Forum: Kultur
Überbevölkerung: Nichts gegen Kinder, aber...
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Verstopfte Straßen in London, Wohnungsknappheit in Berlin: Die Welt ist jetzt schon viel zu voll. Und wir? Machen nur noch mehr von allem - und fressen uns am Ende der Nahrungskette gegenseitig auf.

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klauspeterstuder 22.10.2016, 17:20
70. Welche Weitsicht?

Zitat von maxi.koch99
Die niedrige Geburtenrate in Deutschland wird zum Problem werden. Ganz unabhängig wie man dazu steht ob Deutschland irgendwann nur noch eine Minderheit Deutsche beinhaltet. Es geht um unsere Sozialsysteme Zu wenig Beitragszahler (noch Kinder) werden den Überschuss an Leistungsnehmnern (noch Arbeitende) nicht mehr zahlen können Ist es nicht deutlich effizienter die enorm hohen Geburtenraten in ärmeren Ländern (6kinder+) versuchen zu senken bzw. anreiz zur senkung zu geben? Oder zumindest die notwendigkeit dieser hohen Kinderzahl zu nehmen? Wenn sie wirklich Angst vor Überbevölkerung haben dann wäre ein Ansatz in Europa wie das bekämpfen des Klimawandels durch ein Verbot an Duftkerzen
Das Argument, dass den Alten zu wenig Beitragszahler gegenübersehen, dient doch ganz allein der Panikmache. Es nimmt außerdem den Politikern die Verantwortung alternative Versorgungssysteme zu entwickeln. Damit Wähler gegen sich aufzubringen. Sicher, ohne Kinder gibt es keine Beitragszahler. Vor allem keine Versorger und Pflegekräfte. Diese Argumente hebeln die Tatsache einer überbevölkerten Welt aber nicht aus. Was nutzen uns in Zukunft die vielen potentiellen Beitragszahler, wenn die Ressourcen fehlen diese Menschen zu versorgen? Könnte sich Deutschland mit 70 Millionen Menschen ohne Rohstoff- und Lebensmittelimporte selber versorgen? Das konnte das Deutsche Reich während des 1. Weltkrieges auch nicht. Und da war unser Land um einiges größer, das Land nicht zersiedelt und es gab wesentlich mehr Ackerfläche. Selbst die Fortschritte in der Landwirtschaft ändern an der Versorgungskrise nichts. Zumal diese Fortschritte ohne Rohstoffe (Energie und Chemie) gar nicht möglich sind. Außerdem ist der Beitrag nicht nur von den potentiell zur Verfügung sehenden Arbeitskräften abhängig. Dieser nachwachsende Industrierohstoff braucht auch Arbeit. Gut bezahlte Arbeit. Ohne die gibt es keine Beiträge. Früher, vor wenigen Jahrzehnten, war die Stahlindustrie ein sicherer Arbeitsplatz. Deutschland brauchte hier keine Konkurrenten führten. Heute ist die Stahlindustrie ein Krisenherd. Die meisten Arbeitsplätze, oder alle, werden hier verloren gehen. Es gibt keine sicheren Arbeitsplätze in diesem Land. Über kurz oder lang, werden wir den US-Amerikanern folgen. Ein Land mit wenig Industrie. Das war mal Vorbild für uns. Dientstleistungsgesellschaft. Nur damit können wir die Bevölkerung nicht ernähren und vor allem
fehlen dann die Beitragszahler. Auch mit hoher Geburtenrate

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pippipankau 22.10.2016, 17:23
71. endlich!!!

endlich mal jemand, der sichs traut!!!

ganz meine meinung!

dazu noch: vegan werden und die welt hat viele probleme weniger (wasser-und luftverschmutzung, gülle, treibhausgase, regenwaldabholzung, krankheiten, leerfischung der meere, hunger in der welt, wasser- und resourcenverschwendung.....)

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sok1950 22.10.2016, 17:26
72. das ist wie das Singen vor Angst im dunklen Wald - kann nur von jemandem ohne Kinder kommen

Meine Frau und Ich, wir haben vier Kinder, 5 Enkelkinder und es sollen noch mehr (Enkelkinder) werden.

Wohnungsprobleme? Kennen wir nicht.
Wer muß auch in der Innenstadt von Berlin, München usw. wohnen?
Wir wohnen in Orten mit ca. 10.000 Einwohnern, und das funktioniert super. Selbst bin ich mehrmals monatlich in München - und ehrlich: Der Krach, der Autoverkehr usw. usf. sind nervend, und die angeblichen (z.B. kulturellen) "Angebote" reißen mich auch nicht vom Hocker.

