Forum: Kultur
Vorwürfe wegen Batwoman-Rolle: Schauspielerin Ruby Rose löscht Twitter-Account
REUTERS

Ruby Rose soll die LGBT-Superheldin Batwoman spielen. Das wurde kritisiert, sie sei "nicht lesbisch genug". Nun verlässt sie Twitter: "Ihr erreicht mich auf dem Batphone."

Seite 2 von 7
SPONU 13.08.2018, 12:12
10. Ja das Internet....

...der grosse Wurf der Menschheit. Alles Wissen, jederzeit überall abrufbar. Geografische Hindernisse spielen keine Rolle mehr, heute erreicht man unmittelbar selbst die entfernteste mongolische Jurte.

Wir sind in einem Empörungs- und Denunzierungszeitalter. Womit man sich zu pre social media Zeiten noch abfand und einen das emotional reifen liess wird heute millionenfach gebashed, geshamed, gafaked, #metoo, #metwo, #meeverywhere. Social Media Plattformen als digitale Klagemauer der Entrechteten. Endlich hat jeder eine Stimme, posaunt seine message in die Welt und wird tausendfach, millionenfach gehört. Jeder der ein öffentliches Profil hat wägt inzwischen jedes Wort ab....virtue signalling, bloss keinem auf die Füsse treten, keine Minderheit übersehen....normal ist das nicht mehr. Irgendeiner fühlt sich immer beleidigt und zurückgesetzt.

Ich wäre wieder für stilles Leiden. Wenn es nur noch rauscht kommt keine Botschaft mehr an. Aber das bleibt wohl ein Wunsch. Selbstzügelung und Bescheidenheit sind nicht der modernen Menschen Stärke. Die Social Justice Warriors die sonst keine Anerkennung im Leben finden (zu dick, zu doof, zu langsam etc.) geben sich als Opferanode her für die Gerechtigkeit.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cs01 13.08.2018, 12:15
11.

Man könnte ihr ja noch vorwerfen, dass sie eine jüdische Lesbe nicht überzeugend genug spielt. Dazu müsste man aber den Film abwarten und kann nicht vorher meckern. Aber dass sie es nicht ist, sollte kein Rollenkriterium sein. Wenn ein Mann für die Rolle vorgesehen wäre, könnte ich den Ärger ja noch verstehen...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Gmorker 13.08.2018, 12:19
12. Nicht real genug für eine Superheldin...

Schon klar, eine Schauspielerin ist nicht lesbisch genug, um eine lesbische Superheldin zu spielen. Dabei ist sie sogar real lesbisch (was nicht notwendig wäre) und ganz sicher keine Superheldin (jedenfalls nicht im Stile von Barwoman), was ebenfalls völlig unnötig ist... Das ist nunmal Schauspielerei, die Verkörperung einer Rolle, die der Schauspieler SPIELT und natürlich spielt man dabei nicht sich selbst... jedenfalls normalerweise. Glaubt jemand daran, das die ganzen Filmbösewichte in Wirklichkeit auch Massenmörder sind oder sein wollen? Dürfen in Soldatenfilmen zukünftig nur noch echte Soldaten mitspielen? So ein Unfug und ein echter Schaden für die Gleichberechtigung, die sich die Szene hier selbst zufügt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
mcmercy 13.08.2018, 12:26
13.

Beim nächsten Hannibal Lector wird dann bemängelt, der Schauspieler hätte zu wenig Erfahrung mit Kannibalismus. Logik anywhere?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
PJanik 13.08.2018, 12:27
14. Bitte mehr davon!

Dann wird die Toilettenwand Twitter immer wichtiger!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
M. Michaelis 13.08.2018, 12:39
15.

Was für ein Schwachsinn. Weshalb muss eine Schauspielerin in der Wirklichkeit immaterielle Eigenschaften ihrer Rolle haben ?

Irgendwie scheinen einige Probleme damit zu haben Fiktion und Realität auseinderzuhalten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
egoneiermann 13.08.2018, 12:39
16.

