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Berlin: Humboldt-Uni verklagt eigene Studenten
AP

Die Studentenvertreter der Humboldt-Universität halten ihre Nachnamen geheim - angeblich zum Schutz der Daten vor der AfD. Die Leitung der Hochschule will das nicht akzeptieren.

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derbelgarath 05.08.2018, 18:49
1. Wie sagt der Volksmund so schön?

"Wer den Sumpf trockenlegen will, der darf nicht die Frösche fragen!"

Hier scheint sich in den letzten Jahren offensichtlich eine Subkultur mit insbesondere finanziellen Geflechten entwickelt zu haben, die das Licht der Öffentlichkeit scheut. Daß die AfD wissen könnte, wer von den Studenten in welches Amt gewählt wurde, sollte in einer Demokratie ebenso selbstverständlich hinzunehmen sein wie die Studenten wissen, wer von der AfD in ein öffentliches Amt gewählt wurde.

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Clausibel 05.08.2018, 18:52
2. Unglaublich!

Diese Studentenvertreter erhalten doch Aufwandsentschädigungen von mehreren hundert Euro monatlich, die von den Studienbeiträgen bezahlt werden, die die Uni von den Studenten einkassiert. Und die Uni weiß nicht, an wen sie monatlich Geld überweist?

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DJ Doena 05.08.2018, 19:03
3.

Eigentlich müssten sie sich doch irgendwann mal zur Wahl gestellt haben. Und dann müssen doch auch Wahlunterlagen existieren.

Sonst könnte ja auch ich behaupten, dass ich Studierendenvertreter sei und von der HU eine Aufwandsentschädigung einfordern.

Im Prinzip war es aber bestimmt so, wie es schon 1997 an der FHTW Berlin war. Der Asta ist ein Ringelpietz mit Anfassen, für den man als Student bezahlen musste, der aber ansonsten irgendwas trieb und mit 2,7% Wahlbeteiligung gewählt wurde. Aber die Namen waren wenigstens öffentlich, daran kann ich mich erinnern.

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bakiri 05.08.2018, 19:04
4. Wie ist das möglich?

Wie kann es öffentliche Finanzmittel für ein Gremiun geben ohne die Namen der verantwortlichen zu kennen? Wieso ist es ein Problem die Mitglieder offiziell auf einer Liste zu führen, wenn die Namen angeblich unter den Studierenden sowieso bekannt sind? Das klingt alles wirklich sehr nach Klüngel und ist erschreckend. Anscheinend qird es Zeit dort aufzuräumen.
Allerdings stellt sich mir auch die Frage, warum ein Abgeordneter der AfD die Namenslisten haben will. Das ist für mich ebenfalls zu hinterfragen.

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rugall70 05.08.2018, 19:05
5. Studenten schaden sich und Kommilitonen

An der Berliner Universität scheinen ja eigenartige Studenten unterwegs zu sein. Erst die anonymen Denunziationen gegenüber einem Politik-Professor. Jetzt der Eklat um das Referat, wo man sich anonym die bezahlten Posten zuschiebt.

Die Berliner Studenten sollten wissen, dass ihre Vertreter im Referat damit allen massiv schaden. Arbeitgeber werden sich eine Anstellung zweimal überlegen, wenn im Lebenslauf "Uni Berlin" steht.

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rugall70 05.08.2018, 19:15
6. Warum kriegen die Geld?

Warum kiegen die Studentenvertreter Geld? Die sollen studieren und nicht hauptberuflich als Referent arbeiten. Das ist doch absurd! Was kommt als nächstes? Ein Gehalt für Klassensprecher?!

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maxduerr 05.08.2018, 19:16
7.

Zitat von Clausibel
Diese Studentenvertreter erhalten doch Aufwandsentschädigungen von mehreren hundert Euro monatlich, die von den Studienbeiträgen bezahlt werden, die die Uni von den Studenten einkassiert. Und die Uni weiß nicht, an wen sie monatlich Geld überweist?
Natürlich hat die Universität die Namen der Leute, an die sie Aufwandsentschädigungen auszahlt, umso unsinniger ist ja genau diese Klage. Es sind Namen, die Uni seit jeher hat, aber sie ist unfähig, diese zusammenzuführen.

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maxduerr 05.08.2018, 19:20
8.

Zitat von DJ Doena
Eigentlich müssten sie sich doch irgendwann mal zur Wahl gestellt haben. Und dann müssen doch auch Wahlunterlagen existieren.
Haben sie ja auch, in Sitzungen, die öffentlich sind und deren Protokolle öffentlich verfügbar sind.

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Naturrecht 05.08.2018, 19:20
9. Haben Sie überhaupt studiert?

Zitat von derbelgarath
Hier scheint sich in den letzten Jahren offensichtlich eine Subkultur mit insbesondere finanziellen Geflechten entwickelt zu haben, die das Licht der Öffentlichkeit scheut. Daß die AfD wissen könnte, wer von den Studenten in welches Amt gewählt wurde, sollte in einer Demokratie ebenso selbstverständlich hinzunehmen sein wie die Studenten wissen, wer von der AfD in ein öffentliches Amt gewählt wurde.
Der Asta ist kein öffentliches Amt. Die tertiäre Bildung ist auch kein öffentliches Gut. Es gilt die DSGVO und daran muss sich jeder in der EU halten. Dementsprechend hat die AfD nach Art. 6 DSVGO nicht das Recht die personenbezogenen Daten zu erheben, da der Asta nicht im öffentlichem Interesse handelt.
Was sie mit Subkultur meinen würde mich auch interessieren?

Nun zum Artikel: Es ist ein sehr interessanter Fall. Wobei ich vermute, dass die Uni in Bezug auf ihren Anspruch Recht bekommt. Denn eigentlich müsste hier Art. 6 Abs. 1 Buchst. c) DSVGO maßgeblich sein und so die Verarbeitung von personenbezogenen Daten (das Erheben der Nachnamen der betreffenden Personen) vom Gesetzt gedeckt sein.

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