Wer die "Angebote" einer Großstadt denkt brauchen zu müssen der ist nicht besser als die andere Masse, die den Blick nicht vom Smartphone bekommt und denkt, die "Freunde" bei Fratzenbuch sind tatsächlich Freunde und unverzichtbar.

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Knossos 22.10.2016, 17:30
73.

Zitat von fusselsieb
Und was ist mit den Tieren? Für die sind die denkenden und empfindungsfähigen Lebewesen (also notfalls der Mensch) verantwortlich.
Daß es am Denken hapert, zeigt sich wo astronomisch dimensionierte Vermögen erwirtschaftet werden und nur ein Bruchteil davon bei den Arbeitenden ankommt, während diese sich wie geordert aufs Rechnen mit überlassenen Krumen beschränken.

Und bezüglich des Empfindens, ist bereits in industrialisierter Sphäre zu beobachten, wie brutal der Mensch sein kann. Doch was hier im Vorderen Orient an Tierquälerei geschieht, geht auf keine Kuhhaut mehr. Was ich mir allein dieser religiösen Feiertage an Schreien gemarterter Tiere anhören muß, entzieht sich jedem Versuch der Beschreibung. Die Kinder verschaffen sich bestialischen Zeitvertreib mit streunenden Tieren und die Älteren gern mit Hundekämpfen (zu denen Kinder durchaus mitgenommen werden).

Der letzte durch Mark und Bein gehende, endlose Schrei ist keine halbe Stunde her, und ich kann dem nicht nachgehen, da des letzten Einsatzes wegen bereits auf Bewährung verurteilt. (Richter: "Du schlägst einen Gläubigen wegen Hunden?! Dir werd ich´s zeigen!")

Was mich auf ein weiteres Mißverständnis der Autorin bringt, wenn sie von dem Moment spricht: "... bevor Kinder von diversen Einflüssen versaut werden."
Es verhält sich primär umgekehrt. Der Mensch wird orientierungslos und mit offenem Potential in alle erdenkliche Richtung geboren. Wird er nicht zur Empathie erzogen, weist er auch keine auf. Hier etwa werden Kinder nicht unbedingt dazu angehalten, grausam zu sein. Sie sind es, weil gleichgültige Umgebung sie nicht davon abringt. -Und natürlich einmal mehr gegen den Hund, weil Kleriker das arme Geschöpf zur widerlich unheiligen Kreatur entstellt haben. Doch wenn habhaft, tut es jedes andere Wesen auch.
Typischer Dank einer Mentalität gegenüber dem Wesen, ohne dessen Beistand der Mensch ausgestorben wäre.

Im Gegensatz zum morgenländisch landläufigen Spruch Erwachsener ("Es ist ein Kind. Was soll ich machen"), als sei Nachwuchs im Kindesalter nicht erziehbar, sind Kinder schon sehr früh, was man aus ihnen macht. Geprägt werden sie so oder so. Es können ebenso herzige Engel sein, wie aber auch Ungeheuer. Eine Frage der Umgebung und Kultur.

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ackermart 22.10.2016, 17:31
74. Überbevölkerung - war gestern...

, als Vernunft noch über Ökonomie ging. Die neue Kunde heißt, wir brauchen Kunden für unsere Überproduktion. Und wenn die Ware nicht zum Kunden in der armen Welt kommen kann, dann holen wir die Armen zu uns. Über Über-Geldproduktion können die sofort "mit Konsum produzieren mitproduzieren" und ihrerseits die Kunde in alle Welt verbreiten, dass jeder Kunde hier ein König ist. Wer - in aller Welt - also schon immer mit dem Produzieren eines eigenen Stammes König werden wollte, will kommen in dieses Land der Kinderarmen, willkommen geheißen mit offenen Armen von der Mutter aller Kinderlosen.

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Hokuspokus 22.10.2016, 17:34
75. Überbevölkerung - der größte Quatsch überhaupt

