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Berufsbildungsbericht: Unternehmen sind bei Azubis zu wählerisch
DPA

Weniger Lehrlinge, weniger Ausbildungsbetriebe - aber auch viele unbesetzte Lehrstellen: Mit einem milliardenschweren Förderprogramm versucht die Regierung, mehr Ausbildungschancen für Schulabgänger zu schaffen.

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sikasuu 15.04.2015, 15:48
1. Es ist MARKT=hier Arbeitsmarkt! Verhaltet Euch wie Markteilnehmer...

... liebe Betriebe.
Macht die Ausbildung, die Arbeits- und Verdiesntbedingungen, die Möglichkeiten eines Aufstieges so, das es wieder Menschen interessant finden eine Lehre zu machen.
.
In de letzen Jahrzenhten ist Lehre zu Leere verkommen und die Chancen eines selbts hochqualifizierten Facharbeiter sind nur noch miserabel.
Es ist Arbeitsmarkt, die WARE Arbeitskraft geht da hin, wo die Anbieter die größten Verwertungschnacen sehen.
Ist doch das Creodo unserer Gesellschaft.

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casparman 15.04.2015, 15:56
2. Ähm

Beispiel: Ich lade 10 Hauptschüler zum Bewerbungsgespräch bei einer Metallbaufirma ein. Alle 10 erhalten die gleiche, einfache Rechenaufgabe zum Thema "Materialverschnitt". Ich erhalte 10 verschiedene Ergebnisse, alle falsch, wen stelle ich ein? Wem gebe ich die Chance, bei mir Addition und Subtraktion ... äh tschuldigung, Puls- und Minusrechnen beizubringen? Sollte ich einen davon nehmen, hätte er die Chance bei mir sogar Multiplikation und Division zu lernen, sind das ausreichende Aufstiegschancen?

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OskarVernon 15.04.2015, 16:07
3.

Zitat von casparman
Ich erhalte 10 verschiedene Ergebnisse, alle falsch, wen stelle ich ein?
Den, der mit der geringsten Verspätung zum Gesprächstermin erschienen ist ;-)

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trader_07 15.04.2015, 16:09
4. Sind Unternehmen tatsächlich...

"Unternehmen sind bei Azubis zu wählerisch"

Sind Unternehmen tatsächlich jetzt schon zu wählerisch, wenn sie das Beherrschen der Muttersprache in Wort und Schrift und der vier Grundrechenarten verlangen?

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M. Thomas 15.04.2015, 16:14
5. Mooooment mal.

Nach dem Genuss der Überschrift habe ich den Artikel gar nicht mehr gelesen. Gut, ich wusste schon durch eine Radioreportage, wohin die Reise thematisch gehen soll: die armen Hauptschüler. Abgehängt, chancenlos und ausgeklammert.
Ich war jahrelang mit ausbilderischen Tätigkeiten im weitesten Sinne befasst und habe daher folgendes leider selber erleben müssen: Absolventen einer Mittleren Reife bekommen kaum noch einen einzigen, fehlerfreien Satz aufs Papier und kennen vor lauter Rechten keine Verpflichtungen mehr. Mit einer herausfordernden Aufgabe sind sie prinzipiell überfordert, weil sie sich kaum zu größerem Einsatz aufraffen können. An der Intelligenz liegt es weniger - wohl mehr an mangelhafter Willensbildung. Abiturienten verstehen zwar ob der Strategie ihrer Schulausbildung (etwas) schneller und sind auf dem Papier etwas besser, leiden jedoch im Grunde an den gleichen Problemen. An der Arbeitsfront heißt es da schnell: "Der kriegt den Arsch nicht hoch." Hauptschüler versammeln all diese Probleme und einige von ihnen potenzieren diese noch. Hier treten dann auch noch sehr oft (zwischen-) menschliche Probleme dazu. Wenn die Wirtschaft sagt, dass viel zu viele Absolventen von Schulen quer durch alle Kategorien kaum noch einzusetzen sind, kann ich das durch eigene Erfahrung nur bestätigen. Der Teil derer, die man nach gründlicher Ausbildung ruhigen Gewissens in die Produktion oder gar auf Kunden loslassen kann, wird immer geringer.

