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Betreuungslücke: "Es gibt mehr Plätze - aber auch mehr Kinder"
DPA

Bundesweit fehlen Kita-Plätze für Unter-Dreijährige - 300.000 hieß es zuletzt. Wieso hält der Ausbau nicht Schritt? Laut Christiane Meiner-Teubner vom DJI liegt das auch an schwer ergründbaren Elternwünschen.

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wasistlosnix 17.05.2017, 18:46
1. Anspruch ist

für jedes Kind einen Kita Platz. Wenn dieses Jahr x Kinder geboren werden dann werden in 3 Jahren x Kitaplätze benötigt. Sicher kann es da zu Verwerfungen kommen wg. wegzug etc. ändert aber nichts an der Kitaplatzgarantie.

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ronald1952 17.05.2017, 18:47
2. Es ist eine Farce,

meine Kinder wurden vor 3 Jahrzenten geboren und es war auch schon so ein Kreuz mit den Kindergartenplätzen. Hat sich mittlerweile was getan? absolut nichts, außer der Tatsache das für meine Enkel heut horrende Preise führ Ihre Unterbringen in Kindergärten bezahlt werden müssen, denn wer will schon seine Kinder in einen normalen Kindergarten stecken die sich immer mehr als Parkstation für Kinder hervortun. Schon zu meiner Zeit hieß es immer es werden zu wenig Kinder geboren bei uns in Deutschland und Himmel wir werden Aussterben, aber Fakt ist unser Deutschland ist absolut Kinderfeindlich. Du kannst hier eher mit Hunden ankommen als mit Kindern leider eine traurige Tatsache.Und unsere Politiker machen das üblich, sie Schwätzen aber Sie Handel nicht.
schönen Tag noch,

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Teilzeitalleinerzieherin 17.05.2017, 18:48
3. bitte nicht!

"Wichtig wären auch mehr multiprofessionelle Teams, zum Beispiel aus Erziehern, Sozialpädagogen und Logopäden, die die anspruchsvolle Arbeit gemeinsam bewältigen." Wir waren mal in einer privaten Kita, die mit den besagten Berufsgruppen (und nur studierten Erziehern) ausgestattet war. Die Damen (kein Herr dabei) verzweifelten regelmäßig an den Kindern, die sich partout nicht so benehmen und entwickeln wollten, wie es die Forschungserkenntnisse gerade vorsahen.
Richtig glücklich waren die Kinder (und wir als Eltern auch!) trotz aller Nachteile bezüglich der personellen, finanziellen und materiellen Ausstattung in einer normalen Kita - Erzieher und Erzieherinnen, die größtenteils vorher etwas anderes gemacht und etwas von Welt gesehen hatten. Die konsultierten im Umgang mit unseren Kindern nämlich ihren Verstand und ihr Herz und nicht ihre Lehrbücher.

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zak73 18.05.2017, 01:24
4. Es fehlen keine Kita-Plätze

es fehlt die Lobby für die Eltern der unter 3-Jährigen. Was für Eltern geben schon gerne ihre Kleinkinder(U3) in fremde Hände zur Aufbewahrung wenn sie nicht, aus finanziellen Gründen, dazu gezwungen sind. Hier muss der Staat einspringen und dafür sorgen das Eltern von Kindern in dem Alter finanziell nicht schlechter gestellt sind wenn sie sich um ihre Kinder selbst kümmern. Teilweise werden bereits Säuglinge, im Alter von 3 Monaten in Kitas abgeschoben, was laut vieler renommierter Kinderpsychlogen, bereits in diesem zarten Alter zu schweren Traumata und Beziehungsstörungen auf Lebzeit führt. Kinder unter 2 Jahren haben, für eine gesunde emotionale Entwicklung bei ihren Eltern zu bleiben um Bindung, Beziehung und Vertrauen aufbauen zu können und die Liebe und Zuwendung ihrer Eltern zu erhalten. Alles andere ist unverantwortlich und gefährdet das Kindeswohl.

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katja78 18.05.2017, 08:02
5. Planung

Ich bin immer wieder überrascht, wie blauäugig die Verantwortlichen an die Planung der Kitaplätze gehen. Da werden die aktuellen Bedarfszahlen für zukünftige Planungen herangezogen, wohlwissend, dass es einen Trend zu früherer Betreuung gibt, der berücksichtigt werden müsste. Da werden Neubaugebiete ausgewiesen, ohne in anliegender Kita und Grundschule zu berücksichtigen, dass in solch ein Gebiet nun einmal vornehmlich junge Familien einziehen. Durch das Elterngeld wird ein klarer Anreiz gesetzt, die Kinder nach 14 Monaten in die Krippe zu geben, aber nach eben diesen 14 Monaten sind keine Plätze da.

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geistlein11 18.05.2017, 08:04
6.

Zak73, da haben sie ja mal wieder wunderschön das deutsche Klischee der Rabenmutter bedient. Und zu ihrer Frage, man könnte im Umkehrschluss auch fragen, welche Frau bleibt denn gerne 3 Jahre (bei mehr Kindern dann entsprechend 6 oder gar 9 Jahre?) zu Hause, nachdem sie Jahrelang studiert hat und hat dann fast ausschließlich intellektuelle Herausforderungen auf dem Niveau von Kleinkindern? Wem es gefällt, der soll das gerne machen, aber zeigen sie mir doch bitte eine wissenschaftliche Studie, die ihre wilde These untermauert.

