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Aufsichtsbeschwerde und Online-Plattform: Müssen Lehrer die AfD fürchten?
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Die AfD geht gegen unliebsame Lehrer vor: In Bremen hat sie eine Aufsichtsbeschwerde eingereicht, in Hamburg will sie Pädagogen über eine Online-Plattform der Schulbehörde melden. Was erlaubt ist - und was nicht.

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Actionscript 12.06.2018, 08:05
1. Diskussionsleiter

Der Lehrer braucht seine Meinung garnicht kund zu tun. Er braucht nur die Leitung einer Diskussion übernehmen, sich argumental auf die eine oder andere Seite stellen und den Rest die Schüler machen lassen. Er kann auch Klausuren schreiben lassen zB über den Vogelschiss. Dann kann sich nun wirklich keiner beschweren. Die Schüler müssen selber zu einer Bewertung kommen.

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Leser161 12.06.2018, 08:13
2. Albern

"Ihnen ist es jedoch untersagt, Schüler in ihrem Sinne parteipolitisch zu beeinflussen. Sie sind im und außerhalb des Unterrichts zu Neutralität und Mäßigung verpflichtet. "

Sorry, aber wenn das so durchgesetzt werden würde, dann hätte man die Hälfte meiner Lehrer aus dem Dienst kegeln müssen.

Von daher finde ich die Beschwerden der AfD oder sonstige ähnliche Beschwerden kommen sie von links oder rechts relativ sinnlos.

Ausserdem Schüler sind nicht doof. Und die Auseinandersetzung mit solchen Dingen in der Schule hilft meines Erachtens einen kritischen Geist zu entwickeln und auch zu lernen wann man diesen kritischen Geist zeigen darf und wann nicht.

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dasfred 12.06.2018, 08:47
3. These, Antithese, Synthese

Da hat der Lehrer im Unterricht schon mal schnell einen Überblick, wo seine Schüler gedanklich stehen und die Möglichkeit, den Schülern zu zeigen, dass es nie die eine einfache Lösung gibt, wenn man ein Problem von allen Seiten beleuchtet. Das die AFD noch nicht im hier und jetzt angekommen ist, zeigt sich darin, dass sie offensichtlich die Diskussion um Berufsverbote von Lehrern aus den siebziger Jahren völlig verpennt hat.

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leo Pold 165 12.06.2018, 08:48
4. De persönlich Haltung

zu verbergen im Unterricht ist nicht immer einfach, der umgekehrte Fall schlägt massive Wellen und die der Lehrer wird sofort von der Schule geworfen siehe Nikolai Nerling. In dem Fall wurde meiner Meinung nach auch richtig entschieden. Das ganze ist nun mal keine Einbahnstraße. Alternative zum Status Quo werden auf der Schule in der Schule meist als negativ dargestellt. Neutral ist der Politische Unterricht sicherlich nicht.

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samsix 12.06.2018, 08:52
5. Zustimmung

Zitat von Leser161
"Ihnen ist es jedoch untersagt, Schüler in ihrem Sinne parteipolitisch zu beeinflussen. Sie sind im und außerhalb des Unterrichts zu Neutralität und Mäßigung verpflichtet. " Sorry, aber wenn das so durchgesetzt werden würde, dann hätte man die Hälfte meiner Lehrer aus dem Dienst kegeln müssen. Von daher finde ich die Beschwerden der AfD oder sonstige ähnliche Beschwerden kommen sie von links oder rechts relativ sinnlos. Ausserdem Schüler sind nicht doof. Und die Auseinandersetzung mit solchen Dingen in der Schule hilft meines Erachtens einen kritischen Geist zu entwickeln und auch zu lernen wann man diesen kritischen Geist zeigen darf und wann nicht.
Aber genau die Entwicklung des kritischen Geistes wollen die In dieser Partei Aktiven ja gerade verhindern!

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Ein_denkender_Querulant 12.06.2018, 08:53
6. Was möchte die AfD?

