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Baden-Württemberg: Internationaler Student klagt gegen Gebühren
DPA

Baden-Württemberg will ausländische Studenten kräftig zur Kasse bitten. Einer hat dagegen jetzt Klage eingereicht. Das könnte sich auch auf ähnliche Pläne in Nordrhein-Westfalen auswirken.

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moneysac123 14.07.2017, 15:38
1. Wo ist das problem?!

Wir unterhalten hier ein teures Bildungssystem, finanziert aus Steuergeldern. Warum sollen nun Studenten aus dem Ausland, die in ihrem lang (zB USA) Studiengebühren sparen wollen, hier kostenlos ausgebildet werden? Das ist weder fair gegenüber den Steuerzahlern hier noch redlich Perspektive der Gäste. Viele Länder erheben Studiengebühren.

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spmc-12355639674612 14.07.2017, 16:07
2. Ganz einfach:

Zitat von moneysac123
Wir unterhalten hier ein teures Bildungssystem, finanziert aus Steuergeldern. Warum sollen nun Studenten aus dem Ausland, die in ihrem lang (zB USA) Studiengebühren sparen wollen, hier kostenlos ausgebildet werden? Das ist weder fair gegenüber den Steuerzahlern hier noch redlich Perspektive der Gäste. Viele Länder erheben Studiengebühren.
Diese Studenten sind diejenigen, die morgen dafür sorgen, dass die Maschinenbauer Baden-Württembergs weiterhin dafür sorgen, dass Deutschland Exportweltmeister bleibt. Genau darum ist es sinnvoll, Studenten aus dem Ausland nach Deutschland (speziell eben Baden-Württemberg) zu locken. Das bisschen, was man hier an Mehreinnahmen durch Studiengebühren erwirtschaftet, kommt sowieso nicht bei den Unis an, sondern "entlastet" den Landeshaushalt und verschwindet dort irgendwo. Die Unis werden davon nicht besser oder leistungsfähiger, die Summen sind kaum der Rede wert. Später werden diese Studenten in ihren Heimatländern jedoch Firmen leiten oder aufbauen, die Investitionsgüter in Deutschland kaufen. Ich kenne einige solche Fälle.

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keksguru 14.07.2017, 16:07
3. Studiengebühren die Dritte

erst waren es 500 Euro für Langzeitstudierende, dann für Ausländer, nun Drittstaatler... ich hab noch die erste Gebührenwelle als Uni-Angestellter in Stuttgart miterlebt und wie da das Geld mit der Gießkanne verteilt wurde... es gab keinen Deut mehr Betreuung bei uns am Institut, dafür wurden 5 Laptops und ein paar Matlab Lizenzen angeschafft... inwiefern das die Betreuung zu verbessern geholfen hat, war nicht zu beobachten da wir eh keine Abbrecher hatten. Genommen wurde das Geld aber trotzdem gerne. In BW und speziell in Stuttgart, wo die Uni der Excellenzinitiative angehört, studieren besonders viele ausländische Studenten weil viele Studiengänge durchgängig in Englisch sind oder englsiches Begleitmaterial vorhanden ist. Allerdings muß man sich fragen, wo denn nun der Unterschied zwischen einem Studenten aus den UK und aus Kanada besteht. Der eine kommt für lau weg, der andere muß löhnen...

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jj2005 14.07.2017, 16:15
4. Prinzip Gegenseitigkeit

Zitat von moneysac123
Warum sollen nun Studenten aus dem Ausland, die in ihrem lang (zB USA) Studiengebühren sparen wollen, hier kostenlos ausgebildet werden?
Wie bei Visaerteilung, Notebookdatenkontrolle etc sollte das Prinzip Gegenseitigkeit gelten. Wenn also die USA die Studiengebühren für deutsche Studenten streichen, dann können U.S.-Studenten auch weiterhin kostenlos in D studieren, ganz einfach. Kein Grund, sich aufzuregen.