Die Erde ist weder überbevölkert noch droht uns das jemals. Das Wort gehört in die Schublade gleich neben "Lebensraum" und dem anderen Unsinn der Nazis. Wer sich mal die Mühe macht,d er schaue, wie groß z.B. Afrika auf der Landkarte ist und wie viele Menschen dort auf diesem (wunderschönen) Kontinent leben. Oder er holt sich gleich die Einwohner pro Quadratkilometer Messlatte und er wird schnell merken, dass es "Überbevölkerung" bestenfalls in den Industrienationen gibt. Platz ist genug für alle da!
Die Versorgung mit Nahrungsmitteln, Infrastruktur etc. ist ein logistisches und finanzielles Problem. Das zu lösen ist eine globale Aufgabe der Menschheit. Kein Mensch ist auf dieser Welt "zuviel", egal ob 10, 20, 30 Milliarden oder sogar noch mehr hier leben.
Neben der Gegenwart sollte man auch mal die ferne Zukunft oder in den Nachthimmel schauen. Es gibt in diesem Universum keinen Mangel an nichts! Rohstoffe, Platz, Energie, alles ist in galaktischen Dimensionen verfügbar, die Menschheit muss es sich nur erschließen. Auch das wird eines Tages geschehen, auch wenn der eine oder andere nicht in der Lage ist, seinen Horizont bis dahin zu erweitern.
Überbevölkerung ist ein rassistisches Unwort, das geächtet gehört, denn es sind immer die "Anderen" von denen es zu viele gibt, nie man selbst.

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Meckerameise 22.10.2016, 17:40
76. Genau, wir Europäer gebären zu viele Kinder...

Also das ist einer der schlechtesten Texte, den ich hier je lesen musste. Er ist unheimlich verallgemeinernd und zieht somit den völlig falschen Schluss aus einem globalen Problem.
Ja, auf der Erde tummeln sich mittlerweile extrem viele Menschen und GLOBAL betrachtet wird diese Menge sogar weiter anwachsen - aber die Geburtenrate in Industrieländern unterscheidet sich doch von Schwellen- oder Entwicklungsländern. Unsere Städte sind auch voll, aber das liegt sicher nicht daran, dass wir eine zu hohe Geburtenrate haben. Der Trend liegt in der Verstädterung. Die 3,5 Mio. Berliner und die 8,5 Mio. Londoner sind doch nicht alle dort geboren worden! Migration ist das Zauberwort. Innerhalb von Landesgrenzen sowie über Staaten hinweg. Und Wohnungsknappheit wird das Problem wahrscheinlich auch nicht lösen. Gerade junge Menschen werden sich schon flexible Alternativen zu Single- oder Paarhaushalten oder auch WGs ausdenken. Flexibilisierung der Arbeit und Digitalisierung könnte womöglich sogar dazu führen, dass z.B. sich sowas wie Mietskasernen durchsetzen in denen man nur noch zum Schlafen einfindet. Man wird vielleicht keine eigenen Betten mehr haben, sondern findet per App einen freien "Menschenparkplatz".
Entweder wir schaffen es, das Leben außerhalb von zukünftigen Megastädten attraktiv zu gestalten (und vertagen vielleicht nur das Mengenproblem auf die Zukunft) oder wir dürfen wahrscheinlich immer enger zusammenrücken.
Das Problem der Menschheit ist, dass wir einfach nicht mehr sterben. Die Lebenserwartung nimmt immer weiter zu und Kriege werden immer seltener - gerade in Industrienationen quasi gar nicht mehr. Es werden dort viele Kinder geboren, wo sie durch Armut und Krieg kein langes Leben erwarten dürfen.
Ich schau mir auch nicht hierzulande die Supermärkte und Elektronikläden an und sage: die Welt produziert zu viel.
Der Rhythmus des Menschen ist schlicht aus dem Ruder gelaufen. Bei zu vielen Menschen müssten weniger geboren werden, denn irgendwann stirbt der Mensch ja tatsächlich (noch). Bloß was passiert mit einer veralteten Gesellschaft ohne Kinder? Wir müssten dann tatsächlich in den sauren Apfel beißen und erkennen, dass wir bis in den Tod schuften müssen, weil es keine anderen Altersgruppen mehr gäbe. Da entschuldigt dann nur noch Krankheit oder Tod. Alternativen wären Kriege oder Euthanasie. Beides keine Wunschzustände...
Fazit meinerseits: das Problem sind nicht die Kinder, das Problem ist die zu hohe Lebenserwartung

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kumi-ori 22.10.2016, 17:44
77.

Wir haben ja nicht in Deutschland zu viele Kinder. Ideal wäre in Deutschland ein ganz klein wenig mehr und in Regionen mit hoher Überbevölkerung drastisch weniger.

