Forum: Kultur
Women's March: Mit Starpower gegen den Präsidenten
AFP

Hunderttausende haben am Wochenende in den USA gegen Trump demonstriert - darunter viele Stars wie Scarlett Johansson. Sie ließ nicht nur am Präsidenten, sondern auch an einem Kollegen kein gutes Haar.

Palmstroem 21.01.2018, 17:53
1. Die Revolution frißt ihre Kinder

"Während ihr zwischenzeitlich Mila Kunis das Mikrofon hielt, hielt Johansson eine leidenschaftliche Rede, in der sie auch ihren Schauspielkollegen James Franco kritisierte." War es nicht gerade Hollywood, dass Donald Trump ´s Sex-Escapaden 2017 massiv kritisierte, wie der Spiegel berichtete: " Protest bei den Oscars Hollywood rüstet sich gegen Trump." Bei der diesjährigen OSCAR-Verleihung werden viele von ihnen nicht mehr dabei sein - denn die #Me too - Bewegung hat sie vom moralischen Thron gestoßen.

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paysdoufs 21.01.2018, 18:48
2. Hmmm

Wenn man sich die Redner so anschaut: Das klingt (leider) mehr und mehr nach einer Marketing-Kampagne in eigener Sache als irgendetwas anderes...

Und was - jenseits von "MeToo" - die politische Glaubwürdigkeit von Hollywood-Multimillionären angeht, die sich gegen soziale Ungerechtigkeiten auflegen, muss jeder selbst entscheiden.

Das sinnvollste Zitat ist sicher "Man kann ein Land nicht anführen, indem man es spaltet.". Allerdings gilt das auf allen Seiten des politischen Spektrums.

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h.hass 21.01.2018, 20:13
3.

Zitat von paysdoufs
Und was - jenseits von "MeToo" - die politische Glaubwürdigkeit von Hollywood-Multimillionären angeht, die sich gegen soziale Ungerechtigkeiten auflegen, muss jeder selbst entscheiden.
Sie verstehen offensichtlich nicht, um was es geht. Dem Thema sexuelle Belästigung würde nie so viel öffentliche Beachtung zuteil, wenn nicht so viele bekannte Frauen öffentlich dafür eintreten würden.

Dass es in Hollywood seit jeher eine Kultur des Verschweigens, Leugnens und Wegsehens gibt, ist offensichtlich. Nun kann man natürlich der Meinung sein, dass uns die Probleme dieser fast absurd überbezahlten Menschen herzlich egal sein können und dass keine Frau dazu gezwungen wird, als Schauspielerin Karriere zu machen.

Im engeren Sinne hätte man sogar recht damit, bloß: Die Probleme in Hollywood spiegeln die Probleme wieder, die es auch in anderen gesellschaftlichen Bereichen gibt. Die Hollywood-Skandale sorgen also nur dafür, dass das Thema endlich gesamtgesellschaftlich diskutiert wird. Berühmte Frauen können dafür sorgen, dass diese Diskussion angestoßen und am Leben gehalten wird.

Natürlich muss man im Einzelfall fragen, wie bzw. ob die entsprechende Hollywoodfrau in der Vergangenheit aus Karrieregründen die entsprechenden Probleme lieber ignoriert hat. Meryl Streep hat vor fünf Jahren einen Typen wie Weinstein noch als "Gott" bezeichnet und gibt sich heute zutiefst empört. Und Oprah Winfrey war drei Jahrzehnte lang die mächtigste Frau im Showbusiness, ereifert sich aber erst jetzt wegen der ganzen Übergriffe...

Heuchelei muss identifiziert werden. Trotzdem ist die metoo-Debatte extrem wichtig und hätte schon lange geführt werden sollen.

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freekmason 21.01.2018, 20:28
4.

Zitat von paysdoufs
Wenn man sich die Redner so anschaut: Das klingt (leider) mehr und mehr nach einer Marketing-Kampagne in eigener Sache als irgendetwas anderes... Und was - jenseits von "MeToo" - die politische Glaubwürdigkeit von Hollywood-Multimillionären angeht, die sich gegen soziale Ungerechtigkeiten auflegen, muss jeder selbst entscheiden. Das sinnvollste Zitat ist sicher "Man kann ein Land nicht anführen, indem man es spaltet.". Allerdings gilt das auf allen Seiten des politischen Spektrums.
"Wenn man sich die Redner so anschaut: Das klingt (leider) mehr und mehr nach einer Marketing-Kampagne in eigener Sache als irgendetwas anderes..."
ja klar, so unbekannte c-promis wie scarlett johanson und natalie portman, die mal in einem b-movie mitgespielt haben brauchen dringend rollen und ein bisschen fame. das ist quasi der letzte schritt vorm dschungelcamp!

"Und was - jenseits von "MeToo" - die politische Glaubwürdigkeit von Hollywood-Multimillionären angeht, die sich gegen soziale Ungerechtigkeiten auflegen, muss jeder selbst entscheiden. "
können Sie mal die genaue vermögensgrenze nennen, ab wann man unglaubwürdig wird und sich sexuell ausbeuten lassen muss?

"Das sinnvollste Zitat ist sicher "Man kann ein Land nicht anführen, indem man es spaltet.". Allerdings gilt das auf allen Seiten des politischen Spektrums."
wie meinen Sie das? präsidentin clinton spaltet zu sehr? forderungen nach gleichberechtigung und der wunsch nicht belästigt zu werden spalten die armen grabscher und chauvinisten vom rest?

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