Forum: Kultur
Vergewaltigungsdrama auf Arte: "Ich bin beschmutzt. Es klebt an mir"
Arte/ BR/ Barbara Bauriedl

Sie wollte einen Täter heilen und wurde sein Opfer: Das TV-Drama "Sieben Tage" erzählt den wahren Fall der Gefängnispsychologin Susanne Preusker. Meisterhaft - und an der Grenze des Erträglichen.

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miram-m 07.09.2018, 19:21
10.

Für jeden Mensch, außer Psychopaten, Sadisten und Vergewaltiger selbst, ist ihre Geschichte schrecklich und kaum zu ertragen. Und nachdem ich erfahren habe, dass das Opfer sich das Leben genommen hat, werde ich diesen Film NIE in meinem Leben anschauen. Zu grausam ist das Ganze. Ich wünsche ihrer Familie, Freunden alle mögliche Kräfte zu sammeln um diese Tragödie zu überleben!

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alt-nassauer 07.09.2018, 19:28
11. Fiktion!

Zitat von Capetonian
daß die Filmbesprechung in dieser Form erscheinen darf. Wie andere Kommentatoren bereits geschrieben haben ist das Ende keinesfalls tröstlich. Diese Filmbesprechung ist auf widerlichster Weise voyeuristisch. Schlecht recherchiert oder schlecht durchdacht? Das Mitgefühl erscheint nur eingebildet oder schlimmer noch - nur gespielt. Erinnert mich an einige Amazon-Kritiken, die mit der Empathie eines Eiswürfels geschrieben sind.
Zitat "Der Film erzählt von Hanna Rautenberg.... ....Das Tröstlichste an diesem Werk ist noch das offene, aber zaghaft hoffnungsvolle Ende."

So steht es oben im Text!



Ist der Film also die Fiktion nun schon die Realität. Hätte der Autor das wahre Leben rezensieren und beurteilen sollen? Also die Lebensgeschichte des Buchs von Frau Preusker, somit ein Nachruf. Wobei ja der Drehbuchautor ja auch seinen Beitrag geleistet hat. Soll das in dem Film neben der Schauspielerischen können, Kamera und Regie nicht gewürdigt werden. Weil die Realität im Februar die Fiktion eingeholt hat? Film ist nun mal Film....



Das "reale" Leben war und ist untröstlich... Das kann und konnte der Film auch nicht ändern. Dennoch bleibt am Ende in der Fiktion eine Aussage - die sich im wahren Leben von Frau Preusker nicht ergeben hat.... Warum nimmt man das nicht mit oder akzeptiert so eine Ende? Das darf man auch so beschreiben.



Verwechseln hier einige das Genre - es ist keine Dokumentation!

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Capetonian 07.09.2018, 19:57
12. @alt-nassauer

Wer eine Ausrede sucht, findet sie. Fiktion ist etwas, das nur in der Vorstellung existiert. Der Film ist die geschmacklose Verarbeitung einer realen Geschichte.

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euroeddy 07.09.2018, 19:58
13. Schon erstaunlich

Der Autor dieses Artikels hat offensichtlich nicht einmal nach der Hauptfigur des Films gegoogelt, einem Lektor ist auch nichts aufgefallen, obgleich sehr viele Menschen von dem kürzlichen Suizid von Frau Preusker sehr betroffen waren. -Schwach, wie so vieles, was derzeit auf SPON publiziert wird!

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lahozdeoro 07.09.2018, 20:01
14. Therapie mit sehr hoher emotionaler Beteiligung ist immer schwierig

Das ist jetzt eine schwierige Aufgabe, zu schreiben, was ich denke, doch ich versuche es: eine Therapeutin, hochmotiviert, versucht einen Sexualstraftäter zu heilen. Das ist an sich schon eine extrem schwierige Arbeit. Für eine Therapeutin ist abzusehen, dass darin auch eine hohe Gefahr liegt. Sie müsste unbedingt auf höchste Sicherheit achten (Beobachtung von außen vielleicht)? Und hohe Motivation kann die therapeutische Arbeit in Schieflage bringen - Neutralität wäre hier sicher wichtiger. Das ist wohl ein Knackpunkt: bereit sein, emotional mitzufühlen und Emotionen zu erkennen, ohne sich mitziehen zu lassen. Aber von all diesem abgesehen: ein männlicher Therapeut wäre dabei sicherlich weniger gefährdet und bei Straftätern schon aus diesem Grund vorzuziehen..

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alt-nassauer 07.09.2018, 20:30
15. Sie wissen oh..

Zitat von Capetonian
Wer eine Ausrede sucht, findet sie. Fiktion ist etwas, das nur in der Vorstellung existiert. Der Film ist die geschmacklose Verarbeitung einer realen Geschichte.
Sie wissen oh nein sie haben Geschmack.. Entschuldigung!



Das Hoffnungsvolle Ende ist Fiktion... Frau Preusker wurde 7 Stunden vergewaltigt (Realität) das tut der Film nicht relativieren oder beschönigen. Auch nicht die Tatsache das Frau Preusker alles durch lebte. Das wurde ja auch vom Drehbuchautor aufgriffen. Nur das der Selbstmord nicht vor Drehende passierte. Das konnte nun mal keiner wissen...



