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Bildung : Zahl der Privatschulen steigt weiter
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Der Trend hält an: Jahr für Jahr steigen die Schülerzahlen an Privatschulen. Bildungsforscher suchen noch nach Erklärungen für den Boom.

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vox veritas 08.01.2019, 14:59
1. Erstaunlich

"Bildungsforscher suchen noch nach Erklärungen für den Boom."
Die Antwort ist ganz einfach. Man möge sich die Bildungspolitik der letzten 30 Jahre ansehen (Überfrachtung der Lehrpläne und dadurch das "Durchgehusche"), die Stundenausfälle an den Schulen, die nicht aufgefangen werden (da könnte ich aus dem Nähkästchen plaudern) sowie die allgemeine Entwicklung in der Gesellschaft (rauher Umgangston zwischen den Schülern ... evtl. auch aufgrund des sozialen Hintergrunds der Schüler und der mangelhaften Umgangsformen(?).

Das Ergebnis sind da Zeugnisse, die wenig aussagekräftig sind und Schüler, die an den Unis und Berufsschulen nachgeschult werden müssen.
Die ältere Generation ist auch ohne das ganze "neumodische" Zeug und mit viel (Selbst-)Disziplin erfolgreich gewesen.
Warum sollte das heutzutage nicht mehr so sein? - werden sich viele Eltern fragen.

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winnischneider 08.01.2019, 15:03
2. Lass uns darüber streiten

Ich bin der Meinung, dass Privatschulen erheblich zur Spaltung unserer Gesellschaft beitragen. Privatschulen brauchen nicht verboten werden aber der Staat dürfte keinerlei Unterstützung leisten. Keine Kostenübernahme der Gehälter der LehrerInnen und auch keine öffentliche Beteiligung an Rahmenkosten.
In den öffentlichen Dienst sollten nur Bewerber eingestellt werden, die auch öffentliche Schulen besucht haben.
Insofern ist ja Frau Schwesig ein markantes Beispiel für diesen eklatanten Widerspruch.
Winfried Schneider

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Europa! 08.01.2019, 15:33
3. 'tschuldigung

Da hab ich meinen Beitrag wohl falsch formuliert. Also noch mal neu: Die Eltern möchten, dass ihre Kinder (für die sie große Opfer gebracht haben) mit bildungsnahen Kindern zusammen lernen und ihre Kraft nicht darauf verschwenden, sich mit bildungsfernen Schülern herumzuschlagen.

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nesmo 08.01.2019, 15:49
4. Private Schulen

Zitat von winnischneider
Ich bin der Meinung, dass Privatschulen erheblich zur Spaltung unserer Gesellschaft beitragen. Privatschulen brauchen nicht verboten werden aber der Staat dürfte keinerlei Unterstützung leisten. Keine Kostenübernahme der Gehälter der LehrerInnen und auch keine öffentliche....
sind eher ein Symptom der Spaltung der Gesellschaft, die sie vielleicht verfestigen, aber nicht begründen. Über schlechte öffentliche Schulen, insbesondere in Brennpunkten, wird nun seit Jahrzehnten gesprochen und es hat sich allenfalls etwas zum Schlechteren verändert. Dafür können nicht die Privatschulen verantwortlich gemacht werden, die offenbar immerhin mehr Qualität bieten. Sie sollten sich fragen, warum es immer mehr Probleme mit Brennpunktschulen gibt. Sicherlich nicht, weil 9 % der Schüler mittlerweile auf Privatschulen gehen. Es gibt immer mehr Schüler aus bildungsfernen Familien, das ist die schlichte Wahrheit. Und die Lehrer können dies für diese Schülern mit noch so großem, noch bezahlbarem, Aufwand nicht kompensieren. Auch das ist die schlichte Wahrheit, die aber offensichtlich nicht akzeptiert wird.

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Sensør 08.01.2019, 15:50
5.

Ein Bedingung für mich, selber Kinder in die Welt zu setzen, war der Voraussetzung, genug Geld für eine vernünftige Schule zur Verfügung zu haben. Das geistige Vakuum an staatlichen Schulen fand ich als Kind damals unerträglich.

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Crom 08.01.2019, 15:56
6.

Der Artikel sollte vielleicht erst einmal erklären, was eine Privatschule ist, nämlich schlicht eine Schule in privater Trägerschaft, meist der Kirche aber auch von Elternvereinen. Waldorfschulen sind z.B. auch Privatschulen.

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Crom 08.01.2019, 15:58
7.

Zitat von winnischneider
Ich bin der Meinung, dass Privatschulen erheblich zur Spaltung unserer Gesellschaft beitragen. Privatschulen brauchen nicht verboten werden aber der Staat dürfte keinerlei Unterstützung leisten. Keine Kostenübernahme der Gehälter der LehrerInnen und auch keine öffentliche Beteiligung an Rahmenkosten.
Die Eltern, der Kinder, die auf Schulen in privater Trägerschaft gehen, zahlen genau so Steuern wie andere Eltern und damit hat der Staat die verdammte Pflicht ebenso die schulische Bildung zu finanzieren. Wenn Sie den Artikel gelesen hätten, wüssten Sie auch, dass es Orte gibt, wo es gar keine staatlichen Schulen mehr als Alternative im näheren Umfeld gibt.

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SanchosPanza 08.01.2019, 16:06
8. Zunahme Privatschulen

Ein Teil der Zunahme der Anzahl der Schulen seit 1992 erklärt sich durch den Nachholbedarf und die Neugründungen in den Neuen Bundesländern. Um das zu verstehen, braucht es keine wissenschaftliche Studie. Aber vieleicht einen Privatschulbesuch? Nur ein Späßle ...
Leider geht es bei Bildung nicht nur um kognitive Fähigkeiten, auch wenn man die so schön und die nicht-kognitiven Kompetenzen nur schwer messen kann. Trotzdem sind sie wichtig und entscheidend bei der Schulwahl vieler Eltern für ihre Kinder. Das war auch bei uns so, wir haben es nie bereut.
Segregationswünsche hingegen spielen zumindest bei Waldorfeltern nach unserer Erfahrung keine Rolle. Über die Sonderungsverbote stehen freie Schulen auch Schülern aus einkommensschwachen Familien offen. Man muss es halt wollen. Daran hakt es bei vielen, vor allem bei den Migrationshintergründen.

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winnischneider 08.01.2019, 16:17
9. @7

Hallo crom warum unterstellen sie mir ich hätte den Artikel nicht gelesen?
Ich bin der Auffassung das der Staat nur das finanzieren sollte was er für jeden anbietet. Wenn ich besonderes haben will, muss ich auch dafür zahlen!

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