Forum: Leben und Lernen
Angeblich sexistisch: Neue Heimat für umstrittenes Gomringer-Gedicht
David von Becker/Alice Salomon Hochschule Berlin

Von Berlin nach Oberfranken: An der Fassade einer Berliner Uni wird das umstrittene Gedicht "Avenidas" übermalt - nun kündigte die Heimatstadt des Dichters an, es an einer Museumsfassade anzubringen.

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neuss66 01.02.2018, 13:09
1. Großartig!

Genau diese Reaktion habe ich mir als Antwort auf die Entfernung des Gedichtes gewünscht. Ein klares Zeichen für die Kunstfreiheit und gegen eine engstirnige Gesellschaft! Ich hoffe das Gedicht nunmehr an zahlreichen Wänden zu sehen. Als Mahnmal gegen eine völlig überzogene und fehlgeleitete, - ja geradezu kafkaeske -, Political Correctness.

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im_ernst_56 01.02.2018, 13:32
2.

Im Ergebnis macht sich die Alice Salomon Hochschule mit ihrer Aktion nur selber lächerlich. Und sie zeigt anschaulich, zu welchen extremen Reaktionen eine völlig überzogene Politische Korrektheit fähig ist.

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dievo 01.02.2018, 13:37
3. Von der Hauptstadt in die Provinz

Dass das Gedicht nun von der Hauptstadt Berlin in dei tiefste Provinz wandert, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Man sollte das auch mit der übrigen Kultur in Berlin machen. Wie das Ganze zeigt, ist Berlin immer noch eine Art Insel und man sollte die Bewohner kulturell sich selbst überlassen.

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hoppelkaktus 01.02.2018, 13:48
4. Viel mehr als nur ein kleines Stück Kunst auf der Flucht

Wenn kleine, aber laute und angriffslustige Minderheiten der übergroßen Mehrheit in einem Gemeinwesen erfolgreich diktieren können, welche kulturellen oder sonstigen Lebensäußerungen als politisch korrekt durchgehen und somit wünschenswert und erlaubt sind, und was aber dagegen nicht erlaubt und wünschenswert, weil politisch unkorrekt sei: Dann hat eine Gesellschaft ihre Reifeprüfung in Sachen geistige Vielfalt, Freisinnigkeit und lebendige Demokratie ja sowas von (mit Verlaub) perfekt in die Sch***e gesetzt. Da gibt es für viele eine Menge Grundlegendes noch einmal neu zu lernen, damit sie es auch wirklich von den nährenden Wurzeln der Freiheit her begreifen; und vielleicht auch am Ende kapieren, dass erhaltenswerte zivilisatorische Errungenschaften sich meist nicht per Naturgesetz selbst zu erhalten vermögen, sondern in haarigen Zeiten auch mal aktiv gegen gefährdente Attacken unterschiedlichster Art v e r d e i d i g t gehören. Ach, Mensch.

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BleibGesund 01.02.2018, 14:07
5. Ich hoffe es geht vorbei

Diese Welle vom Sexismus geht jetzt schon an die Grenze der Peinlichkeit.
Auf einer Seite handelt es sich um Kunst-Zensur und auf einer anderen Seite finde ich das Gedicht absolut harmlos. Der Autor ist ein Bewunderer von Schönheit, wie kann man das zensieren? Schade, schade!

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rational_bleiben 01.02.2018, 14:18
6.

Hätte man nicht eine Abstimmung abhalten können, an denen ausschließlich die Frauen der Hochschule (Studentinnen, Angestellte und Professorinnen) stimmberechtigt sind? Die Frage hätte lauten sollen, ob a), sie das Gedicht an der Fassade in irgendeiner Form sexistisch oder schlicht als unangebracht empfinden und b), ob sie möchten, dass das Gedicht entfernt wird. Sollte es bei a) oder b) eine Mehrheit geben, könnte man es ja entfernen, ansonsten könnte man es stehen lassen und gut ist.

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spmc-13204216454454 01.02.2018, 14:18
7. Geld zurück

Ich habe mehrere Zertifikate der ASH im Bereich Weiterbildung erworben. Diese haben jetzt durch ein reputationsschädigendes agieren der ASH an Wert verloren. Danke sehr. Ich erwäge den Klageweg um wenigsten eine monetären Entschädigung zu erlangen.

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peeka(neu) 01.02.2018, 14:20
8. Das "Gedicht"

ist ziemlich lächerlich schlicht, aber 1952 war das eventuell noch irgendwie innovativ. So gesehen gehört es dann doch in die Regionen, in denen noch die Filme von David Hamilton in den Kinos gezeigt werden.

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lokisflatmate 01.02.2018, 14:29
9. etwas mehr Flexibilität …

Ich hätte mir in den Köpfen der StudentInnen etwas mehr Flexibilität gewünscht, aber offensichtlich geht das zur Zeit nicht. Eine Wand mit einem Gedicht in einer anderen Weltsicht, vielleicht, oder eine andere Möglichkeit, das Gedicht zu lassen, wo es ist.
Schade. Es ist natürlich schön, dass es jetzt eine neue Heimat findet, aber die Studentenschaft hat sich damit kein gutes Zeugnis ausgestellt.

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