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artifex-2 14.07.2017, 16:19
5. W@s am keksguru

Zitat von keksguru
erst waren es 500 Euro für Langzeitstudierende, dann für Ausländer, nun Drittstaatler... ich hab noch die erste Gebührenwelle als Uni-Angestellter in Stuttgart miterlebt und wie da das Geld mit der Gießkanne verteilt wurde... es gab keinen Deut mehr Betreuung bei uns am .......
Falls es Ihnen entgangen ist . Kanada ist nicht in der EU ; UK dagegen schon ,wenn auch vermutlich nicht mehr allzu lange . Im Übrigen ist der Vorschlag der von der Grünen Wissenschaftsministerin kommt/kam ,einer der wenigen vernünftigen Vorschläge aus dieser (Parteien) Ecke !

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rjb26 14.07.2017, 16:20
6. gleichbehandlung ist gut

bitte die Eltern zu Steuerzahlung in DE verpflichten

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f_eu 14.07.2017, 16:24
7.

Zitat von spmc-12355639674612
Diese Studenten sind diejenigen, die morgen dafür sorgen, dass die Maschinenbauer Baden-Württembergs weiterhin dafür sorgen, dass Deutschland Exportweltmeister bleibt. Genau darum ist es sinnvoll, Studenten aus dem Ausland nach Deutschland (speziell eben Baden-Württemberg) zu locken. Das bisschen, was man hier an Mehreinnahmen durch Studiengebühren erwirtschaftet, kommt sowieso nicht bei den Unis an, sondern "entlastet" den Landeshaushalt und verschwindet dort irgendwo. Die Unis werden davon nicht besser oder leistungsfähiger, die Summen sind kaum der Rede wert. Später werden diese Studenten in ihren Heimatländern jedoch Firmen leiten oder aufbauen, die Investitionsgüter in Deutschland kaufen. Ich kenne einige solche Fälle.
Auch meine Meinung. Eine bessere und nachhaltigere Werbung für Deutschland kann man nicht machen.

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schreckgespenst 14.07.2017, 16:35
8. blubb

Zitat von spmc-12355639674612
Diese Studenten sind diejenigen, die morgen dafür sorgen, dass die Maschinenbauer Baden-Württembergs weiterhin dafür sorgen, dass Deutschland Exportweltmeister bleibt.
Das machen die meisten ausländischen Studenten gerade nicht. An unserer Technischen Universität studiern sehr viele Asiaten (i.d.R. Chinesen) und Afrikaner, gerade in den technischen Fächern. Z.B. schreiben sich in Elektrotechnik mittlerweile mehr EU-Ausländer als EU-Inländer ein.
Befragungen der Absolventen zeigen aber, dass nur sehr wenige in Deutschland bleiben, nachdem sie ihr Studium absolviert haben. Die meisten verlassen Deutschland, weil sie es müssen (z.B. unsere Chinesen) oder gehen, weil sie außerhalb der Uni die Sprachbarrieren als zu hoch empfinden. Somit zahlen sie nach dem Studium auch keine Steuern in Deutschland. Studiengebühren sind deshalb angemessen.

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keksguru 14.07.2017, 16:40
9.

Zitat von moneysac123
Wir unterhalten hier ein teures Bildungssystem, finanziert aus Steuergeldern. Warum sollen nun Studenten aus dem Ausland, die in ihrem lang (zB USA) Studiengebühren sparen wollen, hier kostenlos ausgebildet werden? Das ist weder fair gegenüber den Steuerzahlern hier noch redlich Perspektive der Gäste. Viele Länder erheben Studiengebühren.
Das Problem gibts aber schon innerhalb der EU... und gegen die Gebührenpflicht für EU-Bürger greift eine Diskriminierungsrichtlinie. Wo will man da die Grenze ziehen? Oder die UK, wo selbst im Land nach Herkunft diskriminiert wird - die Einwohner von Guernsy, Isle of Man und die anderen zahlen schon mal Doppelte. Jeder Staat entscheidet selbst, was er für das Studium nimmt, und wieviel er für die Bildung ausgibt. Dafür zahlen die Einwohner dann Steuern... in UK tendenziell deutlich weniger als hier, und noch viel weniger auf den Kanalinseln... aber dafür sind die staatlichen Leistungen auch geringer... ist es gerecht, daß ein praktsich steuerbefreiter UK-Bürger von Guernsey in Deutschland kostenlos studiert? Nein, meinem Bauchgefühl nach nicht. Aber er zahlt trotzdem nix wegen einer EU-Richtlinie.

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