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Ärger um Schulschließungen: Hamburger bitten Papst um Hilfe
DPA

Die katholische Kirche will in Hamburg acht Schulen schließen. Wie das Erzbistum dabei vorgeht, hat viele Gläubige im Norden erschüttert. Nun wenden sie sich an den Papst.

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fottesfott 12.02.2018, 18:31
1. Wird langsam Zeit für einen Börsengang

...die Mechanismen einer unregulierten, neoliberalen Marktwirtschaft hat die Katholische Kirche ziemlich gut drauf. Unternehmensteile schließen und Mitarbeiter entlassen BEVOR die Verluste entstehen. Verstehe nur nicht, warum das Ganze vom Staat und Bürgern durch Steuerfreiheit und Spenden unterstützt wird.

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didoma 12.02.2018, 18:32
2. Da fragt man sich wo der Auftrag der Kirche

noch liegt. So ein Verhalten zeigt nur noch mehr das sich die Kirche von der Gesellschaft abwendet. Es ging in der Kirche schon seit Jahrhunderten nur noch um Macht und Geld. Dies führt zu Spaltung und unzählige Kriege. Die katholische Kirche sollte endlich eine genaue Auflistung ihres Vermögens machen und nur noch einen Teil für Brunk und Pomp ausgeben und mehr an die armen Verteilen. Nicht nur in Form von Geld sondern auch eben in Form von Wissen. Das bringt am meisten Zins. Aber da ist sie wie die meisten Politiker. Wissen darf nix kosten. Schade

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Rainer Heidelberg 12.02.2018, 18:41
3. Na prima,

gern mal aus der Kirche austreten, um Steuern zu sparen. Am nächsten Tag sich über kirchliche Kindergarten- oder Schulschließungen aufregen. Wo bleibt die Fairness? Wo bleibt die Solidarität mit denen, die Kirchensteuer zahlen. In unserer Straße wurde vor nicht langer Zeit ein evangelischer Kindergarten geschlossen. Die Kinder wurden in einen anderen kirchlichen Kindergarten untergebracht. Die Eltern, die am lautesten protestierten waren gar nicht in der Kirche, bezahlten folglich auch keine Kirchensteuer. Ist das richtig? ich glaube nicht. Auch eine Versilberung kirchlichen Eigentums ist nicht der richtige Weg. In einigen Jahren ist alles verfrühstückt, weil es halt so einfach und schön ist. Unsere Kinder hätten dann die Folgen zu tragen.
Richtig wäre eine Sozialsteuer wie in Italien. In die zahlen alle ein. Jeder kann individuell entscheiden, zu welcher Organisation die Gelder gehen. In den Sportverein, zur Kirche oder zum Theater. Das wäre fair und alle zahlen. Auch die, die heute von dem System profitieren aber nichts beitragen.

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kizfonis 12.02.2018, 18:45
4.

"Denn die Angst, dass die rekordhohen Kirchensteuern bald sinken könnten, schmälert die Solidarität."
Dem halte ich ganz schlicht entgegen:
Galater 6, 2:Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.

Norbert Sinofzik, Rheinstadt Uerdingen und praktizierender Protestant

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tobi.oe 12.02.2018, 18:46
5. und auf einmal sind doch wieder alle gute Katholiken

Ich möchte hier die Katholische Kirche sicher nicht in Schutz nehmen, aber derartige Szenarien werden wir wohl in Zukunft des öfteren erleben.

Die Leute treten reihenweise aus den beiden großen Kirchen aus, über die Kirchensteuer wird ohne Ende geschimpft und generell wird der Glaube immer weniger wertgeschätzt... Aber die Schulen, Altenheime und Krankenhäuser sollen die Kirchen ruhig betreiben, selbstverständlich unwirtschaftlich!?!

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Violator 12.02.2018, 18:51
6. Tja

Dieser Mammon ist schon ein mächtiger Verführer und die katholische Kirche ist ihm schon vor Jahrhunderten erlegen. Aber es gäbe eine Lösung (bzw. den Ansatz für eine Lösung) für das Dilemma: Den Grundbesitz der Kirchen entschädigungslos enteignen, schließlich sind sie nur durch Betrug im großen Stil an das Land gekommen. Die katholische Kirche z.B. ist der größte private Grundbesitzer in Deutschland. Das meiste davon stammt noch aus Zeiten, als die Kirche auch weltlich geherrscht (und gewütet) hat, also immer schön her damit. Weiterhin sämtliche Steuerprivilegien für Religionsgemeinschaften streichen. Und wieso zahlen wir Pfarrern Gehälter? Sollen sie doch von ihren Schäfchen wieder den Zehnten einfordern. Subventionen, Gehälter usw. belaufen sich jährlich auf einen 2-stelligen MILLIARDENbetrag, viel Geld das dem Staat entgeht. Natürlich müsste man davon einiges wieder investieren um die überteuerten Leistungen der Kirchen selber zu übernehmen, aber unterm Strich bliebe ein hübsches Sümmchen übrig, mit welchem man den Bildungssektor ordentlich aufpolieren könnte.

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Nordstadtbewohner 12.02.2018, 18:55
7. Erhöhung des Schulgeldes

Eine Lösung des Problems wäre die Einführung/ Erhöhung des zu zahlenden Schulgeldes durch die Eltern der Schüler. Damit könnte die finanzielle Lücke geschlossen werden und auf eine Schließung der Schulen verzichtet werden. Ein Schulbesuch ist eine Dienstleistung, die auch bezahlt werden muss. Zu verlangen, dass die Kirchen den Schulbetrieb in HH subventionieren, halte ich für falsch und überheblich.

Meine Kinder besuchen selbst eine Schule in freier Trägerschaft, die Schulgeld erhebt und dafür ausgezeichnete Bedingungen bietet und Leistungsbremsen auf Distanz hält.

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wortmacht 12.02.2018, 19:05
8.

Wenn es nicht so absurd wäre könnte man lachen.
Das Institutionen wie die katholische Kirche ihre Indoktrination staatsfinanziert, und unter zugestandener Umgehung so mancher Rechtslage, überhaupt Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser etc. führen dürfen ist schon ein Skandal. Dann aber bei einer Lehrerfinanzierung von mind. 93% durch den Staat "wirtschaftliche" Gründe zu benennen ist absolut irre. Selbst bei EInbeziehung weiterer Parameter, kleinere Klassen, selbstfinanzierte Ausstattung, macht das immer noch ca. 70% Staatsfinanzierung plus Elternfinanzierung aus. Es ist ja gut, dass dieser Verein diese Schulen nicht mehr führt, aber die Grundlage ist lächerlich.

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herwescher 12.02.2018, 19:17
9. Warum sollte die katholische Kirche ...

... sich noch im Schulwesen engagieren?

Das gehörte nie zu den Kernaufgaben einer Kirche, unabhängig von der Konfession. Genausowenig wie Kliniken, Kindergärten etc.

Es wurde in der Geschichte allerdings gerne angeboten, so konnte man die eigene Glaubenslehre den eigenen (Kindern von ...) Gläubigen nahebringen.

Was hat sich geändert?

Katholische Schulen müssen gemäß dem Gesetzgeber auch Schüler aller anderen Religionen unterrichten und die Gestaltungsfreiheit ist wegen verpflichtender Lernpläne weitestgehend perdu.

Konfessionelle Schulen waren in letzter Zeit auch bei Atheisten noch einigermaßen beliebt, weil man sich dort weniger Anarchie als an den staatlichen Schulen versprach.

Wenn man nun in Hamburg (Katholikenanteil

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