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Bildungsbarometer: Deutsche für mehr Digitalunterricht an Grundschulen
DPA

Wer profitiert von der Digitalisierung der Arbeitswelt? Und sollten Schüler mehr am Computer arbeiten? Das ifo-Bildungsbarometer fragt nach der Meinung zur digitalen Entwicklung.

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awoth 14.09.2017, 13:05
1. Digitalunterricht....

das kann ich schon nicht mehr hören, genauso ein Quatsch wie eMobility. Versucht doch erstmal den Kindern ordentlich Lesen und Schreiben und evtl. sogar noch Rechnen beizubringen! Wenn man sieht, in welchem Zustand unsere Nachwuchs in die Unis entlassen wird, dann kann man sich trotz der dortselbst ebenfalls in Lächerliche reduzierten Inhalte nur noch an dem Kopf fassen!
Auch mit "digital" kann man nicht alle Probleme lösen, die auf uns warten. Auch nicht mit Smartphones, wenn niemand auch nur eine Spur einer Ahnung hat, was innnerhalb eines solchen Geräts und ausserhalb in der elektromagnetischen Welt passiert.

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BjoernUsw 14.09.2017, 13:41
2. schöne Kritik

Mir gefällt vor allem die unterschwellige Kritik am Stand der Digitalisierung unserer Schulen durch das einleitende Bild. Die rechner laufen ja noch mit WIndows XP, dem grünen Start-Button und dem Fensterdesign nach...

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misterknowitall2 14.09.2017, 13:43
3. Na klar!

Wir brauchen viel mehr Computer in der Grundschule, damit die Kids die Rechtschreibprüfung über den Text laufen lassen können. Schreiben und lesen bringt Ihnen ja keiner mehr richtig bei. Ach ja, der Taschenrechner im compi ist auch wichtig, denn auch Kopfrechnen ist gar nicht mehr angesagt.

Mal ehrlich, was soll Grundschule eigentlich noch alles leisten? Diejenigen, die in dem Alter schon den compi brauchen, holen sich den privat. Die Kids sind im übrigen besser ausgestattet als es eine Schule je sein kann. Da kann man nur mit enormen finanziellem Aufwand hinterherhecheln.

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Marvel Master 14.09.2017, 13:58
4.

Ich denke immer noch, dass die Kinder den Umgang mit Smartphones und Spielekonsole auch so lernen. Also freiwillig zu Hause.

Wichtiger wäre doch erst einmal das Schreiben mit einem Stift oder Rechnen auf Papier. Alternativ mit dem Kopf.

Excel/Word usw. kann man sich ja mit 16 Jahren dann mit einem VHS Kurs beibringen. Mehr kann der heutige Bürosangestellte eh nicht. Und ein Webbrowser bedienen kann eh jeder.

Jedem Beführworter empfehle ich sonst einmal das Buch "Cyberkrank". Da wird tatsächlich untermauert, dass die Menschen durch die digitalen Medien von heute total verblöden.

VG

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rad666 14.09.2017, 14:06
5. Hm

Also ich wäre dafür lieber Geld in die Hand zu nehmen um die Kinder in der Schule von Umwelteinflüssen wie Hitze, Kälte oder Regen zu schützen. Also mal generalsanieren.
Dann genug Lehrer einstellen. Ziel: weniger als 0.5% Ausfall bei den Schulstunden (kann mich nicht erinnern dass wir Ende der 80er am Gymnasium regelmäßig Ausfälle hatten, die 2 Freistunden pro Jahr wurden gefeiert).
Dann bringen wir den Kindern bei wie sie ordentlich Rechnen, Schreiben und Lesen. Ohne Hilfsmittel.

Wenn wir all das geschafft haben können wir uns - vielleicht - um solche Luxusprobleme kümmern.