Ich frage mich bei diesem Vorgehen, was die AfD bezweckt. Sie ist eine rechtsextreme Partei, sie ist rassistisch, frauenfeindlich, gegen die Menschenrechte, wissenschaftsfeindlich und gegen die EU. Für alle diese Beschreibungen gibt es hinreichend Belege im Programm, im Auftreten, in Wahlplakaten und in Aussagen von Vorstandsmitgliedern.

Warum wehrt sich die AfD dagegen, dass diese Positionen sachlich diskutiert werden? Ihre Wähler sind doch in der Regel ebenso rassistisch, frauenfeindlich, gegen die Menschenrechte, wissenschaftsfeindlich und gegen die EU oder zumindest gibt es in Teilfragen Überdeckungen. Da finden sich zwei, die zueineinader passen. Welches Interesse hat die AfD, als demokratische Partei, die angeblich unser Werte achtet, gesehen und dargestellt zu werden? Das ist ein Betrug an den Wählern und am eigenen Programm, oder?

Wenn Lehrer z.B. mit Schülern das Parteilprogramm durchgehen und die Aussagen der AfD zum Klimawandel diskutieren, dann kommt in dieser sachlichen Diskussion sehr schnell zu Tage, dass sich die AfD gegenüber wissenschaftlichem Vorgehen verschließt und stattdessen die Positionen von anerkannten Verschwörungstheoretikern übernimmt. Die Wähler wählen sie vermutlich deswegen. Warum sollte man als Lehrer nicht auf solche eindeutigen Punkte im Programm hinarbeiten und mit Schülern darüber diskutieren, welchen Stellenwert eine Partei hat, die sich gegen die Zukunft der Weltbevölkerung einsetzt, ähnlich dem Verhalten von Trump, der das Klimaabkommen kündigte.

Was wir hier erleben ist übrigens typisch für rechtsextreme Parteien. Auch die NPD hat im Osten unserer Republik lange Zeit Kinderarbeit betrieben, um ideologisch auf unsere Kinder einzuwirken und sie mit Gehirnwäsche hin zu rechtsextreme Themen wie Rassismus, Frauenfeindlichkeit und Wissenschaftsfeindlichkeit zu infiltrieren und gegen die Menschenrechte zu wettern.

In der Tat muss gegen Lehrer vorgeganen werden, die versuchen sollten, die AfD als Partei der bürgerlichen Mitte, die übliche europäische Werte achtet, darzustellen.

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lahozdeoro 12.06.2018, 08:57
7. Beobachtung?

"Die Partei beobachtet zum Teil sehr genau, was Pädagogen im Unterricht behandeln - und wie sie es tun." Kann mir mal jemand erlären, wie das geschehen soll? Werden da die Schüler befragt oder welche, möglicherweise sehr fragwürdigen, Methoden werden da angewandt?

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wiesenflitzer 12.06.2018, 09:15
8. Klassischer AFD-Schwachsinn

An alle Lehrer!
Lasst euch bitte durch diesen Irrsinn nicht irritieren. ICH möchte nicht, dass meine Kinder in der Schule Lehrer haben, die sich nicht mehr trauen, Dinge zu diskutieren und sachlich/fachlich/kritisch zu hinterfragen. Klar, der AFD wäre es lieber, man würde deren Fake-News und Lügen stumpf und ungefragt stehen lassen. DAS ist aber nicht der Auftrag eines Lehrers. ICH möchte, dass Lehrer grundsätzlich erstmal quasi alles infrage stellen, über alles reden und diskutieren. Nur so lernen Kinder, dass man Dinge hinterfragen muss, sich andere Meinungen anhören muss; nur so kommt man zum nachdenken, nur so können sachliche und sachdienliche Diskussionen stattfinden.

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namejsis 12.06.2018, 09:38
9. Eine Denunzierungsplattform zur politischen Überwachung

wünscht sich die AFD also. Vielleicht auch gleich wieder Blockwarte einführen? Hmm? Es wird immer besorgniserregender mit dieser Partei.

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