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VIP-Tickets für Konzerte: Schatz, lös' den Bausparvertrag auf, die Stones kommen!
DPA

Früher sangen, tanzten, schwitzten alle Konzertgänger gleich. Heute zahlt man bei der Europa-Tour der Rolling Stones etwa den Preis eines Sommerurlaubs, um im "ultra exklusiven No Filter Pit" stehen zu dürfen.

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ogg00 09.09.2017, 15:10
1. Na und?

Die Klientel hat nun mal das Geld und nicht mehr die Fitness, um sich um die guten Plätze zu schubsen, stundenlang anzustehen und zu drängeln.

Meine Metallica Karte kostet wegen garantiertem Innenraum auch 190? ( gab es kurz auch regulär billiger aber in 1 Minute ausverkauft). Was kostet die Welt? Es ist nur ein Hobby.

Und "true" Rock'n'Roll waren ausgerechnet die Stones eh nie. Die waren immer schön berechnende Geschäftsleute...

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monoman 09.09.2017, 15:17
2. "... als eine gut geölte Verwertungsmaschine."

"Vom musikalischen Aufschrei der Arbeiterklasse ist nichts weiter übrig geblieben als eine gut geölte Verwertungsmaschine." Das konnte man eigentlich in den 60ern auch schon so sagen. Der einzige Unterschied ist nur, dass damals die Musiker noch machen durften, was sie wollten, solange das Resultat ein zahlendes Publikum fand, bevor man begann, Musik, Bands und "Lebensgefühl" professionell am Reißbrett zu entwerfen.

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Blattmann 09.09.2017, 15:25
3.

Nun ja, etwas überspitzt ist der Beitrag schon. Dies ist aber bestimmt bewusst so gewollt.
Es ist ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite die Supermega Rock Bands zu denen nebst den Rolling Stones auch AC/DC zählt um nur eine weiter zu nennen. Die beiden und ihre super kommerzialisierten Kollegen haben durchaus den Rock'n'Roll getötet wenn man ihn nur auf große bezieht.
Der wahre Rock'n'Roll lebt noch, nur nicht in den großen Stadien wie z.B. das Olympiastadion in Berlin. Er lebt in den "kleinen" Clubs wo durch aus sehr viele renommierte und internationale Band spielen. Da lebt er noch und da und da "stört" es eher wenn die Leute nicht mittanzen oder mitgröhlen.

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Ostseeland 09.09.2017, 15:34
4. Überfluß

Es ist zuviel Geld unter den Leuten wenn solche Preise für eine Unterhaltungshow bezahlt wird. Die Preise sind in den letzten 20 Jahren explodiert und der Konzertbesucher ist selber Schuld. Ähnlich die Fußballfans die Stadionpreise zahlen die jenseits von gut und böse sind. Im alten Rom gab es Brot und Spiele vom Cäsar bezahlt heute bezahlt man das auch noch selber. Mein letztes Konzert war mit Brain Adams und hatte 70 DM gekostet was kostet es heute?

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Miker 09.09.2017, 15:49
5.

Die Musik der Rolling Stones mag ich, weil sie eine gute Rhythm and Blues-Kapelle sind. Die Eintrittspreise sind wahrscheinlich auch deshalb so hoch, weil die Band für Konzerte hohen logistischen Aufwand hat. Das VIP-Paket für rund 21000 Euro zeigt m. E., dass die Herren Jagger, Richards, Watts und Wood sehr geschäftstüchtig sind. Insofern bleibt bestimmt genug Geld übrig, um Mick Taylor ausstehende Tantiemen zu zahlen.

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toll_er 09.09.2017, 15:53
6. Keep calm

Ach, regt euch ruhig auf.... Ich hatte das Glück, die Stones seinerzeit mit acdc als "Vorgruppe" in Oberhausen zu erleben..... Joaah, jetzt wären mir die Karten auch zu teuer... Aber ich finde es nur zum schmunzeln, wenn jetzt der Sozialneid verkleidet wird mit humorloser Kritik. Macht nix. Genießt die Show....

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johannes_33 09.09.2017, 16:07
7. Verdienen....

Heute wird halt weniger mit verkaufen Albern verdient als mehr mit Konzerten. Die Zeiten in denen man allein mit Verkäufen von CD´s / Schallplatten reich werden konnte sind nach Spotify und Co eben vorbei.

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Vanagas 09.09.2017, 16:09
8. Rolling Disneyland

Nee, kein Bock auf überteuerte Konzerte und Festivals zu gehen.
Alles nur noch Event- und Lifestyle- Industrie.
Bei mir ist bei 30€ Schluß und dafür gibt es immer noch eine Menge Qualität.
Das nächste anstehende Konzert demnächst kostet knapp 20€.
Sehr nett waren auch "Nazareth" in einem kleinen Club in Osteuropa vor
ungefähr 10 Jahren für 20€. Das hat wirklich gerockt in der heimeligen Athmosphäre.

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germ 09.09.2017, 16:41
9. Langweilig

Als Jugendlicher in den 60er und 70er Jahren war man natürlich entweder Stones- oder Beatlesfan - ich war Stonesfan. Habe alle Platten und Bootlegs bis Mitte der 80er Jahre. Dann haben mich die Stones nicht mehr interessiert. Die ewigen Wiederholungen der ewig gleichen Lieder haben mich irgendwann gelangweilt. Was ich den Stones aber immer übel genommen habe war, dass sie nie wirklich eine politische Band waren. Das die Stones eine Arbeiterband waren ist eine Legende. Fake News würde man heute sagen. Habe mir drei Songs des Havanna-Concerts angesehen/angehört. Zu viele Verspieler und schlampig gespielt - habe dann umgeschaltet. Meine Lieblingsalben von früher sind "Beggars Banquet" und "Get Yer Ya-Ya's Out".
Niemals würde ich so viel Geld für eine Konzertkarte ausgeben. Nicht mal wenn die "Himmlischen Heerscharen" spielen würden.

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