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MadDoubleF 14.09.2017, 14:50
6. Arme Welt

Da kann man den meisten nur beipflichten. Die Kinder sollten als erstes lesen, schreiben und rechnen lernen. Ich schaue mir das Grundschul-Drama jetzt zum zweiten Mal an. In der dritten Klasse haben einige Kinder immer noch Probleme mit dem kleinen 1x1. Rechtschreibfehler in Test's werden stellenweise nicht einmal vom korrigierenden Lehrer erkannt. Die Zustände sind katastrophal. Und da sollen PC's helfen. Die machen es nur schlimmer. Wie man mit Word oder Excel umgeht, kann ich meinen Kindern selber und besser beibringen.
Das Geld sollte man lieber in die Lehrer an sich stecken. Das wäre eine sinnvolle Investition.

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peterpahn 14.09.2017, 15:09
7. Südkorea ist weltweit führend, was die Verbreitung ...

Südkorea ist weltweit führend, was die Verbreitung von Internet und Smartphones angeht. Und nirgendwo sonst sind so viele Menschen von ihren Geräten abhängig. Auch Depressionen, Antriebsschwäche und andere psychische Probleme, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen, scheinen dort mit der Nutzung digitaler Medien verbunden und angestiegen zu sein. Insofern sollte auch Deutschland nicht dem Vorreiter Südkorea nacheifern. Nein, Kinder sollten in erster Linie Lesen, Schreiben und Rechnen können. Der Gehirn-Forscher Manfred Spitzer bestreitet sogar, dass es "Medienkompetenz" im üblicherweise verwendeten Wortsinn überhaupt gibt - denn der Filter z.B. bei einer Internet-Recherche bildet allein das Vorwissen und nicht eine eigens zu erwerbende oder zu vermittelnde Medienkompetenz. Und ja, ich denke auch, dass die Digitalisierung zu mehr Ungleichheit in der Gesellschaft führt, weil die heute ohnehin schon benachteiligten sozialen Milieus nicht ausreichend vor den Gefahren der Smartphone-Nutzung ihrer Kinder gewarnt werden, während die gehobene Mittel- und Oberschicht ihre Kinder vor zu viel Kontakt mit digitalen Medien zu schützen weiß - es heißt, selbst Führungskräfte im Silicon Valley halten die eigenen Kinder von digitalen Medien fern, weil sie genau wissen, wie schädlich das für ihre Entwicklung ist - und zwar je jünger die Kinder, desto schädlicher.

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CancunMM 14.09.2017, 15:25
8.

Zitat von BjoernUsw
Mir gefällt vor allem die unterschwellige Kritik am Stand der Digitalisierung unserer Schulen durch das einleitende Bild. Die rechner laufen ja noch mit WIndows XP, dem grünen Start-Button und dem Fensterdesign nach...
Skandal !
Und ? Können die Kinder deswegen schlechter oder besser rechnen, schreiben, lesen ? Um lernen zu können reicht eine kleine Tafel und Kreide.
Wie man mit den PCs und Handys umgeht lernen sie selbst.
ich würde mich eher freuen, wenn weniger Stunden ausfallen, es wieder mehr Sport in der Schule gibt, den Schüler und den Eltern soziale Kompetenz beigebracht wird und sie saubere Klos haben.

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erwachsener 14.09.2017, 16:12
9.

Meiner Meinung nach gehören schon smartphones grundsätzlich nicht in Kinderhände - nicht, weil es im Neuland so gefährlich wäre, sondern weil gerade Kinder im Grundschulalter (aber offensichtlich auch viele Erwachsene) nicht über die notwendige Affektkontrolle verfügen, das Ding einfach mal in der Tasche zu lassen und sich nicht abhängig und süchtig zu machen. Und weil Kinder schlichtweg kein Gefühl dafür haben, wie teuer so ein Ding ist - wie man an den unzähligen spiderman-apps erkennen kann...
Medienkompetenz ist etwas ganz anderes. Dazu gehört eben auch die Affektkontrolle gegenüber der Konsumlust. Aber ich glaube, da sind vor allem die Eltern gefragt, die das Kind nicht mit der Glotze ruhigstellen sollten.

Das wichtigste, was ein Kind in der Grundschule lernen sollte ist lesen, schreiben, rechnen, und elementares Weltwissen.

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