Forum: Kultur
#Wirsindmehr: Chemnitz erwartet Zehntausende zu Protestkonzert
DPA

Auf Facebook haben mehr als 30.000 Nutzer ihr Kommen angekündigt: In Chemnitz spielen Bands wie Kraftklub, die Toten Hosen und K.I.Z., um ein Zeichen gegen rechts zu setzen.

Seite 1 von 47
OhMyGosh 03.09.2018, 09:33
1.

Am 9. November 1992 versammelten sich 100.000 Menschen auf dem Chlodwigplatz in Köln zum ersten "Arsch huh, Zäng ussenander". Künstler der Kölner Musikszene hatten zu einem Konzert „gegen Rassismus und Neonazis“ aufgerufen. Vorausgegangen war eine Welle von Übergriffen mit ausländerfeindlichem Hintergrund, so zum Beispiel im Rostocker Stadtteil Lichtenhagen. das war einer der Tage, an denen wir stolz waren, in dieser liberalen Stadt zu leben. und das war noch unter Kohl, als die Bürger des Landes wirklich zu Coachpotatoes geworden waren. Weil der ja gar keine Bürgerbeteiligung wollte. Und bei Merkel ist es ähnlich. Als sie "Wir schaffen das" proklamierte, war das Engagement der Zivilgesellschaft hochwillkommen. Ansonsten waren und sind wir lediglich mehr oder minder brave Schafe, die den Arsch nit huh und die Zäng nit ussenander bekommen.
Es sei denn, Schafe sind schwarzbraun und blöken "Wir sind das Volk“ sowie "Merkel muss weg". Politische Bildung dieser Schafe? Fehlanzeige. Leicht zu lenkende Masse für die selbsternannte Alternative.
Also, Campino und Co., singt sie nieder!

Beitrag melden
kayakclc 03.09.2018, 09:36
2. Zeichen setzen

Ein Zeichen zu setzen, gegen einen gesetzlosen Mob auf der Straße ist wichtig. Diese Leute sind Wegbreiter eines brauen Sumpfes, den wir in Deutschland nicht mehr wollen. Chemnitz erinnern an die dunkle Zeit vor der Machtergreifung, wo die Anständigen zu lange zugesehen haben, weil sie nicht glauben wollten, dass dieses Ideologie in Massenmord und Krieg endet.

Deutschland ist von solchen Leuten schon einmal völlig zerstört worden, die dem Wahn verfallen sind, sie seine das Volk oder die Mehrheit. Daher können wir uns das nicht gefallen lassen und müssen alle demokratischen aber auch rechtlichen Mittel ausschöpfen, um diesen Mob in Schach zu halten. Zulange hat Polizei, Justiz und Politik in Sachsen nur zugesehen. Sei 4-5 Jahren ist klar wohin die Reise gehen kann.

Beitrag melden
Meikel3119 03.09.2018, 09:38
3. Zwiespältig

@Elwood67: Sie dürfen ruhig mal etwas recherchieren. Dann finden Sie heraus, dass sich vor allem bekannte Bands nur für etwas einsetzen, dem die meisten ihrer Fans zustimmen. Engagement gegen Drogen, Alkoholmissbrauch oder Übergewicht bei Jugendlichen? Fehlanzeige. Es dürfet also eine Mischung aus PR und Engagement sein.
@SPIEGEL: Das Thema dürfen auch Journalisten gerne beleuchten.

Beitrag melden
peterpeterweise 03.09.2018, 09:45
4. Linksradikale Gewaltaufrufe als Mittel der Toleranz?

Wenn eine Gruppe wie Feine Sahne Fischfilet bei einem Konzert gegen Hass auftritt, dann ist dies schon Realsatire.
Die Gewaltaufrufe in den Texten dieser Gruppe sind nicht dazu geeignet, Toleranz zu fördern. Hier wird Hass gepredigt.

