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Zum Tod von "Tatort"-Erfinder Gunther Witte: Regeln sind da, um sie zu brechen
imago/ United Archives

Er hatte keine Chance - und nutzte sie: Vor fast 50 Jahren rang Gunther Witte der ARD den "Tatort" ab und schuf eine international einmalige Krimi-Reihe. Nachruf auf einen risikofreudigen Pragmatiker.

shalom-71 20.08.2018, 17:36
1. Für Übersetzungen ...

... ist die folgende Regel bekannt: "Eine Übersetzung
(in eine andere Sprache) verliert immer etwas. Eine
gute Übersetzung gewinnt aber auch etwas." Für
Übertragungen von einem Buch in einen Film gilt
das auch.

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TomRohwer 20.08.2018, 18:08
2.

Zitat von
Die Fälle sollten realistisch sein, die Kommissare im Mittelpunkt stehen und die Regionen der unterschiedlichen ARD-Anstalten jeweils repräsentiert sein.
Punkt zwei wird immer noch erfüllt, Punkt drei manchmal (manchmal ist der Ort der Handlung auch beliebig - was einen Krimi nicht zwangsläufig schlechter macht), und manchmal übererfüllt, dann ist der jeweilige TATORT ein Werbefilm des örtlichen Touristikbüros und besteht zu 30 Prozent aus Fahrten durch die Stadt.

Punkt 1...

In den ersten Jahren war zwar die Darstellung der Polizeiarbeit nicht realistisch, das ist bei einem TV-Krimi aber auch immer ein Problem, wird's zu realistisch, dauert es zu lange und wird langweilig.

Was allerdings realistisch beim TATORT war: die Fälle. Die Motive, die Täter und die Verstrickung von Tätern, Opfern und Zeugen in die Tat.

Davon kann heute keine Rede mehr sein. Der typische TATORT behandelt als "Fall" nur noch einen an den Haaren herbeigezogenen Quark.

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