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Zum Tod von Tom Wolfe: Fassungslos in dieser Welt
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Tom Wolfe war der ewige Reporter im weißen Anzug - und wähnte sich bis zum Lebensende im Duell mit der Welt. Sein erbittertster Feind war dabei immer: die Hässlichkeit.

toninotorino 15.05.2018, 20:03
1. Tom Wolfe

Puh! Gerade gelesen. Tom Wolfe ist gegangen. Meine Helden werden weniger. Betrübliche Nachricht. Gute Reise Tom und Danke für alles. Großes Werk, das Du uns hinterlassen hast. Grüß mir Neal Cassidy, vielleicht läßt er dich ans Lenkrad.

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Heinrichxxx 15.05.2018, 21:39
2. Überragend

Seine Bücher legt man nicht aus der Hand; großer Beobachter, großer Schreiber, für alle, die auch schreiben, ganz gleich ob als Journalist oder literarisch, ein Leuchtturm. Schade, dass er gehen musste.

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reader244 15.05.2018, 21:56
3. Die Maden?

Diesen Buchtitel gibt es wohl nur im SPIEGEL. Im Deutschen heißt das Buch wie im Original: Back to Blood.

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damp2012 15.05.2018, 22:08
4. Ich bin auch (oder trotzdem)...

.. Irving-Fan. Aber "Fegefeuer der Eitelkeiten" ist eines meiner Favorites ... RIP

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kaiosid 15.05.2018, 22:44
5. so cool

schade, der Schreibstil ist unvergleichlich, muss mir noch die ganzen Bücher zusammensuchen, da fehlt noch was

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Papazaca 16.05.2018, 07:12
6. Ein trauriger Anlass motiviert mich zum Lesen

Ein interessanter Bericht über einen besonderen Autor zu einem traurigen Anlass. Danke! Für mich ein guter Anlass, etwas von Tom Wolfe zu lesen. Die Beschreibung des Mannes in Weiss gefiel mir, so ganz aus der Zeit gefallen. Was hat er wohl über Trumps Welt gedacht? Wie auch immer, freue mich, was von Tom Wolfe zu lesen.

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toninotorino 16.05.2018, 09:34
7. Tom Wolfe Anmerkung

Als Jugendlicher habe ich von ihm "Radical Chic" gelesen. Das Buch hat mir bei der Suche nach einem politischen Standpunkt sehr geholfen (im Kontext der damaligen Zeit). Merkwürdigerweise erinnerte mich Tom Wolfe häufig an William Carlos Williams. In Wolfe habe ich eine Art Landarzt (wie Williams) gesehen, den es beruflich nach New York verschlagen hat und dort zwischen Faszination und Abscheu mit dem Herzen eines grossmütigen Konservativen das moderne Treiben seiner Patienten in ihrem Umfeld beobachtet, studiert und analysiert. Er war eher Chronist und jounalistischer Schriftsteller, das aber gekonnt, als jemand der aus sich heraus ein eigenes künstlerisches Universum schuf. Was seine Leistung nicht schmälert. Er hätte auch gut in die Zeit eines Wyatt Earp und Zane Grey gepasst. Das Schicksal hat ihn allerdings in die Moderne gebeamt.

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Dr._Copy 16.05.2018, 20:35
8. Schade

Ich hätte gerne noch mal ein aktuelles Sittengemälde von ihm gelesen und mich darüber amüsiert was er heute über diese Luftpumpe im weissen Haus zu sagen hätte. So bleiben uns leider nur seine alten Meisterwerke.
Wie heisst es doch in der grandiosen Verfilmung vom Fegefeuer der Eitelkeiten? "Was hilfe es dem Menschen wenn er die ganze Welt gewänne und nehme doch Schaden an seiner Seele"

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erdlingleser 21.05.2018, 09:32
9. Nicht „Die Helden der Nation“,...

...sondern „Der Stoff aus dem die Helden sind“ heisst der deutsche Titel der 1983er Verfilmung seines Buchs über die Mercury-Missionen der NASA. Originaltitel „The right stuff“.
Quelle: imdb

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