Zitat von hegoat
Wenn die Twitter-Empörer schon schreien, Rose sei nicht lesbisch genug, wie hätten sie dann erst geschrien, wenn sie heterosexuell wäre? Als ob homosexuelle Filmcharaktere nur von Homosexuellen gespielt werden könnten. Dass sie für einen jüdischen Charakter "nicht jüdisch genug" sei, setzt dem allem die Krone auf. Mann, das sind SCHAUSPIELER.
Das zweite hat mit ersterem wahrlich nichts zu tun. Und ja, es gibt durchaus Gründe, warum man Homosexuelle nicht auch von solchen spielen lassen sollte. Die Zeiten, in denen Schauspieler rot oder schwaz angemalt wurden sind ja auch aus gutem Grund vorbei. Oder um noch etwas weiter zurück zu gehen, als auch Frauen von Männern gespielt wurden, geht auch aber will man das?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
su27 13.08.2018, 12:43
17. Das eigentliche Problem:

Bekanntlich kann man es nicht allen immer recht machen. Das ist nur eine von vielen wichtigen Erkenntnissen im Leben, die einen reifen Erwachsenen von einem Kleinkind unterscheiden. Es gab natürlich schon immer Leute, die sich über irgendwas beschweren, das ausgerechnet ihnen nicht passt. Der Unterschied heutzutage ist m.E. die Aufmerksamkeit, die erregt und dann auch solchen Beschwerden geschenkt wird. Noch was konkret zu diesem Fall: Wie nennt man das noch, wenn jemand nicht aufgrund von Können und Leistung beurteilt wird, sondern aufgrund von Merkmalen wie Hautfarbe, Geschlecht oder sexueller Orientierung? Ah ja, Diskriminierung!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ardhes 13.08.2018, 12:49
18. Schlecht recherchiert SPON

Daisy Ridley hatte sich eine Auszeit von Twitter und Co genommen, wiel sie Abstand von der medialen Präsenz auf den Social Mediakonten nehmen wollte (ihr offizielles Statement) und von Kelly Maria Tran gibt es kein offizielles Statement seitdem. Es wurde in gewissen Medienkreisen spekuliert, dass es auf Grund einiger negativer Kommentare zu der Löschung kam und Disney hat dies aufgegriffen und ausgenutzt um allgemein die Fans mal wieder zu beschimpfen. Trotzdem kein Kommentar von K M T noch von ihrem Agenten. Also bleiben wir mal besser bei den Fakten, oder plappert man mittlerweile auf SPON das nach, was von Klatschblättern verbreitet wird?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Nania 13.08.2018, 12:56
19.

Zitat von mimoun74
DC versucht Marvel in allem verzweifelt nachzueifern nur ist deren Erfolg viel zu gering. Marvel hat zwar schwarze und muslimische Superhelden aber versucht nicht die Comicvorlagen zu sehr zu verändern. Vor allem die Sexualisierung stört sehr. Comics waren auch für Kinder .....
Sie haben die letzten 30 Jahre Comicgeschichte verschlafen. Viele - gerade übrigens im DC-Universum angesiedelte - Helden sind definitiv nicht mehr für Kinder geeignet und ich, die ich selbst einige Superheldencomics besitze, würde die meisten davon keinem Kind unter 14 in die Hand drücken. Bestätigt wurde ich in dieser Haltung bei meinem letzten Besuch in der örtlichen Comicbuchhandlung, die der Mutter des begeisterten kleinen Batmanfans von diesen Heften abgeraten hat. Für Kinder sind sie schlicht zu düster und auch - in Teilen - zu kompliziert und gewalttätig. Marvel und DC haben da beide spezielle Serien für Kinder, die sind aber nicht zu verwechseln mit den laufenden Einzelheftserien, egal, ob es nun Batman, Batwoman, Superman, Arrow oder Green Lantern ist - nur um hier mal ein paar zu nennen.

Und noch eine Anmerkung bezüglich homosexueller Helden (die es im Übrigen auch bei Marvel gibt): Kinder brauchen positive Rollenvorbilder, die sie selbst bestärken. Das gilt auch für Kinder, die im Verlaufe der Pubertät - oder vielleicht sogar schon vorher - feststellen, dass sie homosexuell/bisexuell/asexuell/usw. sind. Das ist völlig normal - und dass es Menschen gibt, die zur LSBTTIQ-Gemeinschaft zählen, sollten Kinder auch irgendwann einmal beigebracht werden, nicht erst, wenn sie selbst in der Pubertät sind. Es handelt sich nämlich auch bei diesen Menschen um NORMALE Menschen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 7