übernehemen, weil er dort nicht Gitarre spielen darf.
Der Plan für ein Remake der 'Familie Schölermann' wurde mangels ausgebildeter Schauspieler verworfen.
So schwindet die Kultur dahin.....
'Die drei Damen vom Grill' zu remaken, wird von MeToo#-Kämpferinnen sabotiert.
Soweit sind wir schon heruntergekommen.

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yksas 29.11.2018, 14:05
5. Netter Versuch

Wunder sind Begebenheiten entgegen den Naturgesetzen, wobei die Naturgesetze nicht von irgendjemandem durchgesetzt werden sondern sich als richtig sich herausgestellt haben. Vielleicht wurden bei einem Naturgesetz nicht alle Eventualitäten herausgearbeitet aber entgegen den Naturgesetzen passiert gar nix. Wunder gab es nie.

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vera gehlkiel 29.11.2018, 20:51
6.

Als hier vor einiger Zeit "Babylon Berlin" (was ich übrgens schrecklich seicht und aufgedunsen zugleich fand) verhymnisiert wurde, war der Bezugspunkt für Intellektuelle, die mit den lasziven nackten Körpern in finsteren Ecken vielleicht Anklänge an "Querelle" etc. verbinden würden, Fassbinder. Ich fand, dieser grossen Name hat dem freundlichen Bemühtsein einer doch nur "netten" Serie, mit viel Techno zur postwilhelminischen Dekadenz, überhaupt nicht gut getan. Als dann noch Peter Kurth als übergeiler Biberkopf auftauchte, konnte man nur, nach extremem Anfangsflash, bitterlich enttäuscht ausschalten, jedenfalls als ausgemachte Fassbinder - Liebhaberin. Nun wird die nächste Serie mit noch mehr Verve über den Regiegott Bergman verklickert, und namentlich mit dessen unendlich komplizierten Bezügen zu Schuld und Sühne, Wahrheitssuche und Leidenschaft. In denen allerdings die aktuelle Kirchenpolitik selbst, nach meinem Dafürhalten, wenig bis gar keine direkte Rolle spielte. Umso mehr der menschliche existentielle Lebenskampf im Angesicht eines womöglich inexistenten Absoluten. Sollte diese Serie da bestehen können, muss das nicht ausgehen wie Ferdinand Sauerbruch gegen Professor Doktor Brinkmann von der Schwarzwaldklinik, oder wenigstens wie Hugh Lauries Dr. House gegen Jens Spahn?!

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Akku fast leer 29.11.2018, 21:23
7.

Mir ist aufgrund des Artikels nicht wirklich klar, was genau diese Serie zu einem Meisterwerk über Religion macht.

Ich bin gläubiger Christ und Kirchgänger. Und ich finde nichts im ersten Teil dieser Serie, dass irgendetwas mit dem zu tun hätte, was ich im Praktizieren meines Glaubens in meiner Gemeinde erlebe.

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tommachtblau 30.11.2018, 15:28
8. Was hat das mit Religion oder gar Glaube zu tun

Ich kann „Akku fast leer“ nur Zustimmen mit Wirklichem Christlichem Glauben hat diese Serie nicht so arg viel zu tun der Pfarrer und auch der eine Sohn wirken doch sehr unreif. Die Charaktere sind gut gespielt in den Kämpfen, die die Zwei durch zustehen haben. Der 2. Sohn macht als Pfarrer in Dänemark „eine gute Gute Figur“ und wird erst im Krieg überfordert, was ja durchaus normal ist.
Ich vermute, nur ein kleiner Teil der Menschen würde sowas ohne Traumatisierung überstehen. Nach dem WW2 hat man einfach nicht darüber gesprochen.

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