Forum: Kultur
Unterdrückte Jugend: Die Rebellion muss leider ausfallen
DPA

Bitte keine Utopien! Jugendliche sollen gefälligst funktionieren und konsumieren. Und nicht die Ruhe stören. Sonst rückt ganz schnell die Polizei an.

Seite 1 von 8
dekorte 07.07.2018, 19:04
1. Von wem ist die Rede?

Bitte die Diskussion ehrlicher führen. Meine Kinder erben mehrere Häuser und diverse Wertpapiere. Da darf es in der Schule auch mal ruhig zugehen, sie müssen nicht funktionieren wie Roboter. Anders natürlich bei Kindern aus der akademischen unteren Mittelschicht, die ihr Leben durch Arbeit und ggf. Anstrengung finanzieren müssen. Die müssen sich tatsächlich gegen Algorithmen durchsetzen. Also bitte nicht die Jugend über einen Kamm scheren.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
der IV. Weg 07.07.2018, 19:05
2. Sybille ..

.. hat Recht. Genau so ist es.
Was brauchen wir Menschen?
Wir wollen Maschinen!

Computerwelt, denn Zeit ist Geld.
(Kraftwerk 1984)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
dieter-ploetze 07.07.2018, 19:07
3. rebellion war auch 68 nicht vorgesehen

und, glauben Sie, da war die polizei schneller als heute da und war rabiater als heute, hatte noch weniger bis ueberhaupt kein verstaendnis. heute ist dafuer die angst groesser, die angst dann zu verlieren und die zukunft zu verbauen. wir sind ja heute zu einer angstgesellschaft geworden, niemand ist mehr sicher, dass er morgen noch da ist wo er heute ist. angst gabe es auch damals durch z.b. berufsverbote aber heute ist das doch
irgendwie schlimmer da es kein nieschendasein gibt, wie man es damals noch finden konnte. der lebensunterhalt war dank niedriger mieten immer irgendwie zu stemmen. fuer die heutige jugend sieht das anders aus.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
peter-mueller-68 07.07.2018, 19:08
4. Yeah! Auf den Kopf getroffen!

Mehr muss man nicht sagen. Hervorragender Artikel. Nur noch eine harmlose Musikempfehlung zur weiteren Vertiefung des Themenkomplexes: Macht kaputt, was euch kaputt macht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
xcver 07.07.2018, 19:15
5. komisch

also ich fand Hausbesetzer schon als Jugendlicher doof und das trotz ansonsten eher sozialliberalen Verständnisses

Beitrag melden Antworten / Zitieren
golgor 07.07.2018, 19:17
6. Schöner Artikel

Der Generationenkampf jung gegen alt wird immer schlimmer...aber alt bestimmt keiner Alltag in unserem Leben. Die Alten wählen ja auch immer die gleiche Partei...so wird sich nie was ändern vor allem in Bayern nicht. Willkommen Polizeiaufgabengesetz...willkommen Seehofer...tschüss Freiheit

Beitrag melden Antworten / Zitieren
im_ernst_56 07.07.2018, 19:39
7. Wunschdenken

Ich war gestern nacht in Heidelberg unterwegs unter jungen Leuten, die im Schnitt 30 Jahre jünger waren als ich.
Von dem normalen Wunsch junger Menschen nach einer Revolution, nach einem gerechteren Leben habe ich da nichts bemerkt. Die jungen Menschen wollen Spaß, Spaß und nochmal Spaß. Und sollte es in der Schweiz, dem Inbegriff des kapitalistischen Bankenwesens, anders sein, dann ist mir wohl irgendwas entgangen. Frau Berg glaubt wohl, die Autonomen in Berlin-Friedrichshain, Leipzig-Konnewitz oder im Schanzenviertel von Hamburg seien repräsentativ und eigentlich wollten alle jungen Menschen so sein. Das halte ich für Wunschdenken.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
tomdabassman 07.07.2018, 19:44
8. Frage der Mehrheit

Ich bin Baby-Boomer und damals waren wir viele. Heute führe ich ein gesetztes Dasein und habe selbst keine Kinder, wie übrigens viele aus dieser Generation. Auch ich habe Angst, und zwar genau vor dem Altenterror den Frau Sibylle hier schildert. Einwanderung (aber die richtige...) tut Not, doch es ist bereits zu spät. Der Deutsche sehnt sich nach Stillstand, nach ruhiger Hand (Merkel) und nach Abschottung (CSU). Nur wenn die Nationalelf versagt, dann ist Erneuerung gewünscht, aber bitte nicht bei mir...so kommt mir der Mainstream vor. Nagel auf den Kopf getroffen, Frau Berg.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
florianinlaw 07.07.2018, 19:47
9. Volltreffer

Selbst übertroffen, Frau Berg. Besser kann man diese von staatlicher Autorität, Ängstlichkeit, Rückversicherungstaktik und Mutlosigkeit geprägte Zeit nicht beschreiben. Ohne dass dies eine solche Kolumne freilich leisten kann, wäre über die Gründe der Abwesenheit jeglicher Utopie, die eine Grundvoraussetzung für ein freies Leben ist, zu diskutieren. Solange man Angst haben muss vor dem nächsten Steuerbescheid, Der nächsten Hausdurchsuchung und dem bösen alten Mann aus Amerika, wird das nicht stattfinden. An der Stelle ein Zitat von Frank Herbert: Wenn man Feigheit lehrt, wird es leicht, Kultur zu betreiben. Die Zivilisation zerstört die Kriterien, Die zum Mute führen....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 8