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Betriebspraktikum: IG Bau will Schüler zu Praktika im Handwerk verpflichten
imago/allOver-MEV

Während die Studentenzahlen in Deutschland seit Jahren steigen, gehen die Bewerber für Ausbildungsstellen zurück. Besonders das Handwerk äußert Nachwuchsprobleme. Die IG Bau will Schüler nun zu ihrem Glück zwingen.

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luede75 13.03.2019, 13:46
1. ganz verrückte Idee

bezahlt die Leute besser, dann bleiben auch keine Stellen frei.

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jim_rewop 13.03.2019, 13:51
2. Einverstanden.

Ich wäre einverstanden wenn im gleichen Zuge sich die Unternehmen verpflichten, sobald sich irgendwann mal der Arbeitsmarkt verändert bzw. dreht, ausreichend Ausbildungsplätze zur Verfügung zu stellen.

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doctiloquus 13.03.2019, 14:00
3.

Unsere Wirtschaftsform ist Kapitalismus (und das ist auch gut so). Wenn sich etwas lohnt, wird es auch gemacht - das ist der eiserne Grundsatz. Jetzt kann man überlegen, warum Menschen nicht unbedingt ins Handwerk drängen.

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edevonwolf 13.03.2019, 14:11
4. Die Bezahlung ist ja nicht der Knackpunkt

Handwerker werden normalerweise nach Tarif bezahlt. Erklärungsansätze sind vielschichtig. Das Handwer hat sich in den 90ern und 200ern nicht vernünftig um Ausbildung gekümmert und viele Azubis eher als billige Arbeitskräfte eingesetzt. Man kann heute auch keine Fachkräfte mehr einfach ersetzen, denn die ehemaligen Billigarbeiter aus den östlichen Nachbarländern haben dank EU-Beitritt nun auch in ihrer Heimatt ein gutes Auskommen (zum Glück). Gleichzeitig produzieren die Haupt- und Realschulen kaum ausbildungsfähige Schulabgänger, die auch einfach mal eine Anweisung des Meisters ausführen ohne diese vorher ausführlich diskutiert zu haben. Gleichzeitig mit einem Dreisatz und der Flächenberechnung eines Rechtecks überfordert sind.
Politik und auch Presse haben sich sehr lange auf Akademisierung eingeschossen und Abitur und Studium zum einzigen Weg zum persönlichen Glück bzw. zum universellen Türöffner in die Traumkarriere angepriesen.

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LieseMüller 13.03.2019, 14:36
5. Nicht aufs Alter schauen

Warum nicht auch älteren Menschen , die Interesse haben, eine Chance geben? Viele würden sehr gern ein Handwerk lernen. Man sollte die ältere Generation direkt ansprechen!

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katj.steinb 13.03.2019, 14:48
6. ...gute Idee...

Durch die systematische Verblödung in der Schule, wissen Kinder gar nicht mehr was in der realen Welt abgeht,...
Handwerk ist Super!...woder sollen die Schüler das Wissen??...die sitzen Jahre Lang in der Schule den ganzen Tag in der Klasse herum, ihr Gehirn wird mit nutzlosem,alltagsuntauglichem Wissen vollgestopft.
So werden Schüler zur Trägheit und Passivität konditioniert, ....klar, daß man sich dann für die Uni entscheidet....!
Ja, die Schüler mussen zu ihren Glück gezwungen werden, um die Fehlentwicklungen der Schulzeit wieder zurechtzubiegen.

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fvaderno 13.03.2019, 14:54
7. Zwangspraktikum!

ist wohl das Letzte, was wir hier wollen! In der DDR wurden viele zu bestimmten Berufen 'gedrängt'. Kein Abi ohne vorheriges Zwangsdachdeckepraktikum! Verpflichtendes Praktikum in der Gießerei für Absolventen der Mittleren Reife!

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mull47 13.03.2019, 15:25
8. Selten so gelacht fvaderno

Zitat von fvaderno
ist wohl das Letzte, was wir hier wollen! In der DDR wurden viele zu bestimmten Berufen 'gedrängt'. Kein Abi ohne vorheriges Zwangsdachdeckepraktikum! Verpflichtendes Praktikum in der Gießerei für Absolventen der Mittleren Reife!
Zwangspraktikum? In der DDR gab es den Unterricht in der Produktion. Im Wochenwechsel vier Stunden Praxis und Theorie (z.B technisches Zeichnen). In der Masse ist es doch so, ehe ich zum Beispiel Arschitektur/Arschitekt studiere wäre z.B eine Ausbildung als Maurer sinnvoll. Später weis man was man tut und vermeidet Fehler! Wie auch sehr oft zu sehen ist, zwar studiert aber keinen Nagel gerade in die Wand bekommen. In der DDR sagte man dazu: Zwei linke Hände und pro Hand fünf Daumen! :-).

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misterknowitall2 13.03.2019, 15:29
9. Lustig

Zitat von doctiloquus
Unsere Wirtschaftsform ist Kapitalismus (und das ist auch gut so). Wenn sich etwas lohnt, wird es auch gemacht - das ist der eiserne Grundsatz. Jetzt kann man überlegen, warum Menschen nicht unbedingt ins Handwerk drängen.
Ich habe überlegt und bin zu dem Schluss gekommen, dass es nicht um einen gerechten Lohn geht, sondern um Anerkennung. Leider wird man in unserem Land nur ernst genommen, wenn man einen Titel hat. Ohne Uniabschluss gilt man ja schon fast als blöd. Es ist mit eines der wenigen Probleme, wo der Kapitalismus keine Rolle spielt.

Handwerker verdienen in der Regel schon recht früh recht gut. (gilt nicht für alle)

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