Ach und noch etwas Frau Preusker hat den Film noch gesehen. Regisseur Christian Görlitz hatte sie noch vor dem Tod eingeladen, den Film zusehen. Dazu gibt es auch Aussagen von Frau Preusker (Interview Stern)... wie mir hat der Film gut gefallen und bei einigen Szenen habe ich weggeschaut...




Also so viel zum Thema Geschmack und wie es die Betroffene selbst gesehen hat.... Echt Mist, wenn man hier Empörung spielt!

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alt-nassauer 07.09.2018, 20:45
16. So hier nochmals -Fiktion-!

Frau Preusker war selbst an dem Film Interessiert und hier der passende Link dazu der Pressestelle des Bayrischen Rundfunks.


https://www.br.de/presse/inhalt/pressedossiers/sieben-stunden-statement-der-macher-100.html



Im Text steht eindeutig Fiktionalisierung... Auch das fand Frau Preusker richtig!



Aber hier hauen echt einige in die Trompete!

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ned divine 07.09.2018, 21:36
17. Es ist ohne Worte....pietätlos, denn

Muss man sowas wirklich verfilmen??? Hallo. Die Frau hat sich inzwischen das Leben genommen.
Das so etwas passiert, ist alles schlimm genug, aber warum muss immer aus dem Leid anderer Profit und Geld gemacht werden. In diesem Fall durch eine Filmproduktion. NIEMANDEM wird damit geholfen.
Diese ganze Gesellschaft ist doch nur noch krank.

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alt-nassauer 07.09.2018, 21:46
18. Ja ! Frau Preusker wollte das auch so...

Zitat von ned divine
Muss man sowas wirklich verfilmen??? Hallo. Die Frau hat sich inzwischen das Leben genommen. Das so etwas passiert, ist alles schlimm genug, aber warum muss immer aus dem Leid anderer Profit und Geld gemacht werden. In diesem Fall durch eine Filmproduktion. NIEMANDEM wird damit geholfen. Diese ganze Gesellschaft ist doch nur noch krank.
Ja ! Frau Preusker wollte das auch so...


Haben sie meinen Link nicht gelesen?


Zitat "Frau Preusker wollte, dass dieser Film gemacht wird, ihr war es wichtig, dass diese Geschichte eines Opfers erzählt wird. Sie kannte das Drehbuch und hat auch den fertigen Film mit ihrer Familie gesehen, der sie sehr bewegt und begeistert hat. "

"begeistert!".... Frau Preusker wortwörtlich "begeistert"...



Hier gibt es nun Wächter darüber wie ein Opfer selbst darüber gedacht hat... feine Gesellschaft!

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alt-nassauer 07.09.2018, 22:35
19. Wusste gar nicht das wir so viele Moralapostel haben!

Zu dem es hier bei fast allen gegen über dem Autor des Berichts SPON, den Filmemacher und nun auch noch dem Opfer alles nach gesagt wird!



Pietätlos sei der Film...ja weil das Opfer nicht mehr lebt. Man ignoriert, ja ignoriert das Frau Preukert selbst als OPFER für diesen Film war. Im engen Kontakt, mit dem Team dem Drehbuchautor und Regisseur stand. Das sie während der Produktion auch beteiligt war. Ist das so schwer zu verstehen das OPFER war am Film beteiligt!



Selbst das Frau Preukert noch lebte und der Film Ende Januar 2018 fertig war und ACHTUNG! Frau Preukert den Film noch gesehen hat, mit Familie. Sie begeistert davon war und der Film sie bewegt hat. Hier gehen wohl einige davon aus das der Film erst jetzt gedreht wurde. Auch das sollte man mal lesen - Produktionszeitraum war August 2017 bis September 2017. Ruhig Ignorieren, auch die Quelle nicht beachten...



Selbst in einem Stern-Interview kurz vor dem Tod, war es ihr wichtig um diesen Film. Auch uninteressant was das OPFER dazu sagte...




So das sie sie selbst von der Fiktionalisierung ihres Buches vom Drehbuchautor für Richtig gefunden hat. Das ignoriert man auch vortrefflich.... Ihr erlebtes das sie in dem Buch verarbeitet hat war nur die Grundlage. So kann man es vom Team und auch von ihr lesen.




Aber was schreibe ich -- Ignoranz, Wächter von Moral und Sitte und es Besser zu wissen gibt es immer mehr in D. Somit Disqualifizieren sich auch so immer mehr zur Vernünftigen Gesprächs-Eignung bzw. Diskussion! Selbst das nachlesen von Quellenangaben oder das mühsame SELBER nachschauen... Echt Schade für diese Entwicklung hier in Deutschland... Das so viele bei so einem Thema versagen, wenn sogar die "Betroffene" selbst dafür war, diesen Film zu machen und hier andere Anfangen für sie zu moralisieren. Als wären sie das Sprachrohr für das Opfer...

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