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Zum Tod von Dieter Thomas Heck: Der Schnellsprecher vom Zett-deh-Eff
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In seiner "ZDF Hitparade" traten 387 Musiker und Bands auf: An Dieter Thomas Heck kam in den Siebzigern niemand vorbei, der sich für Pop oder Schlager interessierte. Jetzt ist das Alphatier des Musikfernsehens gestorben.

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michael_kümmel 25.08.2018, 10:43
10. Ich bedanke mich auch

Ein excellenter, glänzend formulierter Nachruf ohne die übliche Häme, danke dafür.

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maier2206 25.08.2018, 10:48
11. Habe viele Erinnerungen daran!

Mein Samstagabend war typisch deutsch. Alle Kinder, auch ich, wurden nacheinander gebadet und aus der Küche duftete der noch warme Apfelkuchen. Und die Familie versammelte sich gemeinsam und friedlich vor dem Fernseher und da lief natürlich die Hitparade.

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skeptikerin007 25.08.2018, 10:51
12. Danke Herr Arno Frank

..so muss ein Nachruf von einem intelligenten Journalisten sein.
Kein Moderator ist everibody Depp, Dieter Thomas Heck auch nicht. Aber er war hochprofessionell, seine Sendungen, welche immer, konnte die ganze Familie genießen. Die Hitparadebrachte schmonzes und gutes, je nach alter und Musikgeschmack. Ja, wir haben genossen da da da, die 99 Luftballons und hörten auch manche Schlager, die zu überhören waren.
Schade, dass Moderatoren dieser Qualität bei dem deutschen fernsehen mit ihm anscheinend endgültig ausgestorben sind.
R.I.P

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mimas101 25.08.2018, 11:00
13.

Zitat von tobyrd72
Vermutlich weil Erinnerungen an die eigenen Vergangenheit durch seinen Tod aufflammen. Der erste Kommentar ist zum rückwärts essen und dem guten Artikel sowie dem Tode Hecks nicht würdig.
Nur weil ich Heck mit der Hitparade verbinde und die lediglich den 08/15-Schlager Mainstream sendete? Ausgenommen mal Jenseits von Eden und Trio mit DaDaDa?

Heck wird interessanterweise immer mit der Hitparade und den dort aufgetretenen (und zum Teile schon verblichenen) Musikussen verbunden bleiben. Weniger mit den Shows in denen er auch sonst auftrat.
Bei Thoelke dürfte es nicht anders sein: Der Große Preis mit Wum und Wendelin. Das Thoelke mal Nachrichtensprecher war und eventuell auch im Aktuellen Sportstudio moderierte dürfte auch kaum jemand noch wissen.

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zaunreiter35 25.08.2018, 11:08
14. Hach ja...

vielen Dank für diesen Nachruf.
Dieter Thomas Heck gehörte zu meiner Kindheit am Samstag wie "Raumschiff Enterprise" und "Disco" mit Ilja Richter. Ich hab das immer gern geschaut. RIP Dieter

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brohltaler 25.08.2018, 11:19
15. Good bye, all the best!

ZDF Hitparade war ein "Muss"! Es ist mir völlig unverständlich, dass mir diese "Musik" jemals gefallen konnte. Tat sie aber! Oder wollte ich nur Montags im Schulbus mit reden? Ich weis es nicht mehr. Wahrscheinlich, weil die HP immer Thema bei den Mädels war. Konnte man ja nicht außen vor bleiben. Jedenfalls, schön war´s!
Man kam übrigens nicht umhin, auch Hecks Schauspielerei zu respektieren. Das fiktive "Millionenspiel", moderierte er so genial, dass Teile der "Fernsehnation" dem Fake wahrhaftig auf den Leim gegangen sind. Zusammen mit congenialen Kollegen wie dem unvergessenen Jörg Pleva und dem damals noch nahezu unbekannten Dieter Hallervorden, ein Meisterstück!
Aber auch Rollen wie der korrupte Kommissar "Fein-Fein" im "Stöver- Tatort" oder der Fiesling-Schwager in "Praxis Bülowbogen", der Mann konnte was!
Schade, dass er schon gehen musste, RIP!

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M. Vikings 25.08.2018, 11:31
16. Sein Erfolg gibt ihm recht.

Aber er hat die langweiligere Musik moderiert,
es war die Musik der Alten und der Angepassten.
Er war das Highlight, nicht die Musik.

Ich wurde ihm sehr schnell abtrünnig,
als ich in den Ferien bei meinen Cousinen
meinen ersten „Musikladen“
mit Uschi Nerke und Manfred Sexauer sehen durfte.
Da passte dann endlich Musik und Moderation zusammen.

Bei mit zu hause ging das allerdings nicht,
es gab ja nur einen Fernseher,
und „Neger- und Haschermusik“ wollte mein Vater,
der Herr der Glotze,
nicht hören.

Meine drei Cousinen konnten aber gegenüber ihren Eltern
den nötigen Terror entfalten,
um die berechtigte Forderung nach zeitgemäßer Musik
durchzusetzen.

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nn280 25.08.2018, 12:23
17. Er begleitete alle Schlagerstars

der damaligen Zeit. Einige verdanken ihm ihre Karriere. Vor allem wurde damals noch gesungen, und, es wurde Deutsch gesungen Udo Jürgens, Karel Gott, Reinhard Mey, Heino, Peter Maffay, Karel Gott, Vicky Leandros, Gitte, Peggy March, Katja Ebstein, Daliah Lavi, Steffi Graf, fallen mir sofort ad hoc ein.
Unvergessen, wie er eine Wette verlor und hätte mit dem Fahrrad von Hannover nach Berlin fahren müssen. Das SED-Regime verweigerte ihm die Durchfahrt durch die DDR. So radelte er in einem Lastzug auf einem Gestell während der Transit-Reise des Lasters von Hannover nach Berlin.
Wieder ist einer gegangen, für den es kein Ersatz mehr gibt.
Zu Zeiten der Hitparade erlebte die Bundesrepublik wohl die besten Jahre ihrer Geschichte.
meine Frau und ich und meine Kinder danken Dieter Thomas Heck für viele schöne Medienstunden.

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Karbonator 25.08.2018, 12:37
18.

Zitat von mimas101
ich hatte die Hitparade immer nur wegen des Anfangs gesehen (Studio 1 Berlin oder so) weil ich immer mal nach Berlin (West) zur IFA wollte. Ansonsten war mir die Hitparade zu miefig, angestaubt und altbacken. Das einzige was ich aber immer guckte war: Ilja Richters "Disco". Da traten noch gescheite Gruppen auf und nicht Schlager-Sternchen deren Namen schon nach dem Ende der jeweiligen Hitparaden-Folge wieder vergessen hatte.
Das ist schön und gut, interessiert aber in diesem Fall niemanden.

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hefe21 25.08.2018, 12:51
19. Heckansicht

"Heck sprach schnell und rau, bei aller Geschwindigkeit aber immer präzise und prononciert."
Genau und wenn er nicht ohnehin ausgelastet gewesen wäre, dann hätte er mit seinem Organ problemlos auch in der Synchronbranche mitmischen können. In der legendären Berlinsonor-Preisklasse von Martin Hirthe, Christian Rode und Edgar Ott.
Die Hitparade hat ja auch von ihrem Berliiinparfum profitiert, etwas verwegene Frontstadtunterhaltung ist da immer mit aus dem Bildschirm gestrahlt. Umso ernüchternd erheiternder waren da immer die Adressen der Künstlerfanpoststellen. Aber auch das hat die Balance aus Großstadtdrive und Provinzialität der alten BRD ja gerade symbolisiert.

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