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katja78 18.05.2017, 08:09
7.

Zitat von ronald1952
außer der Tatsache das für meine Enkel heut horrende Preise führ Ihre Unterbringen in Kindergärten bezahlt werden müssen, denn wer will schon seine Kinder in einen normalen Kindergarten stecken die sich immer mehr als Parkstation für Kinder hervortun.
Unser Kind besucht einen solchen "normalen" Kindergarten. Selbst dort bezahlen wir schon 700,- pro Monat.

Ich empfinde diese Preise als Wucher. Es muss doch möglich sein, den Kinder eine ansprechende und hochwertige Betreuung zukommen zu lassen ohne dass es die Eltern ein Vermögen kostet. In anderen Ländern ist das doch auch möglich. Schauen Sie sich mal Kitas in Schweden an, da bekommen Sie das Heulen ob der Zustände hier in D. Zumal nachgewiesen ist, dass sich diese Investitionen in kleine Kinder auch rechnen. Das ist nicht nur Sozialblabla, sondern lohnt sich volkswirtschaftlich gesehen.

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Plasmabruzzler 18.05.2017, 08:16
8.

Zitat von katja78
Unser Kind besucht einen solchen "normalen" Kindergarten. Selbst dort bezahlen wir schon 700,- pro Monat.
Die Gebühren sind aber meist vom Haushaltseinkommen abhängig. Bei dem von Ihnen genannten Preis könnten Sie 2 Kinder in einer Brühler KiTa (Rhein-Erft-Kreis) unterbringen und müssten dabei ein Haushaltseinkommen von über 80.000 EUR/Jahr haben. Und Brühl ist nicht gerade billig.

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offonline 18.05.2017, 08:20
9. Manche machen es sich zu einfach

Und zwar auf "beiden Seiten".

Denn diese ganze Diskussion um das Abgeben eines Kindes in einer Verwahranstalt ist absurd.

Das Heranwachsen eines Kindes kann nicht normiert werden und schon gar nicht in einer KITA, wo das Kind abgegeben wird, oder nicht abgegeben werden kann, weil es keinen KITA Platz gibt.
Ich persönlich kann mit nicht vorstellen, daß alle "Eltern" Ihre Kinder ständig in irgendwelche Einrichtungen abgeben(wollen oder müssen) und dann wird´s schon gehen?
Familienplanung, die vorsieht , irgendwann mal geplant(?) ein Kind zu bekommen, um es dann in zeitlich nacheinander, in hintereinander folgenden Einrichtungen abzugeben, ist nicht hilfreich!
Jedoch müsste hier mal das Gesamtkonzept überdacht werden(Geburt eines Kindes, dann Abgabe in einer säuglingsbetreuenden Einrichtung mit der Weitergabe an eine KITA zum Übergang in den „Kindergarten um dann in einer Anfangsschulform weiter heranzuwachsen?)…
Schon mal gar nicht für das Kind, daß dann nur als "Verhandlungsmasse" gesehen oder benutzt wird.
Nunja das ist nicht meine Aufgabe…
Unsere Gesellschaftform hat sich seit über 30 Jahren, was die "Obhut des Staates" gegenüber seinen "Bürgern" anbelangt, anscheinend ständig zurückentwickelt zu einem Familienfeindlichen Staat, anstatt sich der teilweise mit Buntstiften angemalten Wirklichkeit zu stellen.
Es wird Zeit hier mal endlich gehörig "umzuschwenken" zu einem Familienfreundlichen Staat.
Aber das ist wohl zu teuer…(?) Für wen eigentlich?
Aber das passiert leider nicht von ALLEINE, weil jeder in einer politischen Gruppierung sich erstmal um sich selbst, seine eigene Versorgung, und vermutlich auch noch seine eigene Familie kümmert.
Natürlich ausserhalb der gesetzlichen Grenzen, die für den Rest der Welt gelten...
Das "geordnete" Auf- und Heranwachsen (gesetzlich festgelegt) der Kinder kann nicht in die Verantwortung des Staates (der sich ja bekanntlich immer mehr aus seiner Verpflichtung zurückzieht) und den ganzen Krempel lieber privatisiert, übergeben werden.
Leider haben die Gören (eigentlich keine Lobby, ausser vielleicht Ihren Eltern, die dem Staat jedoch hilflos gegenüberstehen).
Leider habe auch ich (4 Kinder und 3 Enkelkinder) versäumt, den "regierenden Parteien" rechtzeitig auf die Finger zu hauen und mal JEMAND ANDEREN zu wählen, der in den allgemeinen Familienthemen ein "anderes Programm" als den DRECK der ANDEREN hatte.
Doch die ANDEREN mit dem besseren Programm, gab es auch schon damals nicht.
In Niedersachsen waren bis 1991 die CDU dann bis 2003 die SPD, dann wieder mal die CDU und jetzt aktuell die SPD für die Familienpolitik verantwortlich? Das in dieser ganzen Zeit irgendwas vernünftiges, tragfähiges oder anerkanntes Familienkonzept erkennbar gewesen wäre, kann ich leider nicht bestätigen.
Jetzt aktuell bei meinen 2 kleinen Enkeln (4 und 2) kann ich immer noch nicht erkennen, daß sich Familienpolitik zum WOHLE der KINDER bzw. ELTERN entwickelt hätte.

Der oder die betroffenen Eltern können zwar klagen, aber dürfen sich nicht radikalisieren...
Armes Deutschland.

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