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US-Fernsehpreise: "Breaking Bad" mit Serien-Emmy gekrönt
REUTERS

Triumph eine Woche vor dem Finale: "Breaking Bad" hat den Emmy für die beste Drama-Serie abgestaubt. Eine Auszeichnung beim wichtigsten Fernsehpreis der Welt erhielt auch Hollywood-Star Michael Douglas.

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christian simons 23.09.2013, 08:53
1.

Zitat von sysop
Triumph eine Woche vor dem Finale: "Breaking Bad" hat den Emmy für die beste Drama-Serie abgestaubt. Eine Auszeichnung beim wichtigsten Fernsehpreis der Welt erhielt auch Hollywood-Star Michael Douglas.
Ich bin zwar durchaus damit einverstanden, dass die Emmys für die besten Dramaserien nach dem Gieskannenprinzip verteilt wurden und neben "Breaking Bad" auch "House of Cards", "Homeland" und "Boardwalk Empire" gewürdigt wurden.
Aber mit der Auszeichnung für Jeff Daniels (The Newsroom) als bester Hauptdarsteller hat man unter allen Nominierten (Cranston, Bonneville, Spacey, Hamm und Lewis) zielsicher die schwächste Leistung herausgepickt.
Die anderen haben allesamt mehr geboten als das pathostriefende Portrait eines schrullig, integeren Journalismushelden....

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Marib 23.09.2013, 09:02
2.

wer 'The Newsroom' + 'Breaking Bad' gesehen hat weiß, dass Jeff Daniels der bessere Schauspieler ist. Breaking Bad ist eine geniale Serie die mit versteckten Anspielungen, großartig aufgebauten Charakteren und einem spannenden Thema.
The Newsroom ist eine Serie die reale Events in einen fiktiven Nachrichtenraum packt. Die Kontroverse wirkt heftiger als bei Breaking Bad, weil sie eben real ist. Jeff Daniels musste nicht in der Unterhose durch die Wüste hüpfen, aber er spielt seinen Charakter noch tiefer als es Bryan Cranston tut.

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ruzoe 23.09.2013, 09:24
3. Na also!!

Breaking Bad ist mit Abstand die furioseste Serie der letzten 10 Jahren. Ich wünsch' mir noch mindestens 100 weitere Folgen auf demselben Niveau...und Guckpflicht für deutsche Drehbuchautoren. :-)

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Haller 23.09.2013, 10:04
4. Da kann man mal sehen, wie fertig die USA sind

ein Normalo wird zum Hochkriminellen- und das feiern die Amis als das beste, was jeh gedreht wurde. Symptomathisch.

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gurrke 23.09.2013, 10:17
5.

Die amerikanischen Schauspieler machen mal wieder das, was sie am besten können: Sich selbst feiern. Bei ca. 10 mittelmäßigen bis sehr guten Serien die im Jahr so laufen vergeben sie Preise in gefühlt 35 Kategorien damit auch ja keiner ohne Preis nach Hause gehen muss. Das gleiche bei den Oscars: Jeder hat einen.

Stellt sich nur die Frage warum wir es in Deutschland nicht schaffen Serien auf zumindest 10% des Niveaus der amerikanischen Serien rauszubringen. Alles was zählt, GZSZ, Küstenwache und Hallo Robbi kommen einfach nicht an Homeland, Breaking Bad, Himym, TBBT etc ran

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michas00 23.09.2013, 10:33
6. @Marib

Da muss ich leider widersprechen, wobei das alles Geschmackssache ist, ich habe beide Serien gesehen, Newsroom nach einigen Episoden abgesetzt, da mir Jeff Daniels gar nicht gefiel, Bryan hingegen finde ich extrem gut in seiner Rolle, freue mich schon auf heute Abend und Episode15.

Hoffe das Gilligan mit dem "better call saul" Spinoff ebenso erfolgreich ist.

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christian simons 23.09.2013, 10:35
7.

Zitat von Marib
The Newsroom ist eine Serie die reale Events in einen fiktiven Nachrichtenraum packt. Die Kontroverse wirkt heftiger als bei Breaking Bad, weil sie eben real ist. Jeff Daniels musste nicht in der Unterhose durch die Wüste hüpfen, aber er spielt seinen Charakter noch tiefer als es Bryan Cranston tut.
Der Produzent und Erfinder von „The Newsroom“ Aaron Sorkin ist zwar durchaus in der Lage realitätsbezogene Konflikte ansprechend zu inszenieren, aber er hatte schon immer einen fatalen Hang dazu, bestimmte Berufsgruppen (Politiker, Anwälte, Journalisten) mit einer gehörigen Portion Gesinnungskitsch zu glorifizieren....

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Daku85 23.09.2013, 10:36
8. @Haller

Natürlich kann man das so sehen, allerdings nur, wenn man entweder die Serie nie gesehen hat bzw. sie nicht verstanden hat oder man ist das, was man neudeutsch gerne einen Troll nennt. Bei zweiterem würde ich ihnen allerdings eine böse Absicht unterstellen, deswegen nehme ich zu ihren Gunsten an, dass der erste Fall zutrifft. Ihre Aussage verstehe ich so, dass Sie es abstoßend finden, dass eine hochkriminelle Figur von den Massen vergöttert wird. Dies entspricht jedoch nicht der Wahrheit, denn es wird in der Regel nicht die Figur an sich gefeiert, sondern die Geschichte ihrer Verwandlung zu einem Monster. Das ist ein kleiner, aber feiner Unterschied, den man erkennt, wenn man sich ein wenig mit der Materie befasst.

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Zathras 23.09.2013, 10:40
9.

Zitat von Haller
ein Normalo wird zum Hochkriminellen- und das feiern die Amis als das beste, was jeh gedreht wurde. Symptomathisch.
Auf TV/Filmebene sind uns die Amis meilenweit voraus. Jede einzelne dieser für den Emmy nominierten Serien haut eine deutsche Serie sowas in Grund und Boden. Wir müssen uns hier in D mit unterirdischen Mist begnügen. Außerhalb von Krimi, Nonne, Arzt und Tier gibts im deutschen Fernsehen gar nix!
Und was heißt hier symptomathisch? Breaking Bad als Serie kann symptomathisch für die USA stehen und wie weit es mit dem Traum vom Tellerwäscher zum Millionär gekommen ist, wie die Sozialsysteme dort funktionieren (oder auch nicht), wie sich die Generationen auseinander gelebt haben, und und und... Man kann über die USA denken was man will, TV-Serien können sie, wir nicht!

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