Wir haben glücklicherweise mit der modernen Medizin ermöglicht, dass auch in schwierigen Regionen fast jedes Kind erstmal überlebt. Aber leider ist die Geburtenrate weiterhin gleich hoch geblieben, so dass die Ressourcen dauerhaft überstrapaziert werden. Das führt zu bitteren Verdrängungskämpfen und die Sterblichkeit wird sich nur zeitlich etwas verschieben. Es nutzt auch nichts, wenn wir Klimaflüchtlinge nach Europa holen. Wir könnennicht mehr als ein paar Milliarden aufnehmen, der Rest wird sich bis an die Grenzen weiterhin vermehren. Daher muss man irgendwie erreichen, dass in den Ländern mit Überbevölkerung sich die Geburtenkontrolle etabliert. Dazu müssen Religionen und alte Stammestraditionen abgeschafft werden.

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anna cotty 22.10.2016, 18:00
78. Tolle Idee!

Zitat von pippipankau
endlich mal jemand, der sichs traut!!! ganz meine meinung! dazu noch: vegan werden und die welt hat viele probleme weniger (wasser-und luftverschmutzung, gülle, treibhausgase, regenwaldabholzung, krankheiten, leerfischung der meere, hunger in der welt, wasser- und resourcenverschwendung.....)
Lasst uns alle Veganer werden und keine Kinder kriegen.
Das waere ja eine tolle Welt: keine Tiere ! Nein gar keine, auch keine Haustiere,denn die koennen wir ja nicht versklaven.
Nur noch Gummistiefel? und Plastiklatschen und keinen Honig mehr.
Nix mit Bio- Gemuese, denn dazu fehlt der Bio-Duenger ( Ausbeutung der Tiere).
Ja und dazu kommt: keine Kinder! Alles ruhig im Land, sozusagen totenstill. Aber es gibt bestimmt genug Wasser zu trinken, zumindest in Deutschland und anderen nassen europaeischen Laendern, wie Irland und Grossbritannien zum Beispiel. Dann mal Prost. Auf die Zukunft!

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tallinn1960 22.10.2016, 18:00
79. So traurig

Was für ein trauriger Text. Da sollen wir also keine Kinder mehr kriegen, damit was gegen die Überbevölkerung getan wird. Oder habe ich das falsch verstanden?

Ehe für alle oder keinen, hin oder her, die ist weder notwendig noch hinreichend dafür, Kinder zu bekommen. Wer meint, die klassische Ehe bezieht ihren Wert daraus, die Wiege für Kinder zu sein, irrt. Der Wert der Ehe, der klassischen genauso wie der für Alle, entsteht aus der Solidarität und der gegenseitigen Fürsorge der Partner. Darum gehts beim Heiraten. Kein Eheversprechen enthält ein "Wir werden Kinder bekommen."
Keine Kinder zu bekommen, weil die Welt so schlimm und die Zukunft so finster ist, verkennt die Welt und die Zukunft. Tatsächlich gings der Welt noch nie so gut wie heute, selbst die weltweite Armut ist deutlich zurück gegangen. Was soll die Jammerei? Natürlich gibts bei 8 Mrd Menschen auch millionenfach erfahrenes Unrecht, aber deswegen trifft das doch nur eine Minderheit, und der könnte man helfen, wenn man mal vom Jammern weg käm und zum Handeln hin. Natürlich haben wir ein globales Umweltschutzproblem mit dem stetig steigenden Verbauch nicht nachwachsender Ressourcen, und das wird eines Tages auch unser materiellen Wohlstandsgesellschaft hier im reichen Westen den Garaus machen - danach werden wieder kleinere Brötchen gebacken. Aber die Menschen haben solches auch in der Vergangenheit schon erlebt. Wieso fürchten, was man schon kennt? Ist ein Leben ohne all den Tand, den unsere Konsumgesellschaft ständig verbraucht, nicht mehr lebenswert? Wie sehr sind wir schon verfangen in diesem Konsumwahn?

Kinder sind der natürliche Sinn des Lebens, jeden anderen Sinn denken wir uns nur aus. Es ist auch mehr als redlich, wenn man das Geschenk des Lebens, das man erhalten hat, weitergibt. Menschen, die keine Kinder wollen - denn heute kann man sich das ja ganz gegen die Natur aussuchen - machen mich traurig. Insbesondere, wenn sie dann von all dem Schlimmen reden, das sich in der Welt zuträgt. All das Gute, das auch geschieht, spielt ja keine Rolle.

Doch heutzutage ist es ja bei den meisten auch gar nicht die Sorge um die Welt, die sie vom Kinderkriegen abhält. Sondern ganz profan die Bequemlichkeit und der Wunsch nach Selbstverwirklichung. Auch das macht die Lebensuntüchtigkeit moderner, reicher Gesellschaften aus. Die Geschichte wird einst auch das Ende des Materialismus und die Rückkehr zu bescheideneren Wirtschaftsverhältnissen erklären können.

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