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pio_ 15.04.2015, 16:20
6.

Ich kann nicht für alle und jeden sprechen, aber ich als Schüler sehe das Problem nicht nur in den schulischen Leistungen von möglichen Azubis, die der Grund für Unternehmen sind jemanden abzuweisen, sondern auch die persönliche Einstellung. Ich kenne viele dieser "Leistungsschwächeren Schülern" die einfach keinen Respekt oder eine korrekte Arbeitseinstellung haben. Wieso sollte ein Betrieb denn jemanden einstellen wollen, der seinen Vorgesetzten nicht respektiert und wahrscheinlich schon im Einstellungsgespräch als faul und umotiviert erscheint? Ich hoffe einfach mal, dass ich mehr schlechte als gute Fälle (die es ja auch gibt, wo jemand wirklich versucht Arbeit zu finden) kenne und dieses Programm nur für auch wirklich gewillte Menschen ist.

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lennoneales 15.04.2015, 16:22
7. Die Schulbildung....

ist zu schlecht. Während die Anforderungen bei den typischen "Hauptschüler"-Berufen stetig gewachsen sind, ist die Qualität der Unterrichtsinhalte allenfalls stagniert. Man nehme nur den Ausbildungsberuf KFZ-Mechatroniker, der den Azubis heute viel mehr abverlangt. Bei unseren Einstellungstests können Hauptschüler selbst einfachste Rechenaufgaben nicht lösen, während Realschüler damit keine Probleme haben.

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smartphone 15.04.2015, 16:23
8. Generell übertrieben Kriterien

Wer "banales" nicht rechnen kann, ok . Aber : Viele sogar Realschüler sind in der "Warteschleife" geparkt und wohl alleine deswegen -uninteressant?!? Generell sollte auch der DeMaziere mal zurückrudern mit seiner Bluecard und sich mal fragen lassen ,wieso selbst Topakademiker mit paßgenauem Studium in seltenem Fachgebiet von einer solch suchenden Firma nach drei Tagen schon dies zulesen bekommt " Ihren Kenntnissen und Fähigkeiten entprechend können wir ihnen keine Stelle anbieten " - so wirklich: warauf hat der sich denn beworben : Solange die Industrie mit Wahnvorstellungen wie zB " Guten Leuten muß man absagen" oder " Wie 45 , wollen Sie etwa zum Sterben in unsere Firma kommen !" Oder "man unter dem Tisch vor Lachen liegt ,wenn ein Hochqualifizierter sich bewirbt" -weil dr wohl net abrafft, Daß der 35 jährige deswegen scho ne Absage bekommt," Weil er mit 39 nicht mehr arbeitsfähig ist "..... Alles oZitate aus den Denkfabriken der HRs

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sikasuu 15.04.2015, 16:23
9. Wer mit Erdnüssen zahlt....

Zitat von casparman
Beispiel: Ich lade 10 Hauptschüler zum Bewerbungsgespräch bei einer Metallbaufirma ein. Alle 10 erhalten die gleiche, einfache Rechenaufgabe zum Thema "Materialverschnitt". Ich erhalte 10 verschiedene Ergebnisse, alle falsch, wen stelle ich ein? Wem gebe ich die Chance, bei mir Addition und Subtraktion ... äh tschuldigung, Puls- und Minusrechnen beizubringen? Sollte ich einen davon nehmen, hätte er die Chance bei mir sogar Multiplikation und Division zu lernen, sind das ausreichende Aufstiegschancen?
... der Rest ist Geschichte.
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Bei 5% Gymnasium in den 60-70ger Jahren gab es in den Haupschulen noch eine grosse Spreizung von Leistung.
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bei 50% Gym, 25% Real- der Rest ist Hauptshule hat sich das 3 Gliederige Schulsystem wohl selbst erledigt.
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Wenn da noch jemend hingeht siehe Überschrift!

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