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Abiturienten-Studie: Ein Drittel braucht erst mal eine Pause
DPA

Sofort ein Studium? Oder erst einmal durchatmen und sich orientieren? Immer öfter wissen Abiturienten nicht genau, was sie nach der Schule machen sollen, zeigt eine neue Studie.

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Europa! 14.09.2017, 19:31
20. Praktika nicht nach, sondern vor dem Studium!

Der typische dt. Abiturient (oder sagen wir lieber: die typische dt. Abiturientin) hat von der Masse der Studienfächer null Ahnung. Deshalb braucht er erst mal eine laaange Pause, am liebsten mit Bällen, "Abifahrten" oder Weltreisen (!), um alles zu vergessen, was er in der Schule gelernt hat. Dann geht's an die Selbstverwirklichung mit irgendwelchen "sozialwissenschaftlichen" oder "geisteswissenschaftlichen" Fächern, die keine Perspektive haben. Vielleicht sollte JEDEM Studium ein Berufspraktikum vorgeschaltet werden, ohne das es keine Zulassung gibt.

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palla-manfred 14.09.2017, 20:21
21. Aber bitte Sozialdienst etc. für alle Abi-Jungs einführen ...

damit sie überhaupt mal "NichtSchulische Realitäten" kennenlernen - mindestens ein Jahr THW (Technisches Hilfswerk) , Rotes Kreuz oder sonstiges, womit sie sich im ErnstFall auch nützlich machen können - BundesWehr müsste auch dabei sein - früher galt der Satz, dass Jungens erst mit 25 erwachsen sind - glaube das verschiebt sich langsam bei den "SchulHochSchulgereiften" auf die 30 und mehr - zumal es sich heutzutage mehrheitlich um KinderPrinzen (Einzelblagen) handelt - höre jetzt lieber auf ;-)

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eunegin 14.09.2017, 20:24
22. bitte wieder G9!

Dann sollte man doch die Schüler nicht durch die Schule hetzen, damit sie ohne nach links und rechts zu sehen 1 Jahr früher fertig sind, nur um dann 1 Jahr aussetzen zu müssen. Ganz persönlich: ich hatte 13 Jahre Schule und 1 Jahr Rucksackreise, dann Studium mit normalen Zeiten und vielen Nebenjobs und jetzt einen sehr nachgefragten Job, der mal mehr, mal weniger Spaß macht. Einfach mal entspannen und die jungen Leute auch entspannen lassen und vor allem zu sich kommen lassen, um nachdenken zu können, was sie wollen.

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mathmag 14.09.2017, 20:26
23. Sie haben doch ihre Pause gemacht.

Zitat von mol1969
Ich habe 1988 mein Abi gemacht, ging direkt danach für 15 Monate (Wehrpflicht) zur Bundeswehr und daran anschließend habe ich direkt mit meiner beruflichen Ausbildung begonnen. Da gab es sogar noch 2 Wochen Überschneidung, ich musste mir bei der Bundeswehr einen Großteil meines Urlaubsanspruchs aufsparen. Nach der 2 Jahren Ausbildung ging es dann nahtlos ins Berufsleben, mit entsprechenden Weiterbildungsmaßnahmen nebenher. Und einen Nebenjob für den Samstag hatte ich die ersten 10 Jahre meines Berufslebens auch noch, sonst hätte mein Gehalt für die Immobilienfinanzierung nicht gereicht. Pause nach dem Abi? Orientierungslosigkeit? Ich bin zwar erst 48 Jahre alt, aber manchmal verstehe ich die heutige Welt nicht mehr.
Sie haben doch nach dem Abi eine Pause gemacht, was verstehen Sie nicht?
Und zwar für 15 Monate raus aus der reinen Ausbildungsschiene. In der Zeit konnten Sie nochmal in sich gehen und über den Anschluss nachdenken.
In der Zwischenzeit sank das Schuleintrittsalter ein wenig, wurde die Schulzeit bis zum Abi vielerorts gekürzt, die Leute sind heute noch jünger.
Da ist eine Orientierungsphase wie Auslandsaufenthalt, FSJ o.ä. nur zu begrüßen. Erweitert den Horizont. Und beim FSJ macht man noch was für die Gesellschaft.
Bei mir waren es seinerzeit übrigens 20 Monate, Zivildienst, und damit 2 Jahre zwischen Abi und Studium.

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eunegin 14.09.2017, 20:28
24. sogar hier wird noch gehetzt...