Beitrag melden
heinz-aus-fo 03.09.2018, 09:45
5. Unangemessen

Ich würde es gut heißen, wenn man gegen Rechts protestiert, indem man Kundgebungen abhält, bei denen verständliche, nachvollziehbare und dem Anlass der Sache gebührende Reden gehalten würden.
Aber eine Gaudi- und Spassveranstaltung abzuhalten, ist dem Messen mit zweierlei Mass sehr ähnlich. Man kann ein Ding mit zweierlei Mass messen, der Bruder dieser Ungerechtigkeit ist es, ein Mass für zweierlei Ding zu verwenden. Letzteres geschieht hier. Man würde auch eine sehr frohe Sache mit genau demselben Konzert feiern können.
Da kommen die Leute von überall, um sich ausgiebig zu vergnügen. Die Stimmung wird prima sein. Auch wenn es da vielleicht mal eine Schweigeminute gibt, geht es da in allererster Linie um die ausgelassene Unterhaltung. Gegenüber dem Ermordeten, seiner Familie und jedem pitätvoll denkendem Menschen ist das einfach unerhört.

Beitrag melden
cs01 03.09.2018, 09:54
6.

Grundsätzlich befürworte ich so ein Konzert. Da aber auch zumindest eine Gruppe dabei ist, die zu Gewalt gegen die Polizei und den Staat aufruft, ist, so zumindest habe ich es hier gelernt, das ganze Konzert ein linksradikaler Angriff auf den Staat. Und somit abzulehnen.

Ernsthaft: Gerade in der jetzigen Zeit, wo die Auseinandersetzungen in der Gesellschaft an Schärfe zunehmen, sollte man darauf achten, mit wem man sich gemein macht. Auch beim Kampf gegen Rechtsradikale.

Beitrag melden
RioTokio 03.09.2018, 09:56
7.

Zitat von kayakclc
Ein Zeichen zu setzen, gegen einen gesetzlosen Mob auf der Straße ist wichtig. Diese Leute sind Wegbreiter eines brauen Sumpfes, den wir in Deutschland nicht mehr wollen. Chemnitz erinnern an die dunkle Zeit vor der Machtergreifung, wo die Anständigen zu lange zugesehen haben, weil sie nicht glauben wollten, dass dieses Ideologie in Massenmord und Krieg endet. Deutschland ist von solchen Leuten schon einmal völlig zerstört worden, die dem Wahn verfallen sind, sie seine das Volk oder die Mehrheit. Daher können wir uns das nicht gefallen lassen und müssen alle demokratischen aber auch rechtlichen Mittel ausschöpfen, um diesen Mob in Schach zu halten. Zulange hat Polizei, Justiz und Politik in Sachsen nur zugesehen. Sei 4-5 Jahren ist klar wohin die Reise gehen kann.
Aus der Presse und dem Netz sind nur wenig Bilder oder Videos eines "gesetzlosen Mobs" zu sehen. Es gibt kaum Bildmaterial.
Haben die Leute vergessen zu filmen?
Diese pauschale Beschimpfung führen zu nichts gutem.
Sie können schon davon ausgehen, dass auch Chemitzer auf der Straße waren denen der Messermord Angst macht.
Oder ist das auch Pack?

Beitrag melden
kalim.karemi 03.09.2018, 09:57
8. typisch Deutschland

nach einem Mord gibts ein Party und die Hosen dürfen nicht fehlen, Irgendwie verkehrte Welt, oder? Eigentlich aber heute die Normalität im Land. Dieses Konzert gegen rechts hätte es auch gegeben, wäre das Opfer ein Syrer, getötet von einem Deutschen. Wären im Anschluss aufgebrachte Ausländer durch die Stadt gezogen, heute gäbe es ein Konzert gegen rechts. Krankes Land.

Beitrag melden
TroIliflüsterer 03.09.2018, 09:57
9. Ich sehe das Zeichen

dass die Toten Hosen, dir anderen Gruppen und die 10 000 Besucher setzen wollen schon jetzt ! Ich sehe dass es in der Welt von Ihnen keine Opfer von Menschen mit Migrationhintergrund gibt, ich sehe dass es auch keine Mörder mit Migrationshintergrund gibt in deren Welt, ich sehe das Zeichen dass in deren jeder Welt jeder zum Nazi gemacht wird der keine Mörder mit Migrationshintergrund mag, und ich sehe das Zeichen dass über ermordete Deutsche nicht gesprochen wird. Alle diese Zeichen sehe ich !

Beitrag melden
Seite 1 von 47
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!