Zitat von Europa!
Abiturienten mit Migrationshintergrund wollen studieren? Na logo! Da braucht man sich keine mühselige Lehrstelle suchen, mit einem Studium (am besten gleich in englischer Sprache) kann man überall hin auf der Welt, und Bafög gibt's sowieso.
Was soll das? Ausländer können es aus rechtspopulistischer Sicht wirklich nur falsch machen. Nicht Ausländer, die studieren möchten sind das Problem, sondern so mancher Inländer, der nichts gelernt hat ;-)

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spdf 14.09.2017, 20:49
25. Zwangsdienste

Zitat von palla-manfred
damit sie überhaupt mal "NichtSchulische Realitäten" kennenlernen - mindestens ein Jahr THW (Technisches Hilfswerk) , Rotes Kreuz oder sonstiges, womit sie sich im ErnstFall auch nützlich machen können - BundesWehr müsste auch dabei sein - früher galt der Satz, dass Jungens erst mit 25 erwachsen sind - glaube das verschiebt sich langsam bei den "SchulHochSchulgereiften" auf die 30 und mehr - zumal es sich heutzutage mehrheitlich um KinderPrinzen (Einzelblagen) handelt - höre jetzt lieber auf ;-)
Jede Form von staatlichen Zwangsdienst ist ein Übergriff. Es ist gut, dass die Wehrpflicht endlich gefallen ist. Wobei es eine Pflicht sowieso nicht gibt.
Wobei mein Eindruck eher ist, dass die Absolventen vernünftiger geworden sind.

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baruntse 15.09.2017, 23:20
26. Mein Tip

Anfangen zu studieren. Wenn Zweifel oder Stress, Urlaubssemester machen, Geld verdienen und durch die Welt fliegen. 3 Monate jobben, 3 Monate geniessen.

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zerr-spiegel 15.09.2017, 07:57
27.

Zitat von ProDe
wie schon einige erwähnt haben - früher hatte man Dank G9 und Bundeswehr 2 Jahre mehr Zeit um sich klar zu werden was man machen möchte. Mit 17 hatte damals auch noch keiner eine Ahnung was er mal machen möchte.
Komisch, ein Realschüler soll das aber schon mit 15 wissen, da muss er sich nämlich bewerben. Früher mussten das die Hauptschüler schon mit 14.
Abiturienten sind offensichtlich lebensfremde Komplettversager.

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zerr-spiegel 15.09.2017, 08:04
28.

Zitat von zubrcat
So war das damals : mit 19 Abi , dann 15 Monate Bund oder Zivi. Dann wußte man mit 21 schon erheblich mehr vom Leben und den Möglichkeiten. Wer ne extra Runde gedreht hatte war mental noch etwas weiter. Das geht heute nicht mehr bei G8. Heute sind die Abiturienten 17 oder 18 und sollen sofort wissen wo es lang geht ? Die sind zum teil so grün hinter den Ohren, dass sie die Einführungsparty auf der Uni um 22:00 verlassen müssen (Schutz der Minderjährigen). Wen wundert es also . . . alles so gewollt.
Realschülern wird das aber schon mit 15 zugemutet.

Und die Uniparty muss niemand schon um 22 Uhr verlassen, da es in der Regel eine schulische Veranstaltung ist (wahrscheinlich sogar eine geschlossene Gesellschaft) und außerdem wurde das Jugendschutzgesetz schon 2002 massiv geändert.

Es gelten die §§ 4 und 5 JuSchG (Zitate nicht wörtlich):
§4: In Gaststätten dürfen Jugendliche ab 16 bis 24 Uhr (Uniparty ist aber keine Gaststätte - oder findet die Party außerhalb der Uni statt?).
§5: Bei Tanzveranstaltungen (könnte schon eher passen) aber auch.

In beiden Fällen dürfen zuständige Behörden Ausnahmen genehmigen.

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MyFewCents 15.09.2017, 08:31
29.

Ich hab bereits mit 14 gewußt, was ich beruflich mal werden wollte - und dann konsequent darauf hingearbeitet. Das bedeutete: 5 weitere Jahre in einer Schule, die ich hasste, nur um zum Abitur zu kommen, und das ohne Verständnis/Rückhalt der Familie. Auch das Studium habe ich ohne familiären Rückhalt sozusagen in kompletter Selbstmotivation und -initiative durchgezogen, sprich, musste schauen, wie ich über die Runden komme. Also harte Jahre, aber keineswegs schlechte Jahre. Und schon gar nicht vergeudete Jahre! Was den Jungen heute fehlt sind einfach Selbstmotivation und -disziplin, die Unfähigkeit, sich ein Ziel zu setzen und dieses mit Konsequenz zu verfolgen und die Akzeptanz, dass man sich dafür vielleicht auch anstrengen und sogar Unangenehmes oder Abstriche in Kauf